"Rinne war in der ganzen Serie unglaublich", lobte auch sein Schweizer Verteidiger Roman Josi. "Er war definitiv einer derjenigen, die den Unterschied gemacht haben."
Im Team seiner Gegner, der St. Louis Blues, gibt es gleich mehrere Kandidaten, die ganz neue Seiten zeigen. Vor allem Torwart Jake Allen und Verteidiger Joel Edmundson, die zu den Hauptgründen für den Erfolg in der ersten Runde zählen, hatte wohl kaum jemand als die großen Helden der Blues auf dem Zettel, doch sie waren es, die den Fans Grund zum Staunen gaben.
Eine weitere beeindruckende Steigerung zeigte bisher Pittsburgh Penguins Rookie Jake Guentzel. Ja, Guentzel hatte mit 16 Toren und 33 Punkten in 40 Spielen eine starke erste Saison, doch in den Playoffs konnte er nun noch eine Schippe drauf legen. Er erzielte in den ersten sieben Spielen der Playoffs sieben Tore, darunter ein Hattrick in Spiel drei gegen die Columbus Blue Jackets. Das war als Rookie zuvor nur dem legendären Maurice Richard und Dino Ciccarelli gelungen.
"Er kreiert Spielzüge, hat Haltung, gibt den Puck nicht leichtfertig her und will mit dem Puck spielen und das passt denke ich zu Sid [Crosby], weil Sid auch so ist", erklärte Penguins Trainer Mike Sullivan.
Auch in anderen Teams gibt es die Helden, die sich in den diesjährigen Playoffs bereits in die Geschichtsbücher eintragen konnten. Jean-Gabriel Pageau zum Beispiel, der eigentlich eher als Arbeiter gilt, erzielte gegen die New York Rangers vier Tore in einem Spiel, darunter der Ausgleich zum 5-5 und der Siegtreffer in der Verlängerung. Das gelang zuvor noch nie einem Senator.
Auch der Kölner Leon Draisaitl hat einen Abend erlebt, an den er sich wohl immer erinnern wird. Draisaitl spielte eine überragende Saison, aber Spiel eins gegen die Anaheim Ducks war selbst für ihn etwas besonderes. Er erzielte vier Punkte in einer Partie, was seit 11 Jahren keinem Spieler der Edmonton Oilers mehr gelang und mit Jochen Hecht im Jahr 2000 bisher nur einem deutschen Spieler.