Kai Wissmann sammelt mit den Eisbären Berlin Titel. 2026 gewann er bereits zum fünften Mal die Deutsche Meisterschaft. Zuvor holte der 30-Jährige bereits in den Jahren 2021, 2022, 2024 und 2025 mit dem Hauptstädtern die begehrte Trophäe. In der Saison 2022/23, als der EHC Red Bull München gewann, gehörte er nicht dem Kader an. Stattdessen versuchte der Verteidiger sein Glück in der NHL bei den Boston Bruins, kam allerdings lediglich in der AHL zum Einsatz.
Im Rahmen der „International Ice Exclusive“-Serie sprach NHL.com/de in einem Interview mit dem Eisbären-Kapitän über die Ambitionen der Berliner, die Konkurrenz, die NHL und die Olympischen Winterspiele 2026.
Hallo Kai, lass uns zunächst über die Eisbären Berlin sprechen. Mit Éric Dubois habt ihr in dieser Saison einen neuen Trainer bekommen. Was für ein Typ ist er, und was hat er bei den Eisbären eingebracht?
Am Anfang war er sehr darauf bedacht, eine Beziehung zu den Spielern aufzubauen und alles kennenzulernen. Das hat er sehr gut hinbekommen. An unserem Grundsystem und unserer Identität hat er nicht viel verändert. Wir wollen weiterhin Eisbären-Hockey spielen, dem Gegner wenig Zeit und Raum geben, aggressiv forechecken und schnell im Umschaltspiel sein. Aber kleinere Anpassungen hat er vorgenommen und uns ein paar neue Ideen gegeben.
In der vergangenen Saison hattet ihr keine besonders gute Hauptrunde, habt dann aber in den Playoffs hervorragend funktioniert und seid Meister geworden. Zeigt das, dass es vor allem darauf ankommt, in den Playoffs seine Leistung abzurufen?
Ja, auf jeden Fall. Trotzdem ist die Hauptrunde wichtig. Wir wollen die bestmögliche Ausgangsposition sowie das Heimrecht für die Playoffs. Zudem denke ich, man muss sich als Team das Selbstvertrauen aufbauen. Das war bei uns durch die erfolgreichen Jahre zuvor und einen ziemlich ähnlichen Kader grundsätzlich schon vorhanden. Deswegen hat es auch in den Playoffs so gut geklappt. Dazu kommt, dass wir in der Hauptrunde sehr lange sehr viele Verletzte hatten. Das wurde zum Ende hin besser.
Welche Mannschaften siehst du in dieser DEL-Saison neben euch besonders stark aufgestellt?
Es gibt wieder viele Mannschaften, die sehr gut aufgestellt sind. Mannheim mit seinem tiefen Kader, Köln ist auch sehr gut aufgestellt, München hat sich verbessert. Und natürlich Straubing. Das waren in den vergangenen Jahren immer schwere Serien für uns. Die haben nach einem schwierigen ersten Wochenende wieder sehr gut gespielt.
























