Skip to main content

Playoffs 2018: Eishockeyherz was willst du mehr

Wie im Flug vergingen die zwei Monate Stanley Cup Playoffs, die Eishockey auf höchstem Niveau boten

von Bernd Rösch @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Die Washington Capitals wurden zum Stanley Cup Champion 2018 gekürt. Wie im Flug vergingen die 58 Tage Stanley Cup Playoffs, die uns seit dem 11. April mit Eishockey auf dem höchst möglichen Niveau verwöhnt haben. 16 Mannschaften machten sich auf den Weg, eine der traditionsreichsten Trophäen, die es im Profisport gibt, zu gewinnen - den Stanley Cup.

333 Feldspieler und 29 Torhüter, die zum Einsatz kamen, gaben in 84 Playoff-Partien ihr Bestes und erhofften sich am Ende zu den glücklichen Siegern zu zählen. 25 von ihnen ist das gelungen und mit Schlussmann Philipp Grubauer befindet sich im dritten Jahr in Folge erfreulicherweise erneut ein deutscher Cup-Gewinner unter ihnen.

 

[Hol dir die aktuellsten Nachrichten zu den Stanley Cup Playoffs über Twitter auf @NHLde]

 

Für den ersten Paukenschlag in den Stanley Cup Playoffs, und es sollte nicht ihr letzter sein, sorgten die Vegas Golden Knights, die per Sweep den Los Angeles Kings das Nachsehen gaben und sich am 17. April als erste Mannschaft für die zweite Runde der Western Conference qualifizierte.

Einen Überraschungscoup wollten auch die Columbus Blue Jackets von Headcoach John Tortorella landen. Nach zwei Partien lagen sie gegenüber dem frisch gekürten Champion bereits mit 2:0 in Front. Wer weiß, wie die Geschichte weiter verlaufen wäre, hätten die Blue Jackets das enge dritte Aufeinandertreffen, das wie die zwei zuvor ebenfalls in die Verlängerung ging, erneut gewonnen? So verlaufen sie eben die Playoffs - unberechenbar!

In der ersten Runde setzten sich sieben der besser platzierten Teams durch. Eine Ausnahme bildeten nur die San Jose Sharks, die als Dritter der Pacific Division mit 4:0-Siegen in dem innerkalifornischen Duell gegen die zweitplatzierten Anaheim Ducks klar die Oberhand behielten.

Nach zwei Auftaktniederlagen und einem 1:3-Rückstand nach vier Partien kämpften sich die Toronto Maple Leafs im 'Original Six' Aufeinandertreffen mit den Boston Bruins zurück und erzwangen ein alles entscheidendes siebtes Spiel, in dem sich die wilde junge Truppe von Headcoach Mike Babcock mit 4:7 geschlagen geben musste. Insgesamt fielen in der torreichsten Serie 48(!) Treffer. 

Video: TOR@BOS, Sp7: Pastrnak bringt Führung mit nettem Tor

Das torhungrigste Team stellten jedoch die Pittsburgh Penguins. Der zu diesem Zeitpunkt noch amtierende Titelträger versenkte in sechs Spielen gegen die Philadelphia Flyers 28 Mal das Spielgerät im Netz. Die Penguins fielen in der zweiten Runde den Capitals anheim, die es geschafft hatten Pittsburgh Offensivpower gut in den Griff zu bekommen (15 Tore in sechs Spielen). Boston fand seinen Meister in den Tampa Bay Lightning, gegen die sie mit 1:4 den Kürzeren zogen. Nachdem die Lightning bereits in der ersten Runde gegen die New Jersey Devils mit dem Schweizer Rookie Nico Hischier nur ein Spiel verloren hatten, bestätigten sie ihre Favoritenrolle.  

Und wie war es im Westen dem unterlegenen Stanley Cup Finalisten von 2017 ergangen? 

Als punktbeste Mannschaft der regulären Saison waren die Nashville Predators in die Playoffs gestartet, fuhren umgehend zwei Heimsiege gegen die Colorado Avalanche ein und leisteten sich nur noch zwei Ausrutscher in Spiel 3 und 5 bevor sie im Pepsi Center von Denver mit einem 5:0-Sieg den Sack zumachten.

Noch ein bisschen souveräner zog der nun auf sie wartende Gegner, die Winnipeg Jets, in die Runde der besten Acht ein. Jets Torwart Connor Helleybuck hielt gleich zweimal in Folge gegen die Minnesota Wild seinen Kasten sauber und verhalf seinem Team zu einem 4:1-Seriensieg.

Video: WPG@MIN, Sp4: Hellebuyck rettet gegen Dumba

Die Jets und Predators schenkten sich nichts und gingen über die volle Distanz von sieben Spielen, wobei von einem Heimvorteil nichts zu spüren war. Fünf der sieben Begegnungen gewann die Gastmannschaft, darunter war auch Spiel 7, das in der Bridgestone Arena von Nashville die Jets mit 5:1 für sich entschieden.

Nachdem die Golden Knights bereits zuvor die Sharks in sechs Spielen eliminiert hatten, stand fest, dass der Westen einen Final-Debütanten stellen wird. Dieser sollte aus Las Vegas kommen. Vegas konnte sich auf seinen Torwart Marc-Andre Fleury verlassen. Das Auftaktmatch verloren die Golden Knights in Winnipeg mit 2:4, doch kassierten sie bei ihren folgenden vier Siegen nur noch sechs Gegentore und verdienten sich redlich, mit nur drei Niederlagen in den drei Playoff-Runden, als Western Conference Champion die Stanley Cup Finalteilnahme.

 

[Ähnliches: Grubauer war mit am Erfolg beteiligt]

 

Ein hochspannendes Eastern Conference Finale lieferten die Lightning und die Capitals ab, wobei nicht nur innerhalb der einzelnen Partien mehrmals das Momentum wechselte, sondern dreimal während der Best-of-7 Serie. Nach zwei Siegen in Tampa sah es nach einem Durchmarsch für die Capitals aus, anschließend gewannen die Lightning dreimal in Folge - wenngleich mit etwas Glück, doch wer fragt danach später noch - bevor Washington mit zwei eindrucksvollen 'Zu Null'-Siegen seinen Traum vom ersten Stanley Cup Triumph am Leben erhielt.

Diesen Traum verfolgten sie bis zum Ende weiter und in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ließen sie ihn, mit einem 4:3-Erfolg in Las Vegas und einem daraus resultierenden 4:1-Seriensieg, Realität werden.

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.