Hischier und Peterka schreiben Geschichte

An jedem Sonntag der regulären Saison 2026/27 wirft NHL.com/de einen Blick auf anstehende und erreichte Meilensteine von Spielern, Trainern und Funktionären in der Liga.

In dieser Ausgabe: Deutsche und Schweizer im Mittelpunkt

Die neue NHL-Woche verspricht aus Sicht der deutschsprachigen Eishockey-Fans einige spannende persönliche Meilensteine. Nico Hischier hat mit seinem 200. NHL-Tor bereits eine besondere Marke erreicht. Auch JJ Peterka durfte am Samstag jubeln: Der deutsche Nationalspieler sammelte seinen 200. Scorerpunkt in der besten Eishockeyliga der Welt. Während Tim Stützle und Moritz Seider in den kommenden Tagen weitere Bestmarken ins Visier nehmen, steht der Schweizer Nino Niederreiter, der zuletzt drei Mal nicht im Kader seiner Winnipeg Jets stand, noch immer unmittelbar vor seinem 500. Karrierepunkt. Darüber hinaus könnten auch Leon Draisaitl und Sidney Crosby ihre beeindruckenden NHL-Statistiken weiter ausbauen.

Hischier und Peterka feiern persönliche Meilensteine

Für den Schweizer Hischier war das Heimspiel der New Jersey Devils gegen die Vancouver Canucks am Samstag ein besonderer Abend. Der Kapitän der Devils erzielte in der neunten Spielminute im Powerplay seinen ersten Saisontreffer und gleichzeitig sein 200. Tor in der NHL. Der 2017 an erster Stelle gedraftete Stürmer benötigte dafür 613 Spiele in der regulären Saison.

„Darauf bin ich natürlich schon ein bisschen stolz“, erklärte Hischier nach dem Spiel, in dem er später noch sein 201. Tor nachlegte. „Das kann mir keiner mehr nehmen. Aber hoffentlich kommen noch ein paar Tore dazu. Ich hoffe also, dass ich noch nicht fertig bin. Ich will mich weiter verbessern und mit dieser Mannschaft etwas erreichen.“

VAN@NJD: Hischier erzielt in Überzahl zwei Tore und einen Assist

Der Jubiläumstreffer unterstrich einmal mehr die Bedeutung des Wallisers für New Jersey. Hischier verbindet defensive Zuverlässigkeit mit offensiver Durchschlagskraft und gehört als Kapitän zu den wichtigsten Führungsspielern der Devils. In der Klubgeschichte ist er erst der fünfte Spieler, der für die Kansas City Scouts, Colorado Rockies oder New Jersey Devils mindestens 200 Tore erzielt hat. Auf die gemeinsam von Bobby Holik und Travis Zajac gehaltenen 202 Treffer fehlt ihm damit nur noch ein Treffer.

Auch der Deutsche Peterka durfte sich über einen persönlichen Erfolg freuen. Beim 5:1 der Boston Bruins gegen die Philadelphia Flyers erreichte der Nationalspieler seinen 200. NHL-Scorerpunkt.

Peterka benötigte für seine ersten 200 Punkte 326 Spiele. Nur Tim Stützle mit 229 und Leon Draisaitl mit 260 Einsätzen waren aus deutscher Sicht schneller. Der Stürmer, der vor dieser Saison von den Utah Mammoth nach Boston gewechselt war, bereitete zunächst das zwischenzeitliche 2:0 vor und legte später auch beim Endstand auf. Damit steht er inzwischen bei 201 Scorerpunkten, zusammengesetzt aus 107 Assists und 94 Toren.

PHI@BOS: Peterka wird für Zuspiel auf Lohrei mit seinem 200. NHL-Punkt belohnt

Niederreiter fehlt nur noch ein Punkt

Für Niederreiter könnte die kommende NHL-Woche ebenfalls einen besonderen Moment bereithalten. Der Schweizer Stürmer der Jets steht derzeit noch immer bei 499 Scorerpunkten in seiner NHL-Karriere. Ein weiterer Zähler würde ihn zum erst dritten Schweizer machen, der die Marke von 500 Punkten erreicht.

