Východnú konferenciu zasiahla vlna zranení

Insbesondere in der Eastern Conference passierten in der Frühphase der Saison 2026/27 bereits viele Verletzungen. Schlimmer noch: Dabei erwischte ausgerechnet auch Top-Spieler, die in ihren Mannschaften tragende Säulen sind und schmerzlich vermisst werden.

Saisonaus für Shesterkin

Der Schock war groß bei den New York Rangers, als sich der bisherige Sieg-Garant, Torwart Igor Shesterkin (1,79 Gegentore/Spiel, 92,7 Prozent Fangquote, ein Tor, ein Assist), bei der 1:3-Niederlage gegen die Washington Capitals eine schwere

Unterkörperverletzung zuzog. Der 30-Jährige blieb mit seinem rechten Schlittschuh am Torpfosten hängen und konnte das Eis nur unter Schmerzen und gestützt von zwei Mitspielern verlassen.

„Es ist schrecklich“, brachte Rangers-Kapitän J.T. Miller das zum Ausdruck, was sich wohl jeder im Umkreis der New Yorker dachte. „Er ist eine Stütze dieser Mannschaft. Es ist einfach bitter.“

Umso bitterer war die Diagnose, die offenbarte, dass Shesterkin für die komplette Saison ausfallen wird.

„Es ist einfach Mist“, war auch Verteidiger Adam Fox betroffen. „Besonders bei einem Spieler wie ihm, der in der Defensive gewissermaßen der Fels in der Brandung ist.“

Ein schwerer Schlag für die Rangers (4-2-0), die überraschend stark in die neue Spielzeit gestartet sind, und die restlichen 78 Spiele nun ohne ihren wohl wichtigsten Spieler bestreiten müssen.

Im Falle von New York kommt erschwerend hinzu, dass neben den Stürmern Joe Veleno und Adam Sykora mit Joonas Korpisalo der eigentliche Backup ebenfalls noch wochenlang ausfallen wird. Alle drei zwingen Unterkörperverletzungen zu einer Zwangspause.

Also schlug zwischen den Pfosten die Stunde von Dylan Garand. Der 24-jährige Kanadier glänzte bislang mit überragenden Statistiken (zwei Spiele, ein Start, 0,67 Gegentore/Spiel, 97,1 Prozent Fangquote, ein Shutout). Konserviert Garand diese Leistung, könnte er zu der Geschichte in dieser Saison werden. Andernfalls droht den Rangers ein schwerer Rückschlag für die geweckten Playoff-Ambitionen.

Panthers erleben Deja-vu

Wie krass Verletzungen ein Team zurückwerfen können, erlebten die Florida Panthers bereits 2025/26 am eigenen Leib. Kapitän Aleksander Barkov fiel die gesamte Saison aus und war damit nur die Speerspitze an schlechten Nachrichten über hochkarätige Ausfälle, die den Klub aus Süd-Florida ereilten. In Folge dessen verpassten die Panthers als amtierender Back-to-Back Stanley Cup Champion die Stanley Cup Playoffs 2026 krachend.

In der neuen Spielzeit 2026/27 muss sich Florida fühlen, als wäre es in einer niemals endenden Zeitschleife gefangen und erlebte bereits in den ersten Spielen ein Deja-vu: Nummer-1-Center Barkov (zwei Spiele, 0-0-0) verletzte sich in einem Zweikampf an der Bande schwer. Routinier Brad Marchand (zwei Spiele, 0-0-0) startete nach einer Schulter-OP im Sommer ohnehin erst verspätet in die neue Spielzeit, machte dort aber unschönen Kontakt mit dem Torpfosten und ist damit schon wieder raus. Beide Spieler werden wochenlang wegen Unterkörperverletzungen ausfallen.

