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Divisionstitel spielt keine Rolle

Ducks konzentrieren sich auf ihr Spiel und wissen, dass sie sich vom ersten Platz in der Pacific Division nichts kaufen können

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Der Divisionstitel rückte für die Ducks in erreichbare Nähe. Mit ihrem jüngsten Sieg am Freitag gegen die Winnipeg Jets zogen sie in der Tabelle der Pacific Division mit den San Jose Sharks auf dem Sonnenplatz gleich. Doch die Vorrundenmeisterschaft in ihrer Division spielt für sie keine Rolle.

"Ich denke, jetzt sollten wir uns nur darum kümmern, dass wir gutes Hockey spielen" erklärte Ducks Center Nate Thompson gegenüber dem Orange County Register. "Wo auch immer wir in der Tabelle landen werden. Es kommt, wie es kommt. Das wichtigste ist einfach, dass wir gut spielen, den Playoffeinzug klarmachen und sicherstellen, dass unser Spiel stark ist."

Ihr Spiel ist zurzeit stark. Dies bewiesen sie nicht erst mit ihrem 3-1 Heimsieg im Honda Center gegen die Jets. In elf Spielen, die sie im März bislang bestritten, waren die Ducks acht Mal siegreich. In ihren letzten fünf Partien mussten sie lediglich ein einziges Mal Punkte liegen lassen, als sie mit 2-1 nach Shootout den Buffalo Sabres unterlegen waren.

"Wir klettern in die richtige Richtung, das ist sicher", erklärte Anaheims Verteidiger Cam Fowler nach dem Heimerfolg gegen Winnipeg. "Wir finden Wege um Eishockeyspiele zu gewinnen."

Video: WPG@ANA: Perry bleibt geduldig und trifft

Im Gegensatz zu San Jose finden die Ducks diese Wege zweifellos. Während die Sharks fünf Niederlagen in Folge kassierten und sich eindeutig auf Abwegen befinden, spielen sich die Ducks pünktlich zur heißen Phase der Saison in einen Rausch. Doch auch wenn ihr fünfter Divisionstitel in Folge greifbar scheint, die Ducks mussten in den Vorjahren die schmerzhafte Erfahrung machen, dass er noch kein Garant für die Stanley Cup Meisterschaft ist.

"Er zählt nicht", stellte Außenstürmer Corey Perry fest. "Der Divisionstitel hat auch in den letzten vier Jahren nicht gezählt. Was auch immer passiert, passiert. Darüber hat hier drin noch niemand gesprochen. Du kannst die Jungs hier drin gerne fragen, wo wir stehen. Die meisten werden antworten, 'auf einem Playoffplatz'. Doch auch das kann sich an jedem Abend ändern."

Auch wenn das Heimrecht in den Stanley Cup Playoffs für Anaheim keine Rolle spielt, die jüngste Erfolgsserie spornt sie dennoch an.

"Wir werden von Abend zu Abend besser", analysierte Thompson. "Ich bin jedoch der Meinung, dass es immer noch Raum für Verbesserungen gibt. Noch sind wir nicht glücklich."

Die Ducks wählten den idealen Zeitpunkt, um diesen Verbesserungsprozess zu starten. So kurz vor dem Ende der Hauptrunde kann ihnen ihr aktueller Lauf einen regelrechten Schub für die Playoffs geben.

"Wenn du zur falschen Zeit an deinem Leistungshöhepunkt bist, hast du ein Problem", erzählte Perry. "Du willst diesen Höhepunkt zur richtigen Zeit erreichen, zum Saisonende. Natürlich willst du auch konstant spielen um Achterbahnfahrten während der Saison zu vermeiden. Du willst einen kontinuierlichen Aufwärtstrend haben.
"Doch manchmal laufen die Dinge anders und es geht wieder nach unten. Gleichzeitig ist es ein Prozess, den wir alle verfolgen."

Einer verfolgt diesen Prozess aktuell nur von der Tribüne. Stammtorhüter John Gibson laboriert zurzeit an einer Verletzung am unteren Körperbereich. Mittlerweile stieg er jedoch schon wieder in das Mannschaftstraining ein und könnte pünktlich zu den Stanley Cup Playoffs wieder in das Team zurückfinden und es noch stärker machen, als es schon ist.

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