Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Los Angeles Kings und den San Jose Sharks

Macklin Celebrini hat am Mittwoch seine persönliche Torflaute beendet. Für eine sportliche Wende bei den San Jose Sharks reichte das aber nicht. Der 20-jährige Hoffnungsträger traf beim Auswärtsspiel gegen die Los Angeles Kings zum ersten Mal nach sechs Spielen ohne eigenes Tor wieder das gegnerische Netz. Am Ende musste er aber mit seiner Mannschaft trotzdem eine bittere 2:7-Niederlage hinnehmen. 

Die Sharks haben jetzt schon zum dritten Mal in Folge verloren. Es war außerdem die fünfte Niederlage in den letzten sechs Spielen. In der Organisation aus Nordkalifornien wächst deshalb in diesen Tagen der sportliche Frust deutlich. Trotzdem versucht das junge Team, weiter an sich selbst zu glauben.

Ein Abend zum Vergessen in Los Angeles

Das Spiel gegen die Kings zeigte die aktuellen Probleme der Mannschaft von Trainer Ryan Warsofsky. Schon im ersten Drittel lagen die Sharks mit 0:3 zurück. Adrian Kempe hatte bei den Hausherren einen sehr guten Abend. Der Stürmer schoss bei seinem Comeback nach einer krankheitsbedingten Pause direkt drei Tore und bereitete ein weiteres Tor vor. Es war schon sein fünfter Hattrick in der NHL. Quinton Byfield erzielte zwei Powerplay-Tore für die Kings. Artemi Panarin fiel bei den Hausherren mit vier Vorlagen auf.

SJS@LAK: Byfield parkt im Powerplay vor dem Tor und fälscht erfolgreich ab

Celebrini verkürzte im zweiten Drittel kurzzeitig auf 1:3 (26.), damit beendete er seine persönliche Torflaute. Erik Haula und wieder Kempe stellten den alten Abstand wieder her. Nach dem sechsten Gegentor im letzten Abschnitt war das Spiel entschieden. Ivar Stenberg erzielte im Powerplay in der 50. Minute noch einen Treffer für die Gäste und sorgte so für etwas Ergebniskosmetik. Danach stellte Byfield in Überzahl in der 55. Minute den Endstand her.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie groß die aktuellen Probleme bei San Jose sind. In den letzten sechs Spielen haben die Sharks 24 Gegentore bekommen. Sie haben dabei nur elf Tore geschossen. Die Mannschaft hat damit einen Stand von 7-9-1 und 15 Punkten aus 17 Spielen. In der Western Conference ist San Jose jetzt in eine Gruppe von Teams gerutscht, die knapp außerhalb der Stanley Cup Playoff-Plätze stehen. Das ist enttäuschend. Wenn man die Entwicklung der letzten Saison betrachtet, fehlten San Jose am Ende nur vier Punkte auf eine Wildcard für die K.o.-Runde. Die Erwartungen an die junge Mannschaft waren zum Start der Saison 2026/27 deshalb entsprechend hoch.

Celebrini spricht offen über die Enttäuschung

Jungstar Celebrini sagte nach der Niederlage, dass die Stimmung in der Kabine schlecht ist. Die Sharks hielten am Mittwochabend direkt nach dem Spiel eine Besprechung ohne Trainer ab. Über die Einzelheiten wollte der junge Stürmer danach gegenüber den anwesenden Journalisten jedoch nicht sprechen. 

Seine grundsätzliche Einschätzung war trotzdem deutlich. "Wir sind frustriert. Niemand ist damit zufrieden, wie wir im Moment spielen oder dass wir Spiele verlieren", sagte Celebrini. „Trotzdem darf diese Enttäuschung nicht dazu führen, dass die Mannschaft noch schlechter spielt. Die Mannschaft muss nach vorne schauen“, erklärte er.

Er meint, dass die Gruppe im Grunde zusammenhält. Seiner Meinung nach vertrauen die Spieler immer noch einander. Sie glauben auch daran, was die Mannschaft in Zukunft erreichen kann. Es ist wichtig, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Man sollte wegen der letzten Ergebnisse nicht in Panik geraten.

Auch die Auswertung der Niederlage gegen Los Angeles fiel genauer aus. Das klare Ergebnis lässt das zuerst nicht vermuten. Celebrini sagte, dass San Jose im ersten Drittel nicht so schlecht war. Der Spielstand zeigte das aber nicht. Einige individuelle Fehler hatten gegen einen so talentierten Gegner sofort große Folgen. Die Kings nutzten ihre Chancen konsequent.

SJS@MTL: Celebrini trifft mit einer Direktabnahme im Powerplay in der Overtime

Keine Ausreden: Die Spieler stehen selbst in der Verantwortung

Celebrini fand die Gründe für die sportliche Krise besonders auffällig. Er sagte, dass keine grundlegenden taktischen Probleme oder eine fehlende Spielstruktur die Schwierigkeiten auslösen. Jeder Spieler müsse sich selbst hinterfragen und seine Leistung verbessern.

Damit stellte sich der junge Führungsspieler auch hinter die Meinung seines Trainers. Ryan Warsofsky hatte auch betont, dass die Verantwortung zuerst bei den Spielern liegt. Die Sitzung ohne Trainer war deshalb ein gutes Zeichen, sagte der Coach. Sie zeigt, dass in der Kabine Führung übernommen wird. Die Mannschaft sieht selbst, dass Veränderungen nötig sind.

Auch der Trainer wollte nach dem Rückschlag nicht in Panik geraten. Warsofsky sagte, dass seine Mannschaft durchaus gute Phasen hatte. Diese dauern seiner Meinung nach aber nur kurz. Sie halten nicht das ganze Spiel über. Auch Celebrini bemerkte Fortschritte, zum Beispiel bei der Zeit in der offensiven Zone oder bei einigen gelungenen Ausbrüchen aus der eigenen Defensive. Jetzt komme es darauf an, solche Ansätze dauerhaft aufs Eis zu bringen.

Stürmer Kiefer Sherwood drückte sich noch klarer aus. "Das ist nicht in Ordnung. Es reicht nicht, weder für jeden Einzelnen noch für die ganze Mannschaft. Im Moment liegt es nicht an den Trainern. Wir gewinnen unsere Zweikämpfe nicht. Wir bekommen unsere Spielzüge nicht durch", sagte er. Die Mannschaft müsse jetzt gemeinsam die Wende schaffen.

SJS@LAK: Kempe erzielt drei Tore bei seinem Kings-Comeback

Der nächste Rückschlag darf nicht zum Wendepunkt nach unten werden

Für die Sharks ist es jetzt wichtig, aus der aktuellen Niederlagenserie die richtigen Schlüsse zu ziehen. Warsofsky betonte, dass weder die Spieler noch das Trainerteam untätig sind. In der Organisation arbeitet man intensiv daran, den gewünschten Spielstil durchzusetzen. Die Probleme liegen nicht an fehlendem Einsatz oder mangelndem Willen, betonte der Trainer.

Der Coach warnte auch davor, sich zu lange mit den jüngsten Rückschlägen zu beschäftigen. „Die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern. Wichtiger ist, wie die Mannschaft auf die Situation reagiert und was sie daraus lernt“, meinte er. Die nächste Chance zur Wiedergutmachung gibt es am Freitag (8 p.m. ET; Sa. 2 Uhr MEZ). Dann treffen Celebrini und seine Teamkollegen in St. Paul auf die Minnesota Wild.

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