Top-10-Spielzüge der Penguins … bis jetzt

In der Stanley Cup Qualifikationsrunde greifen 24 Mannschaften ins Geschehen ein. NHL.com/de hat ihre Stärken analysiert und den X-Faktor der einzelnen Teams herausgepickt. In dieser Ausgabe: Pittsburgh Penguins.

Die Pittsburgh Penguins verfügen über viel Potenzial und haben alle Trümpfe in der Hand, auch zum Saisonabschluss 2019/20 lange im Rennen zu bleiben. Durch die Bilanz von 40-23-6 (0,623 Punktequote) bis zur Saisonunterbrechung am 12. März aufgrund der Bedenken wegen des Coronavirus reichte es für sie allerdings lediglich zum 5. Platz in der Eastern Conference. Das bedeutet, dass die Penguins bei Wiederaufnahme des Spielbetriebs über die Stanley Cup Qualifikationsrunde um ihren Einzug in die erste Runde der Stanley Cup Playoffs kämpfen müssen. In einer der Best-of-Five-Serien werden sie gegen die Montreal Canadiens antreten.

Obwohl in so einer kurzen Serie alles passieren kann, zumal jedes Team bei null anfängt, gelten die Penguins zurecht als Favorit. Die Trainer der Teams werden besonders gefordert sein, ihre Spieler rechtzeitig fit zu bekommen und perfekt einzustellen. Davon wird vieles abhängen.

Doch besonders unter solchen Umständen ist ein Faktor imminent wichtig: Keiner der Spieler war jemals in dieser Situation, die reguläre Saison ohne weiteres Training Mitte März, kurz vor den eigentlichen Playoffs abrupt abzubrechen, erst drei Monate später wieder mit reduziertem Mannschaftstraining zu beginnen und nach knapp drei Wochen Trainingscamp weitere gut zwei Monate später, relativ kalt in den Spielbetrieb 'Alles oder Nichts' einzusteigen. Trotzdem wird die Erfahrung, Situationen in den Playoffs und den damit verbundenen KO-Spielen zu meistern, ein wesentlicher Baustein zum Erfolg sein.

Und an Erfahrung hat Pittsburgh reichlich zu bieten. Aus den Kadern, die für die Penguins in den Jahren 2016 und 2017 den Stanley Cup gewannen, stehen heute noch elf Spieler zur Verfügung. Die Stürmer Sidney Crosby und Evgeni Malkin sowie Verteidiger Kris Letang waren sogar schon beim Cupgewinn 2009 mit dabei gewesen. Diese Summe an Erfahrung erleichtert Trainer Mike Sullivan und seinen Mitarbeiter die Aufgabe, davon ist er selbst überzeugt.

PIT@NJD: Malkin erobert den Puck und trifft

"Ich denke diese Jungs haben in ihren Karrieren schon so viel durchgemacht und deshalb haben sie den Vorteil der Perspektive", sagte Sullivan kürzlich. "Deshalb denke ich, dass es ihnen in unsicheren Zeiten wie diesen hilft. Ich weiß aus den Gesprächen, die ich mit unseren Jungs und insbesondere mit unserer Führungsgruppe führte, dass diese Jungs das, was vor uns liegt, als eine große Chance betrachten."

"Und so versuchen sie, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um sich vorzubereiten und sich auf diese Gelegenheit vorzubereiten, denn sie wissen auch, wie schwer es ist, zu gewinnen, und dass wir uns das jeden Tag aufs Neue verdienen müssen. Diese Führung, diese Erfahrung ist für mich in dieser Zeit unschätzbar wertvoll".

Es gehört nicht viel Vorstellungskraft dazu, um zu erkennen, dass Sullivan insbesondere Kapitän Crosby und den einstigen Conn Smythe Trophy Gewinner als wertvollster Spieler der Playoffs Malkin sowie Letang im Mittelpunkt seiner Farben sieht.

"Es geht um viel", sagte Sullivan. "Diese Jungs sind stolze Jungs. Ich kann wohl nur davon reden, was ich von unseren Spielern in Pittsburgh halte, aber in meinen Gesprächen mit vielen unserer Spieler weiß ich, dass sie begeistert sind, zu spielen, und ich weiß, wie groß die Chance ist, die sie vor sich sehen. Jetzt müssen wir natürlich hinausgehen und sie uns verdienen, aber ich denke, dass dieser Elan und diese Motivation, einen Stanley Cup zu gewinnen, die Spieler zu einem schnellen Anpassungsprozess zwingen wird."

OTT@PIT: Crosby erzielt 800. Assist bei Zuckers Tor

Dieser wird von Nöten sein, denn viel Zeit bleibt schließlich nicht, um in Form zu kommen. Während normalerweise eingespielte Mannschaften in den Playoffs gegeneinander antreten, müssen sie jetzt von null auf hundert Prozent und mehr hochschalten. Ohne oder wenn überhaupt mit wenig Vorbereitungsspielen in eine solche Situation einzusteigen, wird eine riesengroße Herausforderung für alle werden.

"Was die Vorbereitung betrifft, würde ich sagen, es ist ähnlich wie bei normalen [Playoffs]", verdeutlichte Pittsburghs Torwart Matt Murray. "Die Tatsache, dass wir so lange Zeit nicht gespielt haben, lässt es einen vielleicht ein bisschen mehr wie ein Turnier anfühlen. Ich glaube, es ist wieder einmal das Beste, was wir in dieser Situation tun können. Ich persönlich und unser Team freuen uns sehr auf die neue Herausforderung."

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Die Penguins wollen also mit Spaß die große Aufgabe angehen und mit ihrem großen Erfahrungsschatz, den Unterschied in einer umkämpften Liga ausmachen.

"Diese Liga ist sehr ausgeglichen", meinte Sullivan. "Es ist ein schmaler Grat zwischen Sieg und Niederlage. Der Unterschied zwischen den Top-Fünf-Teams und den Mannschaften im mittleren Bereich ist nicht so groß. Das ist die Liga-Realität heutzutage. Jeder Abend ist ein erbitterter Kampf, unabhängig davon, wer der Gegner ist. Und das ist es, was wir erwarten."