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Die deutschsprachigen Unrestricted Free Agents

Vanek, Kühnhackl und Sbisa prüfen Optionen, Seidenberg steht vor dem Karriereende

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Die NHL Free Agency beginnt am 1. Juli. NHL.com/de bietet dazu eine umfassende Berichterstattung über diese spannende Phase des Jahres. In dieser Ausgabe blicken wir auf die Unrestricted Free Agents aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, die auf dem Spielermarkt zu haben sind.

Thomas Vanek, Detroit Red Wings

Der 35 Jahre alte Badner hatte in der abgelaufenen Saison mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Aus diesem Grund bestritt Vanek lediglich 64 von 82 möglichen Partien. Weniger Einsätze innerhalb einer Hauptrunde hatte er nur in der wegen des Lockouts verkürzten Spielzeit 2012/13 zu verzeichnen. Dennoch zählte Vanek 2018/19 zu den sechs besten Scorern der Red Wings. Ihm gelangen 36 Punkte (16 Tore, 20 Vorlagen), davon elf im Powerplay. Darüber hinaus erreichte der Linksaußen die Meilensteine von 1000 Spielen und 400 Torvorlagen, jeweils bezogen auf die reguläre Saison.

Video: DET@STL: Vanek zieht direkt an Binnington vorbei ab

Vanek ist der mit Abstand erfolgreichste Österreicher in der Geschichte der NHL. Nur ein Triumph im Stanley Cup blieb ihm bislang verwehrt. Ob er eine 15. NHL-Saison anhängt, ist indes noch unklar. Sowohl die Fortsetzung als auch das Ende seiner Karriere seien für ihn denkbare Optionen, ließ er gegenüber Medienvertretern durchblicken. Vanek stand in der NHL bislang bei acht verschiedenen Teams unter Vertrag.

Karrierebilanz Hauptrunde: 1029 Spiele - 789 Punkte (373 Tore, 416 Vorlagen); Playoffs: 69 - 36 (21/15).

Tom Kühnhackl, New York Islanders

Der 27-jährige Landshuter erlebte bei den Islanders eine durchwachsene Saison 2018/19. Er war mit dem erklärten Ziel angetreten, beim Team aus Long Island eine wichtigere Rolle einzunehmen als zuletzt bei den Pittsburgh Penguins, wo er fast ausschließlich in der vierten Sturmreihe eingesetzt wurde. Die Hoffnungen erfüllten sich allerdings nur teilweise. Wenn der Stanley-Cup-Gewinner von 2016 und 2017 spielte, kam er tatsächlich meist in der dritten oder zweiten Reihe zum Zug. Als Stammspieler gesetzt war er aber erst gegen Ende der Hauptrunde und in den Playoffs. Der Flügelstürmer stand in 36 Begegnungen der regulären Saison auf dem Eis und verbuchte neun Punkte (vier Tore, fünf Vorlagen). In den Playoffs lief er achtmal auf und bereitete drei Treffer vor.

 Video: WSH@NYI: Kuhnhackl stiehlt Puck, trifft nach Konter

Nach seinen guten Leistungen im Frühjahr erscheint eine Verlängerung bei den Islanders denkbar. Andernfalls ist er für alle Klubs interessant, die auf der Suche nach einem soliden Bottom-Six-Angreifer mit Qualitäten im Penalty-Killing sind.

Karrierebilanz: 204 Spiele - 48 Punkte (15 Tore, 33 Vorlagen); Playoffs: 55 - 10 (3/7).

Dennis Seidenberg, New York Islanders

Um den 37 Jahre alten Schwenninger war es im zurückliegenden Jahr ruhig geworden. Nachdem er bis zum Saisonbeginn 2018/19 keinen Arbeitgeber gefunden hatte, trainierte er weiter bei den Islanders mit. Kurz vor Ablauf der NHL Trade Deadline am 25. Februar nahmen ihn die New Yorker überraschend bis zum Saisonende als Backup für die Defensive unter Vertrag. Ein Einsatz in den verbleibenden Hauptrunden-Spielen und den Playoffs war ihm jedoch nicht vergönnt. Nach all diesen Erfahrungen ist fraglich, ob sich Seidenberg noch einmal auf Vereinssuche begibt. Als wahrscheinlicher gilt, dass er die Schlittschuhe an den Nagel hängt.

Seine erfolgreichste Zeit in der NHL hatte Seidenberg bei den Boston Bruins, bei denen er zwischen 2009 und 2015 unter Vertrag stand. Mit ihnen holte er 2011 den Stanley Cup und stieß 2013 bis ins Finale vor.

Karrierebilanz: 859 Spiele - 251 Punkte (44 Tore, 207 Vorlagen); Playoffs: 69 - 21 (3/18).

 

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Luca Sbisa, New York Islanders

Für den 29-jährigen im italienischen Ozieri geborenen und im schweizerischen Oberägeri aufgewachsenen Verteidiger verlief die Saison 2018/19 frustrierend. Den überwiegenden Teil der Spiele musste er sich von der Tribüne aus ansehen. Dabei war Sbisa vorigen Sommer nach seinem Engagement bei den Vegas Golden Knights, mit denen er die Endspiele um den Stanley Cup erreicht hatte, erwartungsvoll zu den Islanders gekommen. Doch in New York hatte er von Beginn an einen schweren Stand. Lediglich für neun Partien durfte er sich die Arbeitskleidung überstreifen, das letzte Mal am 12. Januar. Sollte sich bei der Free Agency keine NHL-Mannschaft für Sbisa finden, wäre ein Wechsel in die Schweizer National League eine Alternative.

Karrierebilanz: 504 Spiele - 103 Punkte (18 Tore, 85 Vorlagen); Playoffs: 32 - 8 (1/7).

Sieben weitere Verträge enden

Neben den vier genannten Unrestricted Free Agents, die sich ohne Einschränkung ein neues Team suchen können, enden die Verträge von sieben weiteren Akteuren aus Deutschland und der Schweiz. Sie fallen jedoch in die Gruppe der Restricted Free Agents, die nicht frei wechseln können, falls sie von ihrem bisherigen Klub ein qualifiziertes Angebot bekommen. Dabei handelt es sich um Timo Meier (San Jose Sharks), Kevin Fiala und Nico Sturm (beide Minnesota Wild), Mirco Müller (New Jersey Devils), Sven Andrighetto (Colorado Avalanche), Tobias Rieder (Edmonton Oilers) und Denis Malgin (Florida Panthers).

Da Andrighetto und Rieder allerdings kein qualifiziertes Angebot erhalten haben, sind sie ab 1. Juli ebenfalls Unrestricted Free Agents.

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