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Grubauer war mit am Erfolg beteiligt

Der deutsche Torhüter war trotz fehlendem Einsatz im Stanley Cup Finale wichtiger Teil der Mannschaft

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Die Washington Capitals gewinnen zum ersten Mal 44 Jahre nach ihrer Gründung den Stanley Cup. Seit dem Jahr 2010, unmittelbar nachdem sie seine Rechte im NHL Draft in der vierten Runde gezogen hatten, steht bei der Franchise aus der US-amerikanischen Hauptstadt, der deutsche Torhüter Philipp Grubauer unter Vertrag. Zur Nummer 1 hat er es bis zum heutigen Zeitpunkt nicht geschafft, aber die Nummer 31 ist seit ein paar Jahren fester Ersatzmann vom Kanadier Braden Holtby.

Trotzdem darf sich Grubauer seit heute als Stanley Cup Sieger bezeichnen und verewigt sich damit als vierter Deutscher nach Uwe Krupp, Dennis Seidenberg und Tom Kühnhackl und als erster Torhüter aus dem Land auf dem Pokal. Und der Anteil von ihm am Gewinn ist größer als allgemein vielleicht vermutet.

Video: Philipp Grubauer spricht über den Cupsieg

"Philipp ist ein außergewöhnlich guter und schneller Torhüter", lobte der ehemalige deutsche Nationaltorhüter und heutige Entwicklungstrainer der Capitals Olaf Kölzig den Backup gegenüber NHL.com/de. "Er hat durch seine Leistungen in der regulären Saison, als Braden nicht fit war, dafür gesorgt, dass wir Erster in der Metropolitan Division wurden, was ein Grundstein für erfolgreiche Playoffs war."

Aufgrund dieser Leistungen zum Ende der regulären Saison, beförderte ihn auch Trainer Barry Trotz zu Beginn der Playoffs zur Nummer 1 im Tor, doch nach der unglücklichen Niederlage nach Verlängerung in Spiel 1 gegen die Columbus Blue Jackets in der ersten Runde und ein paar Gegentoren in Spiel 2, wechselte ihn Trotz wieder aus und hielt an Holtby fest.

 

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"Er ist ein unglaublicher starker Torhüter, der mir immer den Rücken frei gehalten hat und ein wunderbarer Teamkollege", schwärmte Holtby über seinen Ersatzmann. "Er hat einen großen Anteil daran, dass wir heute gewonnen haben und ich könnte nicht stolzer sein, ihn als Torhüterpartner zu haben."

Grubauer selbst sah seine Rolle etwas bescheidener, was aber wiederum für ihn spricht. "Natürlich steckt man mit voller Euphorie dahinter", betonte er noch mit Adrenalin durchzogen vom Cupsieg. "Ich konnte nichts dazu beitragen, außer zuzusehen und natürlich zu hoffen, dass die Jungs das Beste daraus machen."

Auf dem Eis in Las Vegas waren auch seine Freundin und seine extra ab Spiel 3 aus Rosenheim angereisten Eltern Susi und Peter, die während der Saison häufiger nachts den Fernseher eingeschaltet haben, wenn der Sohn in den USA seinem Beruf nachging, anwesend.

"Die Familie ist unheimlich wichtig und eine große Stütze für mich", verdeutlichte Grubauer. "Meine Eltern sind meine größten Fans und ich bewundere, was für Strapazen sie auf sich nehmen, um mich zu verfolgen."

Wie es mit ihm weitergeht, weiß er noch nicht genau, denn sein Vertrag, den er im vergangenen Sommer über ein Jahr abgeschlossen hatte, läuft demnach wieder aus, doch seine Rechte bleiben in Washington. Grubauer lässt das ruhig auf sich zukommen, wobei er klarmacht, dass er schon gerne mehr spielen würde.

 

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Schade, dass er das Pech hatte, dass er sich in den Playoffs nicht als Stammkraft etablieren konnte und somit essenziell für den Erfolg gewesen wäre. Doch Grubauer wird seine Chance noch bekommen und es war durchaus beeindruckend, wie er sich nach einem eher mäßigen Saisonstart Spiel um Spiel gesteigert hat und Holtby zeitweise abgelöst hatte.

"In Philipp steckt ein großes Potenzial und ich bin sehr froh, dass ich ein paar Jahre mit ihm arbeiten durfte", erzählte Kölzig, der früher auch als Torwarttrainer von Washington aktiv war, weiterhin. "Er ist ein phantastischer Mensch."

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