Die Ottawa Senators setzen ihren starken Saisonstart in der NHL fort. Beim 4:1-Auswärtssieg gegen die New Jersey Devils am Montag überzeugte Tim Stützle mit einem Tor und einer Vorlage und unterstrich einmal mehr seine Bedeutung für das kanadische Team. Neben seiner sportlichen Leistung durfte sich der deutsche Nationalspieler auch über einen persönlichen Meilenstein freuen: Mit seinem 265. Assist in der NHL zog er in der ewigen Bestenliste der in Deutschland geborenen Spieler mit Christian Ehrhoff gleich.
Stützle gibt den Takt vor
Die Senators erwischten im Prudential Center von Newark einen gelungenen Abend und ließen sich auch von der spielerischen Qualität der Gastgeber nicht aus dem Konzept bringen. Während Ottawa seine Chancen konsequent nutzte, fehlte den Devils über weite Strecken die Durchschlagskraft im Angriff. Für die Gäste war es bereits der fünfte Erfolg in den ersten sechs Saisonspielen. Dieses Kunststück gelang der Franchise zuvor erst zweimal: 2005/06 und 2007/08 hatten die Senators jeweils ihre ersten fünf Saisonspiele gewonnen.
„Ich denke, wir spielen gutes Eishockey“, erklärte Stützle nach der Partie. „Sie haben einige gute Spieler mit viel Klasse, die natürlich ihre Aktionen machen werden. Ich finde, wir haben in den ersten 40 Minuten einen ziemlich guten Job gemacht.“
Ganz zufrieden war der 24-jährige Angreifer mit dem Auftritt seiner Mannschaft allerdings nicht. Insbesondere im Schlussabschnitt geriet Ottawa stärker unter Druck. New Jersey verbuchte dort ein deutliches Übergewicht von 14:3 Torschüssen. „Unser drittes Drittel hätte etwas besser sein können“, räumte Stützle selbstkritisch ein. „Aber wir haben erneut einen wichtigen Sieg eingefahren, und Linus Ullmark war großartig.“
Der schwedische Torhüter bestätigte diese Einschätzung mit 29 Paraden und hielt die Senators auch in schwierigeren Phasen auf Kurs. Für Ullmark war es bereits der fünfte Sieg im fünften Saisonspiel. Damit gehört er zu einem exklusiven Kreis innerhalb der Ottawaer Franchisegeschichte: Nur Ray Emery und Dominik Hasek hatten zuvor ebenfalls ihre ersten fünf Saisonspiele gewonnen.
Ein Assist mit historischem Wert
Den Grundstein für den Erfolg legten die Senators unmittelbar nach der ersten Drittelpause. Shane Pinto brachte Ottawa gerade einmal neun Sekunden nach Wiederbeginn mit einem Handgelenkschuss aus dem Slot in Führung (21.). Michael Amadio hatte ihn zuvor mit einem Pass aus dem linken Bullykreis mustergültig bedient.
Beim zweiten Treffer war dann Stützle entscheidend beteiligt. In Überzahl nutzte der Deutsche den Sturz des New-Jersey-Verteidigers Brett Pesce, um eine Lücke in der Defensive der Gastgeber zu erkennen. Stützle spielte den Puck zum freistehenden Stephen Halliday, der in der Mitte vor dem Tor keine Mühe hatte, auf 2:0 (29.) zu erhöhen.





















