Diaz muss fast tatenlos zuschauen: Die New York Rangers qualifizierten sich 20 Jahre nach ihrem Stanley Cup Sieg 1994 wieder für ein Stanley Cup Finale. In ihren Diensten stand in diesem Moment der Schweizer Verteidiger Raphael Diaz, der erst im März 2014 von den Canucks gekommen war. In den Playoffs hatte Diaz zuvor nur drei Einsätze und durfte trotzdem im ersten Spiel des Finales gegen die Los Angeles Kings (2:3 n. V.) mitwirken. Es blieb aber sein einziger Auftritt und er musste von der Tribüne aus mit ansehen, wie seine Rangers in fünf Spielen unterlegen waren.
Cup kommt nach Deutschland: Bei den Pittsburgh Penguins lief es zu Beginn der Saison 2015/16 nicht gut. Es folgte im Dezember ein Trainerwechsel und mit Mike Sullivan, dem neuen Mann hinter der Bande, wurden im Januar ein paar Talente aus dem Farmteam hochgezogen, darunter der Stürmer Tom Kühnhackl, der schon seit 2010 sein Glück in Nordamerika versuchte. In 42 Spielen verzeichnete der Sohn der deutschen Eishockeylegende Erich Kühnhackl fünf Tore und zehn Assists und ließ in den Playoffs in 24 Spielen weitere zwei Tore und drei Assists folgen. Im Finale gewann er mit den Penguins gegen die San Jose Sharks in sechs Spielen als dritter Deutscher den Stanley Cup und brachte im August des Jahres als Erster den Heiligen Gral des Eishockeys nach Deutschland, wo er in seiner Heimatstadt Landshut ausgiebig bestaunt wurde.
Wiederholungstäter und Schweizer Finale: Auch im Jahr 2017 standen die Penguins im Stanley Cup Finale. Gegner waren die Nashville Predators. Dabei waren gleich vier deutschsprachige Spieler vertreten. Der Schweizer Verteidiger Mark Streit wurde erst zur Trade Deadline von den Philadelphia Flyers nach Pittsburgh transferiert. Ein Glücksfall für Streit, denn so konnte er zusammen mit Kühnhackl im Team seinen Traum endlich verwirklichen, obwohl beide im Finale als überzählige Spieler nicht zum Einsatz kamen. Beim Gegner standen mit Roman Josi und Yannick Weber zwei weitere Schweizer im Team. Pikant war, dass alle drei Schweizer Akteure gut miteinander befreundet sind und sich im Sommer stets gemeinsam auf die neue Saison vorbereiteten. Mit Stürmer Kevin Fiala hatte Nashville einen weiteren Schweizer unter Vertrag. Er hatte sich jedoch zuvor in den Playoffs das Wadenbein gebrochen. Pittsburgh konnte in sechs Spielen seinen Titel verteidigen. Streit wurde zum ersten Schweizer Feldspieler, der triumphierte und Kühnhackl, der erste Deutsche, der seinen Namen zweimal auf dem Stanley Cup vorfindet.