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Karlsson erwartet mehr von sich und Vegas

Golden Knights-Stürmer ist sich sicher, dass er und sein Team stärker zurückkommen können

von NHL.com/de @NHLde

NHL.com/de hat sich im Rahmen der European und North American Player Media Tours mit einigen der besten Spieler aus der NHL zu längeren Gesprächen getroffen. Mit diesen Exklusivinterviews werden wir euch im September auf die bevorstehende Saison 2019/20 einstimmen.

In dieser Ausgabe William Karlsson von den Vegas Golden Knights.

Führe mich durch dieses verrückte Spiel 7 und die Momente danach...

Wir waren 3:0 in Führung und hatten eigentlich alles unter Kontrolle. Dann, ungefähr ein halbes Drittel vor Spielende, gab es die große Strafe gegen Cody Eakin. Er bekam die fünf Minuten und das war natürlich hart, aber einer der Hauptgründe dafür, dass sie zurückkamen, war ihr schnelles Tor. Sie haben sofort getroffen und sich das Momentum geholt und das Publikum angeheizt. Nicht viel später haben sie zum zweiten Mal getroffen und ich erinnere mich noch daran, dass ich beim Stand von 3:2 einen Angriff zwei auf eins hatte und die Chance zum 4:2 und die habe ich liegen lassen, da denke ich manchmal, ich hätte dieses Momentum zerstören können. Das tut mir persönlich weh. Wie bekannt ist, haben sie noch zwei Mal getroffen, waren in Führung, aber dann haben wir wieder ausgeglichen. Es stand 4:4 und wir hatten den Schwung wieder auf unserer Seite und dann kam die Verlängerung...

Video: VGK@SJS, Sp7: Sharks mit vier Treffern spät im 3.

Das passiert manchmal, das ist Eishockey. War es schwierig darüber hinwegzukommen, oder hakt man das so schnell wie möglich ab?

Man ist natürlich frustriert, aber man kann es nicht ändern. Es ist eben passiert. Man muss einfach versuchen, in die Zukunft zu schauen. Es ist egal, wie man sich dabei fühlt, weil das nichts ändert. Man hat das Spiel verloren. Wir hätten die Unterzahl besser überstehen können. Ich versuche nicht daran zu denken, einfach nach vorne zu schauen und daraus zu lernen, das ist wahrscheinlich das Beste für uns.

Was nimmt man aus dieser Erfahrung mit? Hilft es sich daran zu erinnern, dass zwischen Sieg und Niederlage nur ein schmaler Grat liegt?

Auf jeden Fall, das ist auch das Schöne am Sport, das so etwas ein komplettes Spiel verändern kann. Dieses Mal waren wir auf der falschen Seite. Es braucht nicht viel, um ein Spiel auf den Kopf zu stellen und das Momentum zu ändern.

Wie hast du diesen Sommer verbracht?

Ich fühle mich gerade großartig. Ich hatte einen super Sommer. Ich war die meiste Zeit über hier (in Schweden). Im Juni war ich für drei oder vier Wochen in Vegas. Wir hatten ein tolles Softball-Spiel für wohltätige Zwecke mit den Oakland Raiders aus der NFL. Das war für mich ein echt cooler Event. Es war auch schön hier Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Ich war eine Woche in Italien und habe mich da entspannt, das war genial. Ansonsten habe ich einfach trainiert und mich auf die kommende Saison vorbereitet.

 

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Wann geht für dich der Hockey-Modus los?

Ich mache bis Ende Juli Trockentraining, im August kommt dann das Eis. Dann spürt man die Saison näherrücken und wird langsam bereit. Die Aufregung kommt, man will zurück und die Mitspieler wieder sehen, man will nach Vegas und den Ball wieder ins Rollen bringen.

Mit deinem neuen Vertrag bist du eine feste Größe in Vegas. Wie gut tut es, dieses Thema abgehakt zu haben?

Das ist ein unglaubliches Gefühl. Darauf habe ich nach der ersten Saison in Vegas gewartet. Ich freue mich total über diesen Vertrag, der über längere Zeit läuft. Das Thema ist aus dem Weg, jetzt kann ich mich komplett auf Eishockey konzentrieren.

Wird Vegas für dich jetzt zur Heimat?

Absolut. Ich sehe mich als Einheimischer in der Gemeinschaft von Las Vegas und so soll das auch in Zukunft bleiben. Vegas ist für mich definitiv eine zweite Heimat. 

Video: VGK@NYI: Karlsson überwindet Lehner zum Ausgleich 

Wie lief für dich nach deinen 43 Toren vorletzte Saison das vergangene Jahr?

Die abgelaufene Saison war für mich etwas enttäuschend. Ich denke, ich hätte besser sein können. Die Saison war für mich ein bisschen eine Achterbahnfahrt und es gab ein paar harte Momente, die mir nicht in die Karten gespielt haben. Ich hoffe einfach wieder zu meiner Konstanz zu finden, die ich im ersten Jahr in Vegas hatte und wieder mehr zur Offensive beizutragen.

Hast du dich unter Druck gefühlt, deine Ausbeute aus der vorherigen Saison zu wiederholen?

Es wäre eine Lüge zu behaupten, dass es nicht mehr Druck gab, als im ersten Jahr. Im ersten Jahr gab es keinen wirklichen Druck, da ging es nur nach mir. Die Gegner haben meine Aktionen nicht erwartet, keiner hat das erwartet, nicht mal ich selbst. Ich hätte nicht gedacht, dass ich 43 Tore schaffen würde, deshalb habe ich mir jetzt natürlich selbst Druck gemacht und habe auch von anderen Druck gespürt. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich das nicht gespürt habe. Aber so ist das eben.

Du hast das Wort Konstanz erwähnt. Du bist einer der weniger verletzungsanfälligen Spieler der Liga. Woran liegt das deiner Meinung nach? Wie schaffst du es gesund zu bleiben?

Ich denke, da hatte ich einfach Glück. Ich hatte ein paar kleinere Probleme, aber nichts Großes und ich konnte immer weiterspielen. Es liegt auch an meinem Stil, ich gehe nicht Kopf voraus blind zur Bande. Ich versuche mehr mit dem Stock zu arbeiten und nicht immer meinen Körper reinzuwerfen, ich versuche überlegt an die Situationen zu gehen. Ich hatte sicherlich auch Glück. Ich weiß nicht, ob es da ein Geheimnis gibt. Ich denke, es ist einfach meine Spielweise und das nötige Glück.

Die meisten Leute würden sagen, dass die Golden Knights unter den Kandidaten für den Cup sind. Wie siehst du das Team und was sind deine Erwartungen für die Saison?

Wir haben ein großartiges Team und wir sollten zu den Favoriten gehören. Wir haben ein paar Spieler verloren, aber größtenteils ist das Team unverändert. Wir haben die nötige Offensive, die Abwehr und einen unglaublichen Torwart. Das ist alles was man braucht, um weit zu kommen.

Der Cup oder nichts? Sollte man so denken?

Ich glaube wir müssen diese Mentalität haben. Ich kann nicht die zweite, oder dritte Runde erreichen und denken: "Schön, dass wir so weit gekommen sind". So landet dein Name nicht auf dem Cup. Ich glaube so denkt jeder in unserem Team und wir denken alle, dass wir ein starkes Team haben. Aber man hat immer unterschiedliche Zwischenziele. Man fängt mit den Playoffs an und wenn das erreicht ist, nimmt man den Cup ins Visier.

Video: DAL@VGK: Karlsson durch die Beine von Bishop

Der Cup oder nichts? Sollte man so denken?

Ich glaube wir müssen diese Mentalität haben. Ich kann nicht die zweite, oder dritte Runde erreichen und denken: "Schön, dass wir so weit gekommen sind". So landet dein Name nicht auf dem Cup. Ich glaube so denkt jeder in unserem Team und wir denken alle, dass wir ein starkes Team haben. Aber man hat immer unterschiedliche Zwischenziele. Man fängt mit den Playoffs an und wenn das erreicht ist, nimmt man den Cup ins Visier.

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