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Kahun steht beispielhaft für die Offensivstärke der Penguins

Der Angreifer trägt mit einem Doppelpack entscheidend zum Sieg gegen die Maple Leafs bei

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Kahun mit seinem zweiten Tor

TOR@PIT: Kahun stürmt auf das Tor zu und trifft

Branden Tanev stürmt entschlossen in Richtung Kasten wo Dominik Kahun die Scheibe zum 4:0 für die Penguins verwertet

  • 00:30 •

Genau auf eine solche Reaktion hatten die Verantwortlichen der Pittsburgh Penguins nach dem Ausfall von Sidney Crosby gewartet: Im dritten Spiel ohne den verletzten Superstar fertigte die Mannschaft am Samstag in der heimischen PPG Paints Arena die Toronto Maple Leafs mit 6:1 ab. Zehn Spieler sprangen für den Kapitän als Scorer in die Bresche und machten deutlich, welches Potenzial trotz des Fehlens des prominenten Angreifers in der Belegschaft steckt. In den ersten beiden Partien nach Crosbys Verletzung hatten die Penguins noch den Kürzeren gezogen.

Eine überragende Vorstellung gegen die Maple Leafs bot Dominik Kahun. Er schoss zwei Tore und bereitete einen Treffer vor. Ebenfalls drei Punkte verbuchte Bryan Rust mit einem Tor und zwei Vorlagen. Evgeni Malkin und Jake Guentzel brachten es jeweils auf einen Treffer und einen Assist.

"Das war ein wichtiger Sieg für uns als Team", konstatierte Kahun im Anschluss an die Begegnung. "Ich versuche jedes Mal mein Bestes zu geben und bin heute dafür belohnt worden", fügte er hinzu. Mit einem Doppelpack in den ersten fünf Minuten des zweiten Drittels hatte er die Weichen endgültig auf Sieg gestellt.

Zunächst besorgte der Flügelstürmer mit einem Handgelenkschuss aus dem rechten Bullykreis die 3:0-Führung. Kurze Zeit später chippte er den Puck aus kurzer Distanz zum 4:0 in die Maschen. Einer der beiden Hauptschiedsrichter verweigerte dem Treffer zunächst die Anerkennung, weil er zuvor eine Behinderung des gegnerischen Torhüters durch Brandon Tanev erkannt haben wollte. Doch die Intervention von Penguins-Trainer Mike Sullivan gegen diese Entscheidung hatte Erfolg. Das 5:0 der Penguins leite Kahun mit einem Querpass auf den Torschützen Jared McCann ein.

Video: TOR@PIT: Kahun trifft durch den Verkehr

Mit seinem zweiten Drei-Punkte-Spiel in der laufenden Saison steigerte der deutsche Nationalspieler seine Ausbeute auf zehn Zähler (fünf Tore, fünf Vorlagen) aus 19 Einsätzen. In der teaminternen Scorerwertung verbesserte er sich auf Platz sechs.

Nach Kahuns Ansicht basierte der Erfolg gegen die Maple Leafs auf einer geschlossenen Teamleistung und einer konzentrierten Anfangsphase. "Wir waren eigentlich schon in den vergangenen Spielen ganz gut drauf. Nur die Ergebnisse haben nicht gestimmt. Wichtig war, dass wir heute einen besseren Start hingelegt haben als zuletzt", meinte er. Der Führungstreffer von Guentzel war der erste der Penguins seit dem 7:1 gegen die Philadelphia Flyers am 29. Oktober und sorgte für die nötige Sicherheit in den Reihen der Gastgeber.

Weitere Schlüssel zum Sieg waren die ausgeprägte Schussfreudigkeit der Penguins und die Effizienz im Abschluss. 38 Pucks fanden während des Matches den Weg aufs Gehäuse von NHL-Debütant Kasimir Kaskisuo. "Wir hatten uns fest vorgenommen, öfter zu schießen als in den vorangegangenen Spielen. Ich denke, dass wir in dieser Beziehung einen guten Job gemacht haben", sagte Kahun. Mit dem Ertrag der Angriffsbemühungen zeigte er sich sehr zufrieden: "Manchmal geht nichts rein und manchmal fast alles, so wie dieses Mal. Das ist eben Sport."

 

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Ebenfalls rundum positiv fiel das Fazit von Kahuns Stürmerkollegen Rust aus. "Wir waren vom ersten Puckwurf an voll da. Wir wussten, dass wir auf jedes kleine Detail achten müssen und haben das auch über die gesamte Spielzeit hinweg getan", betonte er.

Nach dem erfolgreichen Auftritt gegen die Maple Leafs können die Penguins zunächst einmal ein wenig durchatmen. Einfach werden die nächsten Wochen sicherlich nicht. Crosby fehlt nach seiner Operation an der Rumpfmuskulatur vermutlich noch bis Ende des Jahres. Und mit Verteidiger Kris Letang sowie den Angreifern Patric Hornqvist und Nick Bjugstad befinden sich weitere namhafte Akteure im Lazarett.

Die nächsten beiden Spiele werden für die Penguins zu weiteren Härtetests. Dabei treffen sie jeweils auf die New York Islanders, die eine Punkteserie von 14 Spielen am Laufen haben und in der Tabelle der Metropolitan Division hinter den Washington Capitals auf Platz zwei rangieren. Zum ersten Vergleich treffen sich beide Teams am Dienstag in der PPG Paints Arena (Mi. 1 Uhr MEZ; NHL.tv). Das zweite Duell geht dann am Donnerstag im Barclays Center von Brooklyn über die Bühne (Fr. 1 Uhr MEZ; NHL.tv).

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