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JJ Peterka spielt seine sechste Saison in der NHL. Der 24-jährige Münchner wurde im NHL Draft 2020 in der 2. Runde an 34. Stelle von den Buffalo Sabres gedraftet, trug auch schon das Trikot des Utah Mammoth und schnürt seit der Saison 2026/27 die Schlittschuhe für die Boston Bruins. Exklusiv für NHL.com/de schreibt Peterka exklusiv über aktuelle Themen.

In dieser Ausgabe: der starke Saisonstart der Bruins, ein außergewöhnliches Halloween-Kostüm und Vorfreude auf die Hometown Remix Jerseys

Servus Hockey-Fans,

ich bin nicht unbedingt überrascht, hätte vor der Saison aber auch nicht erwartet, dass wir von Anfang an so weit oben in der Tabelle stehen würden. Als ich nach Boston gekommen bin, wusste ich, dass wir einen guten Mix in der Mannschaft haben. Es passt intern sehr gut, wir spielen gutes Eishockey und agieren auf dem Eis als Team.

Was uns so gefährlich macht, ist unser Spiel über die vollen 60 Minuten. Wir spielen das ganze Spiel super solide und können jederzeit treffen. Gleichzeitig können wir auch gut verteidigen und haben zwei starke Goalies, die uns schon das eine oder andere Spiel gerettet haben. In den entscheidenden Momenten sind wir da. Wir schaffen es, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen und können den Sack zumachen.

Die zwischenzeitlichen Reihenwechsel von Marco Sturm sind in einer Phase passiert, in der wir uns schwergetan haben, Tore zu schießen. So ein Wechsel hat uns gutgetan. Es hat auch gut geklappt, denn wir haben direkt wieder Spiele gewonnen. Auch mir selbst hat es gutgetan, mal mit anderen Reihenkollegen zusammenzuspielen. In jeder Reihe, in der ich aufgestellt wurde, hat es gut geklappt - egal ob mit David Pastrnak und Pavel Zacha oder mit Fraser Minten und Marat Khusnutdinov.

NSH@BOS: Peterka erhöht für die Bruins im Nachfassen

Marco gibt insbesondere uns jungen Spielern das Vertrauen in entscheidenden Spielsituationen. Dass wir gute Talente haben, wussten wir schon vorher. Sie sind hungrig und wollen auch in den schwierigen Situationen spielen. Punktemäßig zeigt sich das extrem auf dem Eis. Als „junger Block“ unternehmen wir auch neben dem Eis viel zusammen.

Übrigens spüre auch ich absolut das Vertrauen des Trainers. Die Kommunikation ist total gut und auch ich darf mich über wichtige Minuten auf dem Eis freuen.

Dass wir neun von elf Spielen im November zu Hause im TD Garden bestreiten dürfen, ist riesig! Wir haben im ersten Monat schon eine super Ausgangslage herausgespielt. Unsere Statistik auf Heim-Eis ist überragend, das war auch in den letzten Jahren schon so, dass Boston ein sehr heimstarkes Team hatte. Diesen Schwung wollen wir jetzt mitnehmen. Wir haben klasse Fans, die sehr laut sind, und immer eine volle Halle. Das hilft uns enorm, um unsere Leistung zu bringen und macht extrem viel Spaß.

An meine Nummer 10 in Boston musste ich mich übrigens nicht lange gewöhnen, zumal ja auch die Farben der Bruins perfekt zu denen damals in Bad Tölz passen. Schon als Kind habe ich immer mit der 10 gespielt, denn ich habe damals zu Niki Hede aufgeblickt. Die Nummer 77 kam dann erst in meinem ersten Profi-Jahr in München.

Halloween war wie jedes Jahr ganz lustig. Wenn man eine Teamparty zusammen mit Mitspielern und ihren Frauen macht, dann kann man sich ein bisschen näher kennenlernen. Es war auf jeden Fall wieder eine witzige Angelegenheit. Die Idee zu meinem Kostüm habe ich von TikTok. Ich habe es gesehen und musste brutal lachen, deshalb habe ich gesagt, dass ich das halbwegs nachbauen möchte, was auch ganz gut geklappt hat, würde ich sagen. Meine Mitspieler haben es gefeiert - ich würde sagen, es ist voll gelungen.

Wenn wir schon beim Thema Mode sind: Die Hometown Remix Jerseys der Bruins finde ich cool. Vor allem dieser College-Vibe mit den Nummern und der Schriftart. Die Farbe Braun finde ich extrem schön, insbesondere jetzt im Herbst. Wir werden es das erste Mal am Donnerstag nächster Woche tragen. Darauf freue ich mich sehr...

Bis zum nächsten Mal.

Servus,

Euer JJ

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