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Jede Saison gibt es in der NHL sogenannte Breakout-Spieler. Das sind Akteure, die nicht mehr zu den Rookies zählen, sondern ein neues Niveau und somit einen Durchbruch in ihrer Karriere erreicht haben. In der abgelaufenen Spielzeit gab es zahlreiche Spieler, die über sich hinauswuchsen, wie die Stürmer Artturi Lehkonen von den Colorado Avalanche, Daniel Sprong von den Seattle Kraken oder Verteidiger Vince Dunn von den Seattle Kraken. NHL.com/de präsentiert die Top fünf der besten Breakout-Spieler der Saison 2022/23.

1. Tage Thompson (Buffalo Sabres)

Die Buffalo Sabres verbesserten sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren insgesamt deutlich. Das Paradebeispiel für die steigende Formkurve der Sabres war Tage Thompson. Der 25-jährige Center war maßgeblich daran beteiligt, dass Buffalo mit 293 Toren die drittbeste Offensive der NHL stellte. Mit seinen 94 Punkten (47 Tore, 47 Assists) trug er zu fast einem Drittel dieser Treffer bei. Im Vergleich zur vorherigen Saison verbesserte er sich um 26 Punkte, 9 Tore und 17 Assists und stellte in allen Bereichen persönliche Bestleistungen auf. Mit +4 erreichte er erstmals in seiner Karriere eine positive Plus-Minus-Bilanz.

BUF@TBL: Thompson erzielt seinen 4. Saison-Hattrick

2. Linus Ullmark (Boston Bruins)

Die reguläre Saison 2022/23 der Boston Bruins war die beste in der Geschichte der NHL. Sie fuhren 135 Punkte und 65 Siege ein und hatten mit nur 174 Gegentoren die beste Defensive der Liga. Bei 40 ihrer Siege stand Linus Ullmark im Tor. Er ließ seine bisherigen persönlichen Rekorde mit einer Bilanz von 40-6-1, 1,89 Gegentoren pro Spiel und 93,8 Prozent Fangquote weit hinter sich und war damit einer der Schlüsselspieler zum Erfolg der Bruins. Als Torhüter des Teams mit den wenigsten Gegentoren der regulären Saison gewann er die William M. Jennings Trophy und erhielt außerdem die Vezina Trophy als bester Torhüter der Saison.

BOS@VAN: Ullmark trifft im dritten Drittel

3. Josh Morrissey (Winnipeg Jets)

Der überragende Spieler der Winnipeg Jets war diese Saison Verteidiger Josh Morrissey. Für gewöhnlich stehen in Manitoba entweder Torwart Connor Hellebuyck oder Stürmer wie Kyle Connor, Mark Scheifele und Blake Wheeler im Rampenlicht. Morrissey lief ihnen aber den Rang ab, indem er eine ungeahnte Leistungsexplosion zu verzeichnen hatte. Die bisherigen Bestwerte des 28-Jährigen waren 37 Punkte, 12 Tore und 25 Assists, solide Zahlen für einen Verteidiger. Diese Saison zeigte er aber, welches Offensivpotenzial in ihm steckt. 76 Punkte (16 Tore, 60 Assists) gelangen ihm. Damit lag er nur vier Zähler hinter Connor auf dem zweiten Platz der teaminternen Scorerliste. Außerdem war er gemeinsam mit Quinn Hughes hinter Erik Karlsson der zweitbeste Scorer unter allen Verteidigern der Liga.

WPG@DAL: Morrissey schießt jets in OT zum Sieg

4. Tim Stutzle (Ottawa Senators)

Dass Tim Stützle ein sehr talentierter Stürmer ist, war bereits vor der Saison unumstritten. Nicht umsonst erhielt er einen Achtjahresvertrag für durchschnittlich 8,35 Millionen US-Dollar pro Spielzeit. Was er nach der Vertragsunterzeichnung leistete, übertraf aber alle Erwartungen. Trotz einer Verletzung, die ihn vier Spiele kostete, sammelte er 90 Punkte, 39 Tore und 51 Assists, alles deutliche persönliche Bestleistungen. In der Saison 2021/22 waren ihm 58 Punkte (22 Tore, 36 Assists) gelungen. Die abgelaufene Saison lässt erahnen, in welche Sphären der 21-Jährige aufsteigen könnte. Im gleichen Alter kam selbst Leon Draisaitl mit 77 Punkten nicht annähernd an Stützles Ausbeute heran.

OTT@MTL: Stützle erzielt 2 Tore, 2 Assists

5. Filip Gustavsson (Minnesota Wild)

Als Bill Guerin, der General Manager der Minnesota Wild, vor der Saison Torwart Filip Gustavsson im Tausch für Torwart Cam Talbot von den Ottawa Senators holte, erntete diese Entscheidung durchaus Kritik und Verwunderung. Gustavsson kam in der Saison 2021/22 auf eine Bilanz von 5-12-1, 89,2 Prozent Fangquote und 3,55 Gegentore pro Spiel, nicht die besten Werte. Was Gustavsson dann aber leistete, während er sich den Platz zwischen den Pfosten mit Veteran Marc-Andre Fleury teilte, ließ alle Kritiker schnell die Seiten wechseln und den Schweden bejubeln. In 39 Spielen lautete seine Ausbeute 22-9-7 bei unglaublichen 93,1 Prozent Fangquote, nur 2,1 Gegentoren pro Spiel und drei Shutouts. Von allen Torhütern, die wenigstens 20 Spiele bestritten, hatte lediglich Ullmark eine bessere Fangquote und einen besseren Gegentorschnitt.

MIN@DAL: Gustavsson stoppt Johnstons Wrap-around