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Spielerstatistiken mit Überraschungspotenzial

Die Bestenlisten in unterschiedlichen Bereichen zeigen eine der größte Stärken der NHL

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

In der Rubrik "NHL Pulse" beleuchtet NHL.com/de an jedem Montag aktuelle Themen, Diskussionen und Entwicklungen der Saison 2018/19, die im Hintergrund des Spielgeschehens liegen.

Heute geht es um viele Überraschungen in den Spielerstatistiken:

Eine der unbestritten größten Stärken der NHL ist ihre Ausgeglichenheit, das die hohe Anzahl an sportlichen Überraschungen in den Tabellenständen der einzelnen Divisionen verdeutlicht.

Teams, die in einem Jahr am Ende der Rangliste zu finden sind, können in relativ kurzer Zeit nicht nur wieder mit realistischen Chancen um die Stanley Cup Playoff-Plätze mitspielen, sondern sie haben, wenn die Playoffs erreicht wurden, selbst eine Chance auf den Gewinn des Stanley Cups. Eine maximale Durchlässigkeit in den Tabellen, die sich viele Fans in den Fußballligen Europas nur wünschen können.

Nicht ganz so viel beachtet wie die Abwechslung in den Divisions-Tabellen ist im Regelfall die genauso große Anzahl von Überraschungen in den einzelnen Kategorien der Spielerstatistiken.

Auch in diesem Bereichen zeigt die NHL eine ihrer Stärken: Die Unberechenbarkeit.

Völlig egal, in welcher Rangliste, stets mischen etliche Namen an der Spitze mit, die von der Mehrheit der Analysten und Experten vor Saisonstart dort nicht erwartet wurden.

Video: TOR@BOS: Pastrnak mit drittem Hattrick der Karriere

Nehmen wir zum Beispiel die Spieler mit den meisten Scorer-Punkten, so sind dort Namen wie David Pastrnak (23 Punkte), Mikko Rantanen (26) und Max Domi (21) zu finden. Rantanen von den Colorado Avalanche rangiert in dieser Wertung ganz oben. Sechs Tore und 20 Assists kann er vorweisen.

Pastrnak von den Boston Bruins kommt auf 16 Treffer und 7 Assists. Dass von den Montreal Canadiens ein Spieler vom Schlage eines Domi unter den Top 10 der Scorer rangiert, das belegt den Umstand.

Evgeni Malkin (20 Punkte, Pittsburgh Penguins) und Alex Ovechkin (19, Washington Capitals) sind ebenso wenig in der Spitze vertreten, wie ein allgemein anerkannter und hoch eingeschätzter Punktejäger von Weltklasseformat wie der Finne Patrik Laine (Winnipeg Jets), der es lediglich auf 10 Zähler (8 Tore, 2 Assists) bringt.

 

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Im Zwischenstand beim Rennen um die Rocket Richard Trophy, die am Ende dem besten Torjäger der Liga überreicht werden wird, liegen Timo Meier (12), Jeff Skinner (12) und Gabriel Landeskog (11) vielversprechend im Rennen.

Die von Bostons Pastrnak (16) angeführte Wertung sieht Skinner von den Buffalo Sabres und den Schweizer Meier von den San Jose Sharks überraschend auf dem Verfolgerplatz.

Video: OTT@COL: Landeskog schießt hoch zur Führung ein

Die Colorado Avalanche haben mit Nathan MacKinnon (11) und Landeskog gleich zwei Aktive vorne dabei. Eine Entwicklung, die in dieser Ausprägung zum Saisonstart kaum jemand auf dem Zettel gehabt haben dürfte.

Werden diese aufstrebenden Offensivkräfte am Ende der regulären Saison noch unter den Top 10 zu finden sein oder setzen sich am Ende wieder die vermeintlichen Hochkaräter durch? Aktuell geht es hinter Liga-Primus Pastrnak vergleichsweise eng und ausgeglichen zu, so dass verlässliche Prognosen, auch aufgrund der Länge der Saison, schwer möglich sind.

Selbst wenn man die Auswertung anderer untergeordneter Kategorien betrachtet, sind in der NHL etliche unerwartete Kandidaten ganz vorne mit dabei. Bei den punktbesten Verteidigern finden sich beispielsweise Spieler wie Thomas Chabot und Morgan Rielly ganz oben in der Führungsgruppe.

Namen, mit denen vor Wochen kaum jemand ernsthaft spekuliert hätte. Führender ist Chabot von den Ottawa Senators mit fünf Toren und 17 Assists kommt er auf 22 Zähler.

Rielly von den Toronto Maple Leafs folgt ihm mit sieben Toren und 14 Assists zu 21 Punkten. Erst dahinter liegt mit Brent Burns (20) von den Sharks einer seit Jahren fest etablierter Punktesammler.

Video: SJS@NSH: Burns zieht ab und trifft im Powerplay

Bei den Torhütern rangieren neben den üblichen Verdächtigen ebenfalls einige Aktive in den Ranglisten ganz vorne, mit denen nicht gerechnet wurde, wenn es um die Top-Torhüter der NHL geht.

Juuse Saros (Nashville Predators) und Jacob Markstrom (Vancouver Canucks) rangieren mit jeweils geholten sieben Siegen weit vorne, ebenso wie Jaroslav Halak (94,5 %, Boston) und David Rittich (93,5 %, Calgary Flames) mit sehr guten Fangquoten vorne auftauchen.

Wer hätte das Anfang Oktober ernsthaft getippt? Zumal wenn man bedenkt, dass der erfahrene Halak im Vorjahr bei den New York Islanders in der Schießbude der gesamten Liga stand und nur 90,8 % vorweisen konnte. Er wurde vor Saisonbeginn gegen Robin Lehner aus Buffalo ausgetauscht, weil das Team im, nach dem abermaligen Verpassen der KO-Runde verordneten Neuaufbau lieber auf einen neuen Keeper an seiner Stelle setzen wollte.

 

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Ganz egal also, wohin der Blick gerade schweift, unerwartete Kandidaten liegen in den Ranglisten der NHL sehr weit vorne.

Es ist insbesondere diese enorme Ausgeglichenheit, dieses damit verbundene große Überraschungspotenzial, das die NHL im Vergleich zu anderen Sportligen auf aller Welt so attraktiv macht. Und das eben längst nicht nur wegen den durchgewürfelten Ranglisten der konkurrierenden 31 Teams, sondern ebenfalls den sehr vielen Bereichen der diversen Spielerstatistiken.

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