Und tatsächlich war es der Torhüter der Rangers der sein Team lange Zeit über noch im Spiel hielt. Am Ende war es dann Karlsson der den entscheidenden Unterschied auf die Anzeigetafel brachte.
In letztendlich fast dreißig Minuten an Eiszeit gelang ihm der spielentscheidende Treffer. Und damit ist letztendlich dann nicht Lundqvist, sondern eben Karlsson der Mann des Abends in Ottawa gewesen. Mit seinem ersten spielentscheidenden Tor in den NHL-Playoffs krönte er auch gleichzeitig seine bereits in der Runde zuvor gegen die Boston Bruins stets überzeugenden Auftritte für sein Team. Sechs Assists konnte Karlsson hierbei schon ansammeln. Zu einem Treffer langte es bis gestern jedoch noch nicht.
Und auch seine Hauptrunde war ja schon mehr als ordentlich. 71 Zähler sammelte der 26-Jährige dabei an, bestätigte seine Ambitionen als einer der Top-Verteidiger der Liga.
Sein Trainer jedenfalls war am Abend einmal mehr voll des Lobes über seinen Mannschaftskapitän: "Er war zuletzt so konstant, dass man diese Leistungen beinahe schon von ihm erwartet. Das ist Vor- und Nachteil seiner Qualitäten zugleich. Man kann ihm dafür einfach nur den notwendigen Respekt zollen. Was er hier anbietet ist schlicht toll. Er ist ein außergewöhnlicher Sportler. Unglaublich! Er hat sich unheimlich gut entwickelt, ist inzwischen nicht nur talentiert, sondern ein echter Gewinnertyp. Er macht den Unterschied aus auf dem Eis."
Und es war den Senators tatsächlich auch sofort anzumerken wie froh sie darüber waren als sie Lundqvist dann vorentscheidend bezwungen hatten. Zuvor hatte der Schwede die diversen Möglichkeiten der Gastgeber reihenweise zunichte gemacht, sie auch im Powerplay häufig recht alt aussehen lassen. Alleine neun Torschüsse gaben die Hausherren in numerischer Überzahl schon im ersten Drittel auf das Gehäuse der Gäste ab. Insgesamt waren es deren 21. Bezwingen konnten sie den gegnerischen Goalie damit jedoch nicht.
Die Rangers gingen sogar in Führung. Eine psychologisch kalte Dusche für die Hausherren. McDonagh ließ die New Yorker urplötzlich jubeln. Der 33. Torschuss der Gastgeber egalisierte den Spielstand dann wieder. Ryan Dzingel war dabei per Rebound erfolgreich.
"Toll, dass ich dann auch noch den Siegtreffer für uns erzielen konnte" gab sich Karlsson nach dem Spiel dann auch selbst sehr erleichtert. "Und da wir in der Offensive so unermüdlich waren, das Tor des Gegners so häufig ins Visier genommen haben, ist unser Sieg am Ende sicherlich auch nicht unverdient. Wir hatte es uns heute ganz einfach verdient."
"So einen Gegentreffer kassiert man halt manchmal einfach. Er trifft mich unglücklich und geht rein" versuchte Lundqvist das Geschehen hinterher zu relativieren.