Pittsburgh Penguins: Wer wird glänzen?

Vor der Stanley Cup Qualifikationsrunde fühlt NHL.com/de den 24 Teilnehmern auf den Zahn und wirft jeweils fünf wichtige Fragen auf, mit denen sich die Teams auseinandersetzen müssen. In dieser Ausgabe: Pittsburgh Penguins.

Die Pittsburgh Penguins verbuchten in der regulären Saison zum siebten Mal in Serie und zum 13. Mal seit der Saison 2005/06 (Rekord gemeinsam mit den San Jose Sharks) mindestens 40 Siege, doch ihre Bilanz von 40-23-6 (0,623 Punktequote) reichte in der Eastern Conference lediglich zum 5. Platz, so dass sie über die Stanley Cup Qualifikation eine Ehrenrunde drehen müssen. In einer der acht angesetzten Best-of-Five-Serien treffen sie auf die an Nummer 12 gesetzten Montreal Canadiens (31-31-9, 0,500) und benötigen drei Siege, um in die erste Runde der Stanley Cup Playoffs einzuziehen.

Hier sind die fünf Schlüsselfragen für die Penguins:

1. Wer wird der Starter im Tor?

Matt Murray macht sich keine Gedanken darüber, dass er den Job als Nummer 1 von Pittsburgh in der anstehenden Qualifikationsrunde verlieren könnte. Während der regulären Saison hatte er sich mit Kollege Tristan Jarry abgewechselt und sein Konkurrent hatte die durchaus besseren Werte vorzuweisen. Murray kam in dieser Saison auf eine Bilanz von 20-11-5 mit einer Fangquote von 89,9 Prozent - die schlechteste seiner Karriere. Sein Gegentorschnitt lag bei 2,87 pro Spiel.

Vom 4. Dezember bis 26. Februar erhielt Jarry in 23 von 35 Spielen den Vorzug und überzeugte insgesamt mit einer Fangquote von 92,1 Prozent, einem Gegentorschnitt von 2,43 und drei Shutouts. Er verlor allerdings seine letzten vier Starts vor der Saisonunterbrechung, während Murray in fünf der letzten sieben Spiele startete und drei gewann.

"Man konnte sehen, dass Matt in der zweiten Saisonhälfte konstanter spielte", sagte Trainer Mike Sullivan und deutete bereits Mitte Juni an, dass er wohl Murray den Vorzug geben werde. Ob es dabei bleibt?

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2. Wird Jason Zucker zur gewünschten Verstärkung?

Der Beginn war vielversprechend: Zucker erzielte zwölf Punkte (sechs Tore, sechs Assists) in 15 Spielen für die Penguins, nachdem er zur NHL Trade Deadline von den Minnesota Wild verpflichtet wurde. Die mögliche Rückkehr von Jake Guentzel nach seiner Schulter-Operation am 31. Dezember könnte dazu führen, dass der Neuzugang von der ersten in die zweite Reihe zu Evgeni Malkin und Bryan Rust rutscht. Zucker weist in seiner Karriere acht Punkte (vier Tore, vier Assists) und einen +/-Wert von -9 in 31 Playoff-Spielen mit den Wild vor. Nachdem er mit 33 Toren in 2017/18 die beste reguläre Saison seiner Karriere absolviert hatte, enttäuschte Zucker allerdings in den folgenden Playoffs, in denen ihm kein Punkt gelang. Man darf gespannt sein, wie Zucker auftreten wird.

3. Kann Crosby auch in dieser Situation sein Team zum Erfolg führen?

Crosby ist einer der besten Eishockeyspieler der Welt. Daran wird wohl kaum einer ernsthaft zweifeln. Sein Anteil an den drei Stanley-Cup-Siegen in den Jahren 2009, 2016 und 2017 wird allgemein als sehr hoch eingeschätzt. Seine unaufgeregten Führungsqualitäten, aber auch wie er mit Leistung und Einsatzwillen voranschreitet, wird von seinen Mitspielern an ihm geschätzt. Der Kanadier könnte der siebte Spieler in der NHL-Geschichte werden, der als Kapitän mit einem Team mindestens vier Mal den Stanley Cup gewinnen konnte. Jean Beliveau gewann mit dem 'C' der Canadiens fünf Mal. George Armstrong (Toronto Maple Leafs), Maurice Richard (Canadiens), Yvan Cournoyer (Canadiens), Denis Potvin (New York Islanders) und Wayne Gretzky (Edmonton Oilers) jeweils vier Mal. Crosby könnte in einen elitären Kreis aufsteigen und das unter besonderen Umständen, die keiner der Genannten durchgemacht hatte.

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4. Welche Penguins werden wir zu sehen bekommen?

Die Penguins waren mit zehn Siegen und zwei Niederlagen im Dezember das beste Team der NHL und sie übernahmen am 18. Februar mit einer Bilanz von 23-10-2 den ersten Platz in der Metropolitan Division, nachdem sie am 4. Dezember noch 13 Punkte hinter den führenden Washington Capitals gelegen waren. Doch vom 20. bis 29. Februar verloren sie erstmals seit 2012 wieder sechs Spiele am Stück und konnten in nur acht Tore erzielen, kassierten aber im Gegenzug deren 24. Diese Schwächephase kostete Pittsburgh die direkte Qualifikation zu den Stanley Cup Playoffs als eine der vier besten Mannschaften in der Eastern Conference. Es bleibt die Frage, welches ihrer Gesichter, die Penguins zeigen werden.

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5. Kommt Guentzel nach seiner Pause in Form und was hängt davon ab?

Die Schulterverletzung von Guentzel am 30. Dezember war für die Penguins ein Schock. Es drohte ihm das Saison-Aus. Durch die Fortsetzung des Spielbetriebs im August besteht die Möglichkeit, dass der Stürmer, der in der regulären Saison 20 Tore und 43 Punkte in 39 Spielen erzielte, wieder eingreifen kann. Doch wie wirkt sich die siebenmonatige Spielpause auf seine Leistung aus? Von seiner möglichen Rückkehr hängt vieles im Angriff der Penguins ab. Er könnte wie gewohnt in die erste Reihe neben Crosby rücken. Wenn sich dann noch Conor Sheary dazugesellt, der zur NHL Trade Deadline von den Buffalo Sabres nach Pittsburgh zurückkehrte, dann läuft wieder die Konstellation aufs Eis, die großen Anteil an den Cupsiegen 2016 und 2017 hatte. Zucker würde in die zweite Reihe rücken und der ohnehin starke Sturm würde weiter an Tiefe gewinnen. Die Ausfälle von Dominik Simon (Schulter) und Nick Bjugstad (Wirbelsäule) könnten dann besser kompensiert werden.

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