Metro Split Pens Rangers Devils

Mit großer Spannung wird in der NHL-Saison 2023/24 die Geschehnisse in der Metropolitan Division erwartet. In einer Staffel mit einer besonders engen Leistungsdichte dürfte es ein packendes Rennen um die Plätze für die Stanley Cup Playoffs geben. Gewürzt wird diese Konstellation mit feurigen Rivalitäten, packenden Derbys und einem neuen Superstar.

Eine „schwere Division“: Drei Favoriten und eine enorme Leistungsdichte

Alleine der Blick auf die vertretenden Mannschaften klingt vielversprechend: Die Carolina Hurricanes gewannen die Metro Division zuletzt zweimal in Folge und zählen auch in der neuen Saison wieder zu den Top-Favoriten. Die Rolle des Gejagten liegt den Hurricanes sehr, wie Carolinas Stürmer Martin Necas bestätigt: „Ja, darüber haben wir schon gesprochen. Rod (Trainer Rod Brind’Amour) sagt uns das ständig: In den letzten Jahren haben wir viele Spiele in der regulären Saison gewonnen. Jeder Gegner – sogar der Tabellenletzte – will gegen den Division-Spitzenreiter sein bestes Spiel zeigen. Es sind also immer gute Duelle, egal, gegen wen es geht. Es ist schön, in so einer Position zu sein, jetzt müssen wir das aber auch in den Playoffs zeigen.“

Der Durchbruch zu einem Top-Team gelang in der Vorsaison auch den New Jersey Devils, die die Playoff-Rückkehr als Zweiter perfekt machten und den drittplatzierten Erzrivalen New York Rangers auch in der 1. Runde hinter sich ließen (4:2). „Das war wichtig“, sagt Devils-Center Jack Hughes. „Es ermöglicht uns ein Jahr voller Prahlerei, in dem wir sagen können, dass wir besser sind als die Rangers. Das würden wir in dieser Saison gerne fortführen. Sie haben da drüben aber eine richtig gute Mannschaft, wir wissen also, dass es hart werden wird. Jeder kann fühlen, dass sich diese Rivalität verschärft. Es war schön, die Playoff-Serie gewonnen zu haben.“

Hughes' Top-5-Tore der Saison 2022/23

Mit ihrem fulminanten Kader zählen auch die New York Rangers zu den Top-Teams in der Metropolitan Division. „Natürlich glaube ich, dass wir ganz oben landen werden“, gibt Verteidiger Adam Fox ein Ziel aus. „Allerdings wird sich fast jedes Team in dieser Division im Stande sehen, um den Stanley Cup spielen zu können. Wir gehören dazu. Erstmal wollen wir die Playoffs erreichen. Wenn wir das geschafft haben kann alles passieren. Jeder in unserer Kabine glaubt, dass wir das nächste Team sind, das den Stanley Cup gewinnen wird.“

Hinter diesem Trio scheint alles möglich zu sein: Vorherige Außenseiter wie die Columbus Blue Jackets und Philadelphia Flyers haben wohl aufgeholt. Hinzu kommen Traditionsklubs wie die New York Islanders, Pittsburgh Penguins und Washington Capitals, die man immer auf dem Zettel haben muss. 

„Jedes Jahr wird gesagt, dass es in der Metro noch heißer zugehen wird“, so Jack Hughes. „Für mich ist die Metro einer der schwereren, wenn nicht sogar die schwerste Division. Pittsburgh, wir, die Rangers, Carolina, Columbus, Washington, alle sind besser geworden. Und Philly ist Philly – es ist immer schwer, gegen sie zu spielen – auch die Islanders sind die Islanders. Es ist eine richtig starke Division mit sieben richtig guten Teams, mit denen wir uns messen werden. Es wird überhaupt nicht viele leichte Spiele geben. Deshalb haben wir uns gesagt, dass wir bereit sein müssen, hart zu arbeiten, um etwas zu erreichen.“ 

„Ich denke, dass die Metro schon für eine sehr lange Zeit eine schwere Division ist“, glaubt auch Islanders-Angreifer Anders Lee. „Es geht schon lange sehr eng zu. Die Teams aus der Metro haben gute Chancen auf einen langen Playoff-Run, und wir freuen uns darauf, eine dieser Mannschaften zu sein.”

„Es ist auf jeden Fall eine der schwereren, wenn nicht sogar die schwerste Division“, schätzt auch Rangers-Verteidiger Jacob Trouba die Lage ähnlich ein. „Jedes Team ist sehr gut und hat gute Chancen, die Playoffs zu erreichen. Es gibt in dieser Liga keine leichten Spiele mehr. Jeder kann jeden schlagen.” 

Rivalitäten sorgen für rassige Derbys

Dies trifft insbesondere in einem Derby zu. Neben der Hudson-River-Rivalry zwischen Devils und Rangers kommt es auch zum Stadt-Duell zwischen Rangers und Islanders. 

„Ich freue mich auf die Derbys und habe schon viel darüber gehört“, so Islanders-Stürmer Pierre Engvall. „Es sind auch immer viele Rangers-Fans bei uns auf Long Island, um ihr Team zu unterstützen. Das wird also sicher eine coole Erfahrung werden. Hoