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Bishop sieht sich unter den NHL-Superstars

Der Torwart der Dallas Stars hat, nach der besten Saison seiner Karriere, die Augen auf den Stanley Cup gerichtet

von NHL.com/de @NHLde

NHL.com/de hat sich im Rahmen der European und North American Player Media Tours mit einigen der besten Spieler aus der NHL zu längeren Gesprächen getroffen. Mit diesen Exklusivinterviews werden wir euch im September auf die bevorstehende Saison 2019/20 einstimmen.

In dieser Ausgabe Ben Bishop von den Dallas Stars.

Was waren die Höhepunkte deiner Sommerpause?
Einfach entspannen und Zeit mit der Familie verbringen. Nichts Verrücktes.

Hat sich das in den vergangenen Jahren verändert?
Seit diesem Jahr haben wir ein Kind. Ein Kind zu haben verändert definitiv einiges, du machst nicht mehr so viel Urlaub. Du verbringst mehr Zeit daheim mit der Familie. Das ist die große Veränderung der vergangenen Jahre.

Was ändert sich mit einem Kind für einen Eishockeyspieler?
Es hat seine Licht und Schattenseiten. Viele Dinge sind toll und dann gibt es offensichtlich auch Dinge, die du gerne hättest, aber ich denke jeder der ein Kind hat, könnte das sagen. Es gibt viele Vor- und Nachteile.

Video: Top 10 Saves aus 2018/19: Ben Bishop

Siehst du dich nach der vergangenen Saison selbst als NHL-Superstar?
Das würde ich gerne. Ich denke, dass ich, seit ich ein Nummer-Eins-Goalie bin, eine ziemlich gute Karriere hatte. Darauf will ich aufbauen. Wenn man den ultimativen Preis - den Stanley Cup - gewinnt, dann untermauert das die These natürlich. Ich hoffe, dass es einfach ein darauf hinarbeiten ist und ich habe das Gefühl, dass die vergangenen sechs Jahre ganz gut waren.

Du hast, mit einem Gegentorschnitt von 1,98 und einer Fangquote von 93,4 Prozent, eine Karrierebestleistung abgerufen. Hast du lange darauf hingearbeitet oder ist das erst der Anfang?
In den vergangenen sechs Jahren gab es einige sehr gute Jahre. Natürlich war das vergangene Jahr, mit diesen Statistiken, herausragend. Da will man hinkommen. Ich glaube nicht, dass ich jetzt hier sitzen sollte und das Ziel "unter 2,0" ausgeben sollte, schon ein paar Spiele hier und da mit mehr Gegentoren verhindern das. Man muss unterwegs Rückschläge hinnehmen, aber man will zu der Elite gehören. Das ist das Leistungsniveau, das man erreichen will. Man will zu den Besten der Liga in dieser Kategorie gehören. Das ist etwas, das man versucht, aber das große Ziel sind die Siege, von denen man so viele wie möglich holen will. Wenn man Spiele gewinnt, kommen die anderen Statistiken meist von alleine.

 

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Die Offensiven der Liga haben in der vergangenen Saison die meisten Tore pro Team seit 2005/06 geschossen, aber du lieferst die besten Statistiken deiner Karriere ab. Irgendwas passt doch da nicht.
Ich habe mich gut gefühlt aber je älter ich werde, desto besser wird es. Ich habe gestern mit Tim Thomas gesprochen. Er war bis zum Alter von 32 Jahren nicht mal Starter. Ich habe mir dann gedacht, ich bin 32. Irgendwie war ich gleich davon begeistert: Man kann noch fünf unglaubliche Jahre vor sich haben und wenn ich das schaffe, dann wäre es fantastisch. Er hat noch acht Jahre gespielt. Ich fühle mich wirklich gut im Moment und hoffe, dass ich gerade meinen Höhepunkt erreiche und mit dem Alter versteht man das Spiel dann immer besser. Man muss da draußen einfach Spaß haben und genießen, was man tut, das macht es leichter, die Hausaufgaben zu erledigen, Videos zu analysieren und besser zu werden.

Wie wichtig war es für dich persönlich und für das Team eine Playoff-Serie zu gewinnen?
Es war wichtig. Es war erst mein zweites Jahr hier und einige Mitspieler waren bereits länger dabei. Die Serie zu gewinnen und in der zweiten Runde in Spiel 7 zu kommen, da war es einfach großartig von der Erfahrung dieser Spieler zu lernen. Ich denke, dass sie verstehen, wie außergewöhnlich dieser Moment ist. Personen ohne Bezug zum Spiel merken, dass die reguläre Saison etwas monoton wird und uns geht es genauso. Man spielt ein Match hier und eines dort und wenn dann jede einzelne Partie so wichtig wird, man Tag und Nacht als Team verbringt. Bei Auswärtsspielen in der regulären Saison gehen manche Spieler alleine Essen und machen ihr eigenes Ding. In den Playoffs sitzen normalerweise alle beim Team-Dinner zusammen und schauen dann gemeinsam Playoff-Spiele. Es ist eine Erfahrung, die zusammenschweißt. Das gibt es in der regulären Saison nicht wirklich. Jeder der das in den Playoffs erlebt hat, ist motiviert, wieder dahin zu kommen und dieses Gefühl wieder zu erleben. Wir konnten glücklicherweise die meisten Spieler halten, das sollte uns voranbringen.

Video: DAL@STL, Sp7: Bishop kickt Edmundsons Schuss raus

Was sind die Erwartungen für dich und für das Team diese Spielzeit, basierend auf dem Ende der Vorsaison?
Die gleichen Erwartungen wie jedes Jahr: gewinne das erste Spiel. Das ist eigentlich das einzige, was ich mir selbst auferlege und ab dann schauen wir weiter. Man darf nicht zu weit nach vorne schauen, denn es gibt viel, was passieren kann. Ich will immer möglichst kurz vorausschauen und darum ist das Ziel ein Erfolg im ersten Match.

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