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Finnen treiben Hurricanes an

Sebastian Aho und Teuvo Teravainen sind beide noch jung, aber entscheidend für die ansteigende Form der Carolina Hurricanes

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Die Carolina Hurricanes haben ein hartes Jahrzehnt hinter sich. Nach ihrem Stanley Cup Titel in der Saison 2005-06, konnten sie sich nur ein einziges Mal für die Playoffs qualifizieren, als sie 2008-09 im Conference Finale gegen die Pittsburgh Penguins scheiterten. Auch diese Saison schien es, als könnten die Hurricanes wohl kaum im Rennen auf die begehrten Playoffplätze mitreden. Mit drei Siegen aus den ersten 13 Spielen, hatten sie sich sicherlich einen anderen Start in die Saison erhofft. Seitdem holten sie in 27 Spielen 37 von 54 möglichen Punkten. Sie konnten sich bis auf Tabellenplatz 10 in der Western Conference vorarbeiten.

Zwei der Spieler, die maßgeblich dafür verantwortlich sind, zeigten ihren Wert im Spiel gegen die Boston Bruins erneut. Beim Stand von 3-3 sorgte wieder einmal das finnische Duo, bestehend aus Sebastian Aho (19) und Teuvo Teravainen (22), für die Entscheidung. Die beiden entschieden erstmals am 12. November ein Spiel für die Hurricanes, als Aho beim 5-1 Sieg gegen die Washington Capitals drei Punkte machte (zwei Tore, ein Assist) und Teuvo Teravainen vier (ein Tor, drei Assists). Seitdem tragen die beiden immer wieder entscheidend zum Erfolg ihres Teams bei.

Rookie Aho konnte in seiner ersten NHL Saison bisher zehn Tore und 13 Assists erzielen. Damit liegt er unter allen Rookies der Liga auf Rang fünf nach Toren und Platz sieben nach Punkten. In seinem Team liegt er nach Toren und Punkten auf Platz drei, direkt gefolgt von Teuvo Teravainen mit neun Toren und zwölf Assists. Die beiden scheinen sich auf dem Eis blind zu verstehen.

Nach dem jüngsten Sieg sagte Teravainen über das Zusammenspiel der beiden: "Wir denken das Spiel auf die gleiche Art und wir versuchen schnell zu spielen und einen harten Forecheck zu spielen."

"Sebastian Ahos fortschritte sind beeindruckend, wie er den Puck hält, Spielzüge einleitet, selbst den Abschluss sucht," sagte Trainer Bill Peters. "Es wäre schön, wenn er etwas eigennütziger spielen würde und mehr Zug zum Tor entwickeln würde, aber er ist erst 19 und ist in seiner Entwicklung genau wo er sein soll."

Video: BOS@CAR: Aho zum sieg mit einem harten Snapshot

Teravainen ist bereits seit 2013 in der Liga, kam in seinen ersten beiden Saisons bei den Chicago Blackhawks aber nur auf 37 Einsätze. Letzte Saison spielte er mit 78 Spielen dann seine erste volle Saison, in der er mit 35 Punkten auch schon zeigte, dass er mehr offensives Potential hat, als er bis zu diese, Zeitpunkt zeigen konnte. Im Juni 2016 wurde er dann an die Hurricanes abgegeben, wo er derzeit seine wohl beste Saison zeigt.

Die beiden werden von ihrem Center Jordan Staal unterstützt, der gemeinsam mit ihnen die beste Reihe der Canes bildet, von der auch Trainer Bill Peters begeistert ist. "Das ist eine starke Reihe", schwärmte er im November. "Die haben so ein Spielverständnis. In der Mitte haben wir einen Veteranen, der viele Bullys gewinnt, also sind wir in Puckbesitz. Teravainen und scheint gut dazu zu passen und sich wohl zu fühlen und jetzt wo Aho getroffen hat, wird er denke ich einen gewaltigen Schritt machen."  

Carolina fehlen noch fünf Punkte, um einen der begehrten Wild Card Plätze zu erobern, allerdings haben die Philadelphia Flyers, die diesen Platz halten, auch schon zwei Spiele mehr. Mit einer Reihe aus Staal, Teravainen und Aho in dieser Form, können die Fans der Hurricanes wieder hoffen und ihr Team womöglich zum ersten Mal seit acht Jahren wieder in einer Playoffserie bejubeln.

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