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Mehr NHL-Events in Europa nicht ausgeschlossen

Die NHL Global Series mit den Edmonton Oilers und New Jersey Devils macht Lust auf mehr, auch bei den Verantwortlichen

von Bernd Rösch @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Ob Spieler, Betreuer, Funktionäre oder Fans, allesamt waren sie begeistert von dem einwöchigen Abenteuer Europa, das die NHL mit den Edmonton Oilers und New Jersey Devils im Rahmen der NHL Global Series 2018 bestritten hat, und das mit der regulären Saisonpartie zwischen den Oilers und Devils im Scantinavium von Göteborg am Samstag endete - New Jersey gewann die Partie mit 5:2. 

Ob auf den Fanfesten in Nürnberg, Bern und Köln, ob beim Vorbereitungsspiel der Devils gegen den SC Bern in der Schweizer Hauptstadt oder jenem der Oilers am Tag der deutschen Einheit gegen die Kölner Haie in deren Stadt, nirgendwo blieben bei den Protagonisten, Zuschauern und Besuchern Wünsche offen, keine sportlichen, und, was im Profisport ebenfalls dazugehört, auch keine wirtschaftlichen.

 

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Es gab voll besetzte Hallen, in denen die Fans bereit waren, dem Event ein Ambiente zu geben, das seinesgleichen sucht. Bei den Testspielen in Bern und Köln wurden vor allem die Lokalmatadoren so frenetisch angefeuert, als ginge es um eine Meisterschaft. Es herrschte eine Stimmung, die viel Lust auf mehr machte.

Die Chancen stehen nicht einmal schlecht, dass dies in nicht allzu ferner Zukunft auch der Fall sein wird. Deputy Commissioner Bill Daly deutete schon am 3. Oktober in Köln gegenüber der Presse an, dass er sich durchaus vorstellen könne, in der Domstadt auch einmal ein reguläres Saisonspiel auszutragen. Er war davon angetan, wie viele Fans vor dem Hotel der Oilers auf die Spieler warteten.

"Der größte Gewinn an diesem Event ist, dass ihn, so wie ich mitbekommen habe, die Spieler genossen, und ihn die Anhänger sowie die deutsche und die Kölner Community angenommen haben", sagte Daly.

Daly täuscht sein Eindruck nicht, gerne würden wir weitere Veranstaltungen dieser Art auf Schweizer und deutschem Boden sehen. Es ist Daly ebenfalls hoch anzurechnen, dass es ihm zuvorderst nicht darum ging eine Kosten-Nutzen-Rechnung im betriebswirtschaftlichen Sinn aufzustellen, sondern die Förderung des Eishockeysports im Blick hat.

"Ein National Hockey League-Team und National Hockey League-Spiel kann viel für unseren Sport leisten, die Relevanz dieses Sports fördern", sagte Daly.

Deutschland hat in dieser Beziehung noch richtig viel Entwicklungspotenzial im Vergleich zum Eishockeyland Schweden, wo am Samstag bereits im sechsten Jahr nach 2008, 2009, 2010, 2011 und 2017 eine Saisonpartie ausgetragen wurde. In Deutschland hingegen erst einmal im Jahr 2011 in Berlin, als die Buffalo Sabres gegen die Los Angeles Kings antraten.

"Wir möchten das Produkt zu verschiedenen Orten in Schweden bringen. Vielleicht werden wir zukünftig noch eine andere Stadt in Schweden berücksichtigen", machte Daly den schwedischen Eishockeyfans außerhalb von Stockholm und Göteborg Hoffnung.

"Was uns von der Zeit an, als wir im letzten Jahr solche Spiele wieder aufgenommen haben, beeindruckt hat, ist die Begeisterung und die Nachfrage auf dem europäischen Markt, die uns jetzt viel höher erschien als sie bei unserer Abreise war."

 

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Einen Grund hierfür sah der Deputy Commissioner darin, dass in den europäischen Ländern eine noch bessere Nachwuchsförderung betrieben wurde, so dass mehr Spieler aus Europa in der NHL aktiv sind. "Es gibt dadurch mehr Verbindungen zu der NHL und den NHL-Städten", betonte Daly.

"Wir sind begeistert, wie sich Eishockey in Europa entwickelt und ich denke, es gibt viele Möglichkeiten, NHL-Eishockey, NHL-Spieler, zurück in ihre Heimat zu bringen."

Worte, die wir von Daly gerne hören und die uns doch recht zuversichtlich stimmen!

Weitergehende Versprechungen oder Pläne für die Zukunft konnte Daly noch nicht bekanntgeben. Er nannte als frühesten Termin, den 1. und 2. November, wenn die Florida Panthers und die Winnipeg Jets zwei reguläre Saisonspiele in der finnischen Hauptstadt Helsinki bestreiten. Etwas gedulden müssen wir uns also noch.

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