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Die Schweiz verpasst Bronze bei Junioren-WM

Gold geht an Finnland, USA trösten sich mit Silber, Russen freuen sich über die Bronzemedaille in Vancouver

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Die Medaillen bei der IIHF-Junioren-Weltmeisterschaft 2019 in Vancouver sind vergeben. Die Schweizer Nationalmannschaft verpasste das erhoffte Edelmetall nach großem Kampf beim Spiel um Platz drei am Samstag knapp. Das Spiel um Bronze endete am Ende mit 5:2 für Russland. Die Goldmedaillen gingen diesmal an das Team aus Finnland. Die Skandinavier setzten sich im großen Finale gegen die Junioren der USA knapp mit 3:2 Toren durch.

Finnland sichert sich Gold gegen die USA

Die Auswahl aus Finnland sicherte sich durch einen knappen 3:2-Erfolg über die Mannschaft aus den USA am Samstagabend den Titel bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Kanada. Kaapo Kakko traf knapp zwei Minuten vor Spielende zum Sieg für die Skandinavier. Jesse Ylonen und Otto Latvala zeichneten für die weiteren Treffer der Finnen verantwortlich. 

Die Amerikaner überwanden einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand, konnten durch Alexander Chmelevski und Josh Norris bis zur 49. Spielminute zum 2:2 ausgleichen. Doch am Ende wird dieser Abend in Vancouver vor allem durch den entscheidenden Treffer von Kakko kurz vor Ablauf der Spielzeit in Erinnerung bleiben.

Die Skandinavier durften sich durch diesen Sieg über die dritte Goldmedaille in den vergangenen sechs Jahren freuen. Nach 1987, 1998, 2014 und 2016 ist es insgesamt der fünfte Titel für das Team aus dem Norden Europas. 

In der Rogers Arena überwanden die Finnen an diesem Abend fünf Unterzahlsituationen, konnten das Torschussverhältnis in diesem Spiel am Ende mit 31 zu 28 Versuchen knapp für sich entscheiden. Für die US-Boys bedeutete die Silbermedaille von Vancouver das vierte Edelmetall bei einer Junioren-WM in Serie. 2016 und 2018 gab es Bronze, im Jahre 2017 gewannen die Amerikaner Gold. 

Russland mit längerem Atem gegen die Schweiz

Lange Zeit hatte die Schweizer Auswahl gegen das Team Russlands gut mitgehalten, doch am Ende gingen die Bronzemedaillen an das Team des Favoriten. Das Endergebnis von 5:2 täuscht allerdings etwas über den lange Zeit sehr ausgeglichenen Spielverlauf hinweg.

Kirill Slepets war mit einem Hattrick der auffälligste Akteur auf dem Eis. Nach dem Erfolg vom Samstag gab er sich bescheiden: "Ich glaube nicht, dass ich in diesem Turnier wirklich gut gespielt habe, doch in diesem Spiel habe ich drei Treffer erzielen können und dem Team damit geholfen", gab sich Slepets selbstkritisch. 

Die Treffer von Valentin Nussbaumer und Yannick Bruschweiler waren für die Eidgenossen an diesem Nachmittag in West-Kanada nicht genug um den Traum von einer Medaille wahr werden zu lassen. Da half es auch nicht, dass das Torschussverhältnis in dieser Begegnung am Ende 36 zu 24 zu Gunsten der Schweizer lautete.

"Am Ende gehen wir jetzt ohne Medaille nach Hause. Das ist ziemlich enttäuschend", beklagte Davyd Barandun im Nachgang der Niederlage. 

Überzeugend präsentierte sich in Reihen der Russen neben dem Dreifachtorschützen Slepets vor allem Torhüter Pyotr Kochetkov, der mehrfach die Führung der Russen in der Schlussphase retten konnte und damit die Hoffnungen auf die erste Medaille seit 1998 für die Mitteleuropäer zunichte machte. 

"Es war unser erklärtes Ziel in diesem Turnier das Halbfinale zu erreichen", erklärte Nico Gross. "Dann wollten wir mehr, wollten um eine Medaille kämpfen. Es ist schade, dass des am Ende nicht geklappt hat."
Slepets hatte den Torreigen in der fünften Spielminute eröffnet, als er zum 1:0 für den Favoriten einnetzte. Zwei Sekunden nach Ablauf eines Überzahlspiels für die Schweiz erhöhte Nikita Shashkov in der vierzehnten Spielminute auf 2:0. 

In der 25. Minute durften die Schweizer zum ersten Mal jubeln. Nussbaumer verkürzte, brachte den Underdog zurück ins Spiel. 
In der Folgezeit waren wiederholt Sprechchöre zu Gunsten der Eisgenossen von den Rängen zu hören. Der dadurch frisch entfachte Kampfgeist der Außenseiter ließ sich auch nicht bändigen nachdem Klim Kostin in Spielminute 33 das scheinbar beruhigende 3:1 erzielen konnte. 

Bruschweiler markierte nur drei Minuten Später das 2:3, indem er den Puck gekonnt aus der Luft über die Torlinie beförderte. Der Ausgleich lag in der Folgezeit minutenlang in der Luft, doch er sollte nicht gelingen. 

Stattdessen erhöhte Slepets mit zwei weiteren Treffern im Schlussdrittel das Ergebnis zu Gunsten des Favoriten. Am Ende freuten sich die Russen über ihre insgesamt elfte Bronzemedaille bei einer Juniorenweltmeisterschaft. 

Blick in Richtung Tschechien 2020

Nach Ablauf dieses Turniers richtet sich der Blick der Junioren auf das Jahr 2020, wenn die kommende IIHF U20-WM in der tschechischen Republik ausgetragen werden wird. Dort gilt es für die Finnen dann den Titel zu verteidigen und die Schweizer erhalten eine neue Chance auf Edelmetall. 

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