Im weiteren Verlauf des ersten Drittels erhöhte Edmonton durch den zweiten Treffer von Draisaitl auf 2:0 (10., Powerplay). Dieses Tor hätte die Gäste eigentlich beruhigen müssen. Gleiches galt, als die Oilers nach Toren von Zack Kassian (39.) und Jujhar Khaira (45.), bei einem Gegentreffer von Ehlers (38., Powerplay), im letzten Drittel mit 4:1 führten. Aber es sollte anders kommen. Die Jets drehten mächtig auf und Edmonton verlor zunehmend die Kontrolle.
"Wir waren nach dem 4:1 in einer sehr guten Position", räumte McDavid ein. "Dann treffen sie im Powerplay. Wir haben ihnen damit sozusagen den Rettungsanker zugeworfen. Aber wir werden nicht aufgeben. Wir müssen morgen Abend einen Weg finden, um zu gewinnen."
Dass sich die Jets erfolgreich in die Begegnung zurückkämpfen konnten, lag auch an der Leistung ihres Torhüter Connor Hellebuyck, der 44 Rettungstaten vollbrachte und in der Endphase des Spiels nicht mehr zu überwinden war.
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So ging es in die Verlängerung, in der Ehlers mit seinem zweiten Tor den Sieg für die Jets und das Unglück für die Oilers perfekt machte.
"Jedes Mal, wenn man ein Spiel in den Playoffs verliert, tut das weh", sagte Oilers-Verteidiger Darnell Nurse. "Wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, so wie wir es gerade tun, fühlt sich das nicht gut an. Aber wir haben immer noch die Möglichkeit, unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen."
Viel Zeit, diesen erneuten Nackenschlag zu verarbeiten, haben die Oilers nicht. Aber zumindest sind die Vorzeichen nun völlig klar. Ab sofort helfen dem Team nur noch Siege weiter, wenn es die zweite Runde der Playoffs erreichen will.