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Die Vancouver Canucks melden sich zurück

Nach mageren Jahren hat das Team von der Westküste in dieser Saison wieder Chancen die Playoffs zu erreichen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Sie sind eine der positiven Überraschungen der Saison 2019/20: Die Vancouver Canucks. Nach einem eher mauen Saisonstart hat sich das Team von der Westküste in der Pacific Division auf Rang drei vorgearbeitet und hat in dieser Spielzeit erstmals seit fünf Jahren wieder realistische Chancen bei den kommenden Stanley Cup Playoffs dabei zu sein.

Mit einer Bilanz von 25-17-4 und den daraus resultierenden 54 Punkten setzten die Canucks ein Ausrufezeichen, überholten die Edmonton Oilers und Vegas Golden Knights im Klassement der schwer umkämpften Division, in der die ersten fünf Mannschaften der Tabelle nur durch zwei Zähler getrennt sind. 

Durch eine Erfolgsserie von neun Siegen aus den vergangenen elf Begegnungen (9-2-0) verkürzte Vancouver seit dem 19. Dezember zudem den Punkterückstand auf den Spitzenreiter in der Pacific Division von acht Punkten (Vancouver 36 Zähler am 18.12.19; Arizona Coyotes 44) auf einen Punkt (Canucks 54; Calgary Flames, 55). 

Video: VAN@MIN: Pettersson fälscht Hughes Schuss im PP ab

Man muss kein Prophet sein, um zu prognostizieren, dass die erste Playoff-Teilnahme seit 2015 längst kein unrealistisches Ziel mehr ist, sollte der Kader die jüngst gezeigte Form in den kommenden Wochen aufrechterhalten und langfristig konservieren können. 

Nachdem der Klub in der Spielzeit 2014/15 noch auf stolze 101 Zähler kam, sank die Ausbeute von 75 Punkte in 2015/16 auf deren 69 in der Hauptrunde 2016/17.

Seither ging es in kleinen Schritten wieder aufwärts. Waren es 2017/18 immerhin schon 73 Punkte, durfte man sich 2018/19 sogar über 81 Zähler freuen. Rechnet man den bisherigen Saisonverlauf auf 82 Spiele hoch, kommen für die laufende Spielzeit 2019/20 beachtliche 96 Punkte heraus. 

Der vor Jahren eingeleitete sportliche Umbruch, der das Team und seine Fans in den durchgängig beschäftigt hat, scheint der richtige Weg gewesen zu sein. Er trägt inzwischen deutlich sichtbare Früchte des Erfolges.

Am vergangenen Wochenende fuhren die Canucks zwei wichtige Auswärtssiege ein. Samstags bezwang Vancouver mit 6:3 die Buffalo Sabres im KeyBank Center. Am Sonntag folgte ein ungefährdeter 4:1-Erfolg gegen die Minnesota Wild im Xcel Energy Center. 

Video: VAN@BUF: Boeser trifft aus dem Handgelenk

Canucks-Torhüter Jacob Markstrom kam in beiden Spielen zum Einsatz, war einer der Sieggaranten in Reihen der Westkanadier und überzeugte mit 25 bzw. 23 Rettungstaten auf fremden Eis. 

Gegen die Wild traf Stürmer Bo Horvat gleich doppelt. Seinem Teamkameraden J.T. Miller gelangen zwei Torvorlagen.

"Wir haben uns durch den Sieg in Buffalo viel Selbstvertrauen erspielt", freute sich Horvat, dem in den vergangenen sieben Spielen zwölf Scorerpunkte gelangen (fünf Tore, sieben Assists). "Wir haben gut gespielt, dem Gegner nicht viele Torchancen zugestanden. Im dritten Drittel haben wir unsere Linie dann leider etwas verloren, doch insgesamt war das ein solider Auftritt von uns."

Wie groß das Vertrauen der Canucks in die eigene Leistungsfähigkeit inzwischen ist, war insbesondere im zweiten Spieldrittel der Partie in St. Paul festzustellen. Zwischen der zehnten und der 14. Minute des Mittelabschnitts traf zunächst Elias Pettersson zur Gästeführung, die Marcus Foligno gut zwei Minuten später egalisieren konnte. Doch die Canucks zeigten sich in keinerlei Hinsicht verunsichert, stellten durch Horvat und Troy Stecher innerhalb weniger Augenblicke auf 3:1. 

 

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Horvat vollendete den Sieg durch seinen Treffer zum Endstand sechs Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene. 

"Es wäre leicht zu sagen, dass wir momentan einfach mit viel Selbstvertrauen agieren, doch wird sind gar nicht so sehr emotionalisiert", versuchte Stecher erst gar keine zu große Euphorie aufkommen zu lassen. "Die Jungs werden weder zu enthusiastisch nach Erfolgen, noch lassen sie sich von Rückschlägen zu sehr runterziehen. Wir schauen einfach nur auf die Tabelle in unserer Division, sehen wie eng alles ist. Es gibt schlicht keine Gelegenheit, sich großartig zu freuen. Wir müssen uns auf die kommenden Aufgaben vorbereiten und konzentriert bleiben."

Von einer Pause zum Durchschnaufen kann in Reihen der Canucks, trotz der erfreulichen Entwicklung, wahrlich keine Rede sein. Weiter geht es für die Mannschaft am Dienstag, wenn sie ihre Visitenkarte beim nächsten Auswärtsspiel abgeben. Der Gegner im Bell MTS Place werden dann die Winnipeg Jets sein (Mi. 2 Uhr MEZ; NHL.tv).

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