„Es ist schwierig, in dieser Arena zu bestehen“, meinte auch Michael Brandsegg-Nygard. „Die Panthers spielen hart, aber wir haben gut dagegengehalten“, betonte der Norweger. Das Team habe aus der Partie gegen St. Louis die Lehren gezogen. „Wenn wir jetzt eine Führung im dritten Drittel haben, erinnern wir uns daran und versuchen, besser zu spielen und den Druck weiter hochzuhalten, damit sowas nicht noch mal passiert.“ Er schoss mit dem zwischenzeitlichen 4:2 am Ende das siegbringende Tor für Detroit. Es war sein erstes Game Winner. Gleichzeitig ist er damit der sechste Norweger in der Geschichte der NHL, dem das gelang. An der Spitze dieser Statistik liegt Mats Zuccarello mit 40. Bis er dahin kommt, dauert es noch ein bisschen. Aber Emil Lilleberg (3), Patrick Thoresen (2) und Espen Knutsen (2) sind in Reichweite. Mit Andreas Martinsen hat er schon gleichgezogen. Und Brandsegg-Nygard ist mit 21 Jahren der jüngste Norweger, dem ein siegbringender Treffer gelang.
Seider klettert in Statistik
Die Gäste aus Detroit gingen auch im zweiten Drittel zunächst in Führung dank eines Treffers von Alex DeBrincat. Doch Ekblad glich mit seinem Unterzahltor erneut aus. Im Schlussdrittel zogen die Red Wings dann allerdings auf 4:2 davon. Diese Hypothek war für die Gastgeber nicht mehr aufzuholen.
Seider bereitete sowohl Mazurs als auch Finnies Treffer vor. Er steht jetzt in seiner Karriere bei 250 Scorerpunkten (39-211-250) und ist damit der vierte deutsche Verteidiger in der NHL, der diese Marke geknackt hat. Dennis Seidenberg ist mit 251 (44-207-251) nur noch knapp vor ihm. Uwe Krupp (69-212-281) wird er zumindest in Sachen Assists bald ein- und überholen. Nur bis Christian Ehrhoff (74-265-339) dauert es noch ein bisschen. Seidenberg hatte Seider erst vor wenigen Tagen bei den Vorlagen überholt.
McLellan war schon vor dem Spiel überzeugt, dass die Niederlage gegen die Blues keine Rolle mehr spielt. „St. Louis ist bereits abgehakt. Was gut für uns ist. Das spukt nicht weiter in unseren Köpfen rum. Wir haben darüber gesprochen und wollten sehen, dass sich einige Dinge verändern. Das war irgendwie merkwürdig, weil wir so lange gut gespielt und die Partie trotzdem noch aus der Hand gegeben haben.“ Mit der Einschätzung, dass die bittere Heimpleite keine Rolle mehr spielte, sollte er Recht behalten.
In der NHL hat man allerdings naturgemäß nicht viel Zeit, sich über einen Sieg zu freuen. So ist es auch hier. Bereits am Dienstag müssen die Red Wings bei den Tampa Bay Lightning antreten. Da können sie dann unter Beweis stellen, dass sie in den Köpfen verstanden haben, dass sie sich andersrum für den Sieg vom Tag vorher nichts kaufen können. McLellan weiß, dass das ein stetiger Prozess ist. „Wir sind nicht perfekt. Es wird wieder Rückschläge geben. Aber wir versuchen dann, diese Dinge zu verbessern und weiterzumachen.“ Aber zumindest für den Moment ist die Welt bei den Red Wings wieder in Ordnung.