„Wir haben letzte Saison extrem unter Verletzungen gelitten“, erinnerte sich Panthers-Trainer Paul Maurice. „Erst erwischte es unsere Stammspieler, dann die Spieler aus der zweiten Reihe, und schließlich mussten wir auf die dritte Ebene zurückgreifen. Wir haben aber hervorragende Arbeit bei der Kaderbreite geleistet, sodass wir gute Spieler haben, die einspringen und helfen können.“

Trotzdem konstatierte Power Forward Matthew Tkachuk: „Das war brutal. „Leider mussten wir in der vergangenen Saison in praktisch jedem Spiel mit solchen Situationen umgehen.“

Florida verfügt nach wie vor über einen guten Kader mit viel Tiefe und wird die Ausfälle zumindest phasenweise kompensieren können. Da beide Stürmer wohl noch im Kalenderjahr 2026 zurückkehren werden, ist noch genug Zeit übrig, um verlorengegangene Punkte einzufahren. Allerdings ist ebenfalls klar, dass in der hochkarätig besetzten Atlantic Division am Ende jeder einzelne Punkt zählen könnte.

„Wir werden deshalb keine Opfermentalität entwickeln“, betont Verteidiger Seth Jones. „Bei uns gilt: Der nächste Spieler ist an der Reihe. Das war schon immer unsere Einstellung. Wir dürfen nicht ständig an die Vergangenheit und die Verletzungen der vergangenen Saison denken. Verletzungen passieren.“

Ottawa bricht Neuzugang Eklund weg

Auch die Ottawa Senators blieben vom Verletzungspech nicht verschont. Ausgerechnet Neuzugang William Eklund (fünf Spiele, 1-1-2), der via Trade von den San Jose Sharks in die kanadische Hauptstadt gewechselt war und dort die Tore schießen sollte, für die zuvor Abgang Brady Tkachuk (jetzt Florida Panthers) verantwortlich gezeichnet hatte, fällt nun lange aus. Der 23-jährige Schwede verletzte sich nach einem Check an der Bande und konnte daraufhin sein linkes Bein nicht mehr belasten. Seine Ausfallzeit bezifferten die Senators auf „lange“.

„Ich weiß nicht genau wie lange“, so Ottawas Trainer Travis Green, dem nun ein essenziell wichtiger Spielmacher wegbrechen wird.

Demidovs Zauber wird Montreal fehlen

Ähnlich ist die Situation bei den Montreal Canadiens. Hier wird Zaubermaus Ivan Demidov (zwei Spiele, 1-1-2) für zwei bis vier Wochen mit einer Unterkörperverletzung wegbrechen. „Ich glaube nicht, dass sich das auf unsere Spielweise auswirken wird“, so Canadiens-Trainer Martin St. Louis. „Wenn überhaupt, bietet es jemand anderem die Gelegenheit, sich zu profilieren. Ich glaube, dass wir dafür die nötige Tiefe haben, so wie unsere Reihen aufgestellt sind. Ich bin zuversichtlich, dass wir weitermachen können, auch wenn wir einen ziemlich guten Spieler verloren haben.“

Erschwerend kommt in Montreal hinzu, dass mit Oliver Kapanen ein Middle-Six-Center auf die IR-Liste gesetzt wurde und ebenfalls nicht zur Verfügung stehen wird. Seine Ausfallzeit wurde auf zehn bis 14 Tage taxiert. St. Louis muss im Sturm also erfinderisch werden.

Ivan Demidov #93 of the Montreal Canadiens scores a goal on Frederik Andersen #31 of the Carolina Hurricanes during the first period in Game One of the Eastern Conference Final of the 2026 Stanley Cup Playoffs at Lenovo Center on May 21, 2026 in Raleigh, North Carolina. (Photo by Jared C. Tilton/Getty Images)

Gourde, Domi & viele mehr

In der Eastern Conference kommen weitere klangvolle Spieler hinzu, die aktuell verletzt ausfallen. Darunter Yanni Gourde (Tampa Bay Lightning), Max Domi (Toronto Maple Leafs), Mathew Barzal oder Alexander Romanov (beide New York Islanders).

Unter den DACH-Spielern war Marco Kasper (Detroit Red Wings) zuletzt zum Zuschauen gezwungen. Der Österreicher soll aber zeitnah zurückkehren.