McDavid 12.10

Bereits vor der Begegnung zwischen den Edmonton Oilers und New Jersey Devils am Sonntag stand fest, eine schöne Serie wird ihr Ende finden.
 
Die Oilers traten mit sechs Siegen in Folge im heimischen Rogers Place an und die Devils hatten seit dem 30. November viermal hintereinander auswärts gewonnen. Zu einem fünften Erfolg in der Fremde sollte es für New Jersey nicht kommen, denn die Oilers behielten mit 4:1 deutlich die Oberhand und durften sich über ihren siebten Streich am Stück freuen.

Seit dem 24. November, als sie die Washington Capitals mit 5:0 bezwangen, sind die Westkanadier ungeschlagen, wobei sie in diesem Zeitraum ihre Partien mit einem aufsummierten Torverhältnis von 34:12 für sich entschieden.

Die Treffer bei ihrem jüngsten Sieg erzielten Center Derek Ryan zum Ende des ersten Durchgangs hin, Verteidiger Evan Bouchard bei Überzahl im Mitteldrittel, Kapitän Connor McDavid zu Beginn des Schlussabschnitts und Linksaußen Evander Kane gut drei Minuten vor Spielende, als der Schweizer Torwart der Devils Akira Schmid (26 Saves) seinen Kasten bereits zu Gunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte.

Leon Draisaitl assistierte bei Bouchards Powerplaytreffer zum 2:0 und punktete damit in sieben der letzten neun Auftritte (fünf Tore, sechs Assists). Ebenso an der Vorarbeit beteiligt war Center Ryan Nugent-Hopkins, der in jedem der letzten drei Partien zu punkten wusste (sechs Assists). Mit eben jenem Tor, einem Onetimer vom Punkt, im zweiten Durchgang baute Bouchard seine Punkteserie auf beeindruckende elf Spiele aus, während denen ihm fünf Tore und elf Assists gelangen.

"'Bouch' ist im Moment wirklich heiß. Er spielt so gut für uns. Auch defensiv ist auf ihn Verlass. Es ist also wirklich positiv. Es macht Spaß, es macht so viel mehr Spaß, jeden Tag aufs Eis zu gehen, zu arbeiten und es konsequent durchzuziehen, wenn man am Ende so gewinnt", erklärte Bouchards Verteidiger-Kollege Vincent Desharnais.

Bei all den Streaks im Team der Oilers, darf selbstverständlich nicht jener von McDavid vergessen werden. McDavid punktete seit dem 20. November neun Spiele hintereinander und schraubte mit sechs Toren und 17 Assists sein Punktekonto auf 36 Punkte (zehn Tore, 26 Assists) in 23 Spielen. Mit dem zweitbesten Punkteschnitt pro Spiel von 1,57 nähert sich der 26-jährige fünffache Gewinner der Art Ross Trophy bereits wieder der Führung in der ligaweiten Scorerwertung, die Nikita Kucherov (1,68; 47 Pkt. in 28 Sp.) von den Tampa Bay Lightning innehat.

NJD@EDM: McDavid gelingt sein zehnter Saisontreffer

Im Tor der Oilers kam Calvin Pickard (26 Saves) zu seinem erst dritten Saisoneinsatz und erwies sich als sicherer Rückhalt. Der 31-Jährige musste sich nur einmal bezwingen lassen. 30 Sekunden nachdem McDavid das 3:0 markiert hatte, netzte Linksaußen Jesper Bratt, von Nico Hischier in Szene gesetzt, zum Ehrentreffer der Devils ein. New Jerseys Schweizer Kapitän baute durch die Vorlage seinen Punkte-Streak auf vier Spiele aus (zwei Tore, drei Assists).

"Wir haben einige gute Dinge getan und gegen ein offensivstarkes Team mit hohem Tempo gespielt, und ich fand, dass wir es größtenteils gut abgeschirmt haben", analysierte Bratt, der während seines fünf Spiele währenden Punkte-Streaks (vier Tore, drei Assists) sieben Punkte erzielte.

Als Entschuldigung für die Niederlage nicht gelten lassen, wollte Bratt, dass die Devils auch schon am Samstag im Einsatz waren: "Wir haben viele Back-to-back Games, aber sie haben diese wahrscheinlich auch. Natürlich hatten wir gestern ein schweres Spiel und es war auch heute ein hartes Spiel, aber ich glaube nicht, dass der Unterschied so groß war. "

Pickard blieb selbst nach dem Gegentor von Bratt gelassen und gab sich keine weitere Blöße mehr.

"Man darf sich nicht zu sehr unter Druck setzen, wenn man nicht so häufig spielt, aber ich habe mich im Training gut gefühlt und wollte da weitermachen", erzählte der Oilers-Torhüter. "Ich denke, wir haben durchweg ein gutes Spiel geliefert, defensiv stark, mit sehr guten Special Teams, und wir haben den Sieg verdient. Ich weiß, dass ich in dieser Liga spielen kann. Ich weiß, dass ich noch nicht viele Gelegenheiten hatte, aber das war ein gutes Spiel für mich, auf dem ich aufbauen kann, und ich freue mich auf das, was als nächstes kommt."

Als nächstes sieht der Spielplan für die Oilers im zweitägigen Rhythmus drei Heimpartien gegen die Chicago Blackhawks am Dienstag (10 p.m. ET; NHL.tv; Mi. 4 Uhr MEZ), Tampa Bay Lightning am Donnerstag (9 p.m. ET; Sky Sport, NHL.tv; Fr. 3 Uhr MEZ) und Florida Panthers am Samstag (10 p.m. ET; NHL.tv; So. 4 Uhr MEZ) vor.

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