Mit großen Hoffnungen und mit keinen geringeren als NHL-Top-Scorer Leon Draisaitl sowie Superstar Connor McDavid waren die Oilers in die Postseason 2020 gestartet. Nur knapp hatten die Oilers als nach der Punktequote fünftbeste Mannschaft der Western Conference in der regulären Saison den direkten Einzug in die Playoffs verpasst. Doch die Euphorie erhielt schon in der NHL Stanley Cup Qualifikation einen herben Dämpfer: Gegen die Chicago Blackhawks, das schlechtplatzierteste Team, das sich für das Turnier qualifizieren konnte, schied Edmonton im heimischen Rogers Place in der Best-of-Five Serie mit 1:3 aus.
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Altbekannte Schwächen konnten auch in der ersten Saison unter Trainer Dave Tippett nicht abgestellt werden: Im Schnitt vier Gegentore pro Spiel bedeuteten die schlechteste Defensive aller Endrunden-Teams (gemeinsam mit Winnipeg Jets). Auch das Penalty Killing (77,8 Prozent) brach im Vergleich zur regulären Saison (84,4 Prozent) regelrecht ein. Dauerthema bleibt die Torhüter-Position: Weder Mikko Koskinen (88,9 Prozent) noch Mike Smith (78,3 Prozent) konnten nach dem Re-Start überzeugen.
Die Schlüsselspieler
Mit Draisaitl und McDavid spielen zwei der besten Spieler der Welt in Edmonton. Trotzdem schafften es die Oilers seit deren NHL-Durchbruch zur Saison 2015/16 in fünf Jahren nur einmal in die Playoffs. An den beiden Superstars lag dies allerdings nicht. Der pfeilschnelle McDavid knackte schon dreimal die Schallmauer von 100 Scorerpunkten. Draisaitl gelang dies schon zum zweiten Mal in Folge. Mit 110 Punkten (43 Tore, 67 Assists) war der Kölner sogar Top-Scorer in der NHL und krönte seine herausragende Saison selbst mit der Art Ross Trophy. Doch damit nicht genug: Im Nachgang wurde der deutsche Mittelstürmer auch noch zum doppelten MVP gekürt: Von Sportjournalisten mit der Hart Trophy sowie von Mit- und Gegenspielern (NHLPA) mit dem Ted Lindsay Award.
Draisaitl und McDavid werden auch 2020/21 wieder eine Schlüsselrolle in Edmonton einnehmen und die Triebfeder der Oilers-Offensive sein. In der Vorsaison erhielt Draisaitl mehr Eiszeit als jeder andere Stürmer in der NHL (22:37 Minuten pro Spiel), McDavid folgt diesbezüglich auf Rang drei (21:52 Minuten). Beide sind in allen wichtigen Momenten auf dem Eis. Auch im Powerplay: In Überzahl führten Draisaitl (44) und McDavid (43) die Punktestatistik ligaweit an.