Bislang gelang dies lediglich Roman Josi und Kevin Fiala. Niederreiter könnte sich damit in einen exklusiven Kreis einreihen und seine lange Karriere in Nordamerika um einen weiteren persönlichen Höhepunkt ergänzen.

Für den 34-Jährigen wäre sein 500. Punkt in der Liga nicht nur eine runde Zahl, sondern ein weiterer Beleg für seine große Beständigkeit in einer anspruchsvollen Liga, auch wenn er sich zum Saisonstart 2026/27 in Winnipeg aktuell schwer tut Eiszeit zu bekommen.

Stützle und Seider nehmen deutsche Bestmarken ins Visier

Auch bei einigen weiteren deutschen NHL-Profis stehen in den kommenden Tagen mehrere interessante Marken im Raum. Stürmer Stützle von den Ottawa Senators benötigt nach seinem Erfolgserlebnis vom Samstag in Überzahl gegen die Nashville Predators (3:2 nach Shootout) nur noch einen weiteren Powerplay-Treffer um mit Landsmann Jochen Hecht (38) gleichzuziehen und den dritten Rang unter den deutschen Spielern in dieser Kategorie zu erreichen.

NSH@OTT: Stützle und Cozens im Zusammenspiel im zweiten Drittel

Top-Star Draisaitl könnte unterdessen seine Position in der Geschichte der Edmonton Oilers weiter festigen. Zwei weitere Spiele mit mehreren Toren würden genügen, um mit Glenn Anderson gleichzuziehen, der 76 solcher Partien vorweisen kann. Der gebürtige Kölner liegt bei deren 74. Außerdem fehlt Draisaitl nur noch ein weiteres Drei-Punkte-Spiel, um Mark Messier mit 115 entsprechenden Auftritten einzuholen.

Moritz Seider steht ebenfalls vor einer besonderen Marke. Der Verteidiger der Detroit Red Wings hat bislang 39 Tore in 415 NHL-Spielen erzielt. Mit seinem nächsten Treffer könnte er als schnellster deutscher Verteidiger der NHL-Geschichte die Marke von 40 Toren erreichen. Den bisherigen Bestwert hält Christian Ehrhoff, der dafür 422 Spiele benötigte.

Crosby und Benn vor weiteren historischen Marken

Auch abseits der deutschsprachigen NHL-Profis gibt es einige bemerkenswerte Entwicklungen. Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins steht vor einem weiteren historischen Erfolg. Mit 1109 Assists hat der Kanadier bereits zu Legende Joe Thornton aufgeschlossen. Zwei weitere Vorlagen würden ihm den alleinigen Rekord für die meisten Assists im Trikot einer einzigen Franchise bescheren. Gleichzeitig benötigt Crosby nur noch einen Assist, um Thornton auch in der ewigen NHL-Rangliste zu überholen und auf den siebten Platz vorzurücken.

PIT@BUF: Crosby haut ihn unter die Latte

Connor McDavid steht ebenfalls vor einem Jubiläum: Am 13. Oktober soll der Kapitän der Edmonton Oilers sein 800. NHL-Spiel bestreiten. Derzeit steht er be deren 799. Gemessen an Punkten und Assists nach den ersten 800 Partien würde er in beiden Kategorien den dritten Rang der NHL-Geschichte belegen – hinter Wayne Gretzky und Mario Lemieux.

Jamie Benn von den Dallas Stars fehlen derweil nur noch sechs Punkte, um als zweiter Spieler der Franchise-Geschichte die Marke von 1000 Scorerpunkten zu erreichen. 

Die kommenden Tage versprechen somit zahlreiche Gelegenheiten für persönliche Erfolgsmomente. Aus deutscher und Schweizer Sicht dürften dabei vor allem Stützle, Seider, Draisaitl und Niederreiter im Fokus stehen. Hischier und Peterka haben ihre jüngsten Meilensteine bereits erreicht – und damit einen gelungenen Auftakt in die neue NHL-Saison zusätzlich veredelt.

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