Detroit Red Wings v Florida Panthers

Moritz Seider ist ein echtes Arbeitstier. Der Verteidiger der Detroit Red Wings ist einer von nur sechs Verteidigern, die im Schnitt mehr als 26 Minuten pro Spiel auf dem Eis stehen. In zwei der vergangenen fünf Partien überschritt er sogar die 30-Minuten-Marke. Obendrein führt der Deutsche die Liga bei den geblockten Schüssen (47) an.

„Wir alle wollen auf dem Eis stehen“, sagt Seider. „Man muss aber in der bestmöglichen Verfassung sein, um der Mannschaft helfen zu können. Wenn man müde ist, sollte man nicht aufs Eis gehen. Ich habe genug getan, um mich in eine gute Ausgangslage zu bringen und jederzeit bereit zu sein, wenn ich gebraucht werde.“

Viel Schlaf, harte Saisonvorbereitung

Eine Grundvoraussetzung, um so viele Minuten auf dem Eis zu funktionieren, ist ein gesunder Lebensstil mit viel Regeneration. „Man versucht, so viel wie möglich zu schlafen und einen längeren Mittagsschlaf zu machen. Ansonsten arbeitet man in der Saisonpause sehr hart, um für genau solche Situationen gerüstet zu sein“, erklärt Seider.

Seider spürt, wie sehr dies seinem Spiel zugutekommt: „Ich habe das Gefühl, dass mein Spiel dann effizienter wird, weil man nicht zu viel über seine Aktionen nachdenkt. Man geht einfach aufs Eis und spielt. Es bleibt keine Zeit, über den vorherigen Spielzug nachzudenken. Vieles geschieht instinktiver, und das ist normalerweise etwas Gutes.“

Schau dir Moritz Seiders schönste Tore der regulären Saison an

Je mehr Eiszeit, desto besser für Seider

Seider ist offenbar kein Akteur, dem die hohe Spielbelastung zu schaffen macht. Im Gegenteil: Trainer Todd McLellan hat das Gefühl, dass der Abwehrspieler mit steigender Belastung sogar besser wird. „Es überrascht mich überhaupt nicht, dass er so viele Minuten absolvieren kann. Wir haben schon ausführlich über seinen außergewöhnlichen Motor und seine Ausdauer gesprochen. Ich glaube, dass er diese Belastung braucht“, erklärte er. 

„Wenn wir seine Eiszeit auf 20 Minuten pro Spiel reduzieren würden, weiß ich nicht, ob wir noch denselben Spieler sehen würden. Er findet während des Spiels seinen Rhythmus. Wenn er diesen über die gesamte Partie aufrechterhalten kann, spielt er meiner Meinung nach besser“, so der Trainer. 

Comeback von Kasper rückt näher

Während Seider kaum zu stoppen ist, war sein Mannschaftskamerad Marco Kasper zu einer Pause gezwungen. Der Österreicher zog sich Anfang Oktober eine Oberkörperverletzung zu. Mittlerweile befindet sich Kasper allerdings wieder voll im Training. 

McLellan erwartet, dass Kasper bei den nächsten Auswärtsspielen gegen die Colorado Avalanche (7. November), die St. Louis Blues (10. November), den Florida Panthers (12. November) und Tampa Bay Lightning (14. November) wieder zum Einsatz kommen wird.

Verwandte Inhalte