Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Ottawa Senators und den St. Louis Blues

Die St. Louis Blues haben bei der „Frozen Frenzy“ am Dienstagabend mit einem 7:2-Kantersieg auswärts bei den Ottawa Senators im Canadian Tire Centre für Aufsehen gesorgt. Insbesondere der Schweizer Stürmer Pius Suter drückte dem Spiel mit zwei Toren und einem Assist den Stempel auf und wurde zum „First Star of the Game“ ausgezeichnet. Damit wurde der 30-Jährige aus Wallisellen seinem Ruf und seinem Spitznamen als „Mr. Zuverlässig“ einmal mehr gerecht.

„Er ist einfach ‚Mr. Zuverlässig‘, egal, wo wir ihn aufstellen“, lobte Blues-Trainer Jim Montgomery. „Egal, in welcher Reihe oder jetzt im Powerplay, wo wir ihn gebracht haben, damit er einen Hattrick erzielen kann. Er hat dort für einen weiteren Treffer gesorgt. Er ist ein richtig guter Teamkollege, ein verlässlicher und cleverer Spieler.“

Suters Shorthander startet das Torfeuerwerk

Suter selbst brachte den Stein mit einem Unterzahl-Tor zum 1:0 ins Rollen. Verteidiger Colton Parayko behauptete den Puck an der Bande auf dem rechten Flügel und servierte ihn in den Lauf von Suter, der sich bis zwischen die Faceoff-Punkte gleiten ließ, um dann mit einem schönen Schuss unterhalb der Schienen von Senators-Torwart Linus Ullmark zu treffen (15.).

„Das war ein wichtiges Tor“, weiß Suter. „Es stand 0:0, und wir konnten in Führung gehen. Wir konnten das Spiel fortan besser kontrollieren, was gut für uns geklappt hat. Einen Unterzahltreffer zu erzielen, ist immer schön.“

Für Suter war es der sechste Shorthander seiner NHL-Karriere, womit er mit Nico Hischier für die meisten eines Schweizers in der NHL-Geschichte gleichzog.

„Dieses Unterzahl-Tor war der Schlüssel für uns“, betonte auch Montgomery. „Unser Penalty Killing ist richtig gut für uns. Überhaupt haben sich unsere Special Teams heute gezeigt, was wichtig für die Entwicklung unserer Mannschaft ist.“

STL@OTT: Pius Suter glänzt beim 7:2 mit zwei Toren und einem Assist für die Blues

Drei Doppelpacker für St. Louis

St. Louis war an diesem Abend 1/3 im Powerplay (33,3 Prozent Erfolgsquote) und 3/4 im Penalty Killing (75 Prozent). Außerdem erzielten die Gäste aus Gateway City zum richtigen Zeitpunkt die Tore: Jake Neighbours (34.) und Mason McTavish (39.) erhöhten im zweiten Durchgang auf 3:1. Suter (48.), Neighbours (55.), McTavish (56., im Powerplay) und Adam Jiricek (57.) im dritten Drittel auf 7:1.

Mit Suter (2-1-3; +3), Neighbours (2-0-2; +2) und McTavish (2-1-3; +2) hatte St. Louis gleich drei Doppelpacker sowie zusammen mit Pavel Buchnevich (0-3-3; +2) und Connor McMichael (0-2-2; +1) gleich fünf Multi-Punkte-Spieler.

Erstmals seit dem 11. Februar 2024 (7:2 bei den Montreal Canadiens) gelangen den Blues sieben Treffer in einem einzelnen Spiel. Erstmals seit April 2026 gelangen mindestens fünf Tore in aufeinanderfolgenden Spielen.

„Der Schlüssel ist, dass wir überall auf dem Eis aggressiv auftreten“, unterstreicht Suter, „Wir sind sehr glücklich. Für sie (Ottawa) war es ein Back-to-Back-Spiel, wir wollten also sicherstellen, dass wir ein gutes 200-Fuß-Spiel liefern, die Pucks tief spielen und mit hartem Forechecking hinterhergehen.“

Suter macht Drei-Punkte-Spiel perfekt

Wie viel Selbstvertrauen Suter nach einem starken Saisonstart (sechs Spiele, 3-2-5) getankt hat, zeigte sich beim 4:1, als er mit einem Schlagschuss aus spitzem Winkel ins Torwarteck traf (48.). Beim 7:1 verteilte der 1,80 Meter große Linksschütze die Scheibe gleich zweimal hoch Richtung blaue Linie, wo Jiricek im zweiten Anlauf erfolgreich war (57.). Es war Suters zehntes Multi-Tore-Spiel seiner Karriere (insgesamt 434 NHL-Partien).

„Ich halte es einfach, bringe die Pucks zum Tor und arbeite gut“, sagt Suter. „Jeder bewegt seine Füße, was sich durch Puckeroberungen in den Zweikämpfen auszahlt. Das gibt uns mehr Zeit in der Offensivzone.“

Suter erhielt 15:21 Minuten Eiszeit, gab vier Torschüsse ab, teilte drei Checks aus und gewann starke 72,7 Prozent seiner Faceoffs. Zudem übernahm „Mr. Zuverlässig” weitere Aufgaben und war in einer Reihe neben NHL-Debütant Dylan Petersen und Ross Johnston der Fixstern.

„Wir haben ihm gesagt, dass er einfach spielen und seine Beine bewegen soll“, sagte Suter über Peterson. „Genau das hat er auch getan. Es war ein guter Kampf von ihm. Er hat ein paar gute Pässe vor dem Tor gezeigt.“

Stützle glänzt mit Vorarbeit

Die Blues sind nach einem 3-2-1-Start mittendrin im Rennen um die Stanley Cup Playoffs.

Ottawa (5-2-0) erlebte einen kleinen Rückschlag. Bitter für die Senators war, dass eine starke Vorarbeit von Tim Stützle (0-1-1) zum zwischenzeitlichen 1:2 durch Claude Giroux (38.) am Ende nicht mit Punkten belohnt wurde. Trotzdem bleiben die kanadischen Hauptstädter Spitzenreiter in der Atlantic Division.

STL@OTT: Giroux belohnt eine starke Vorarbeit von Stützle zum 2:1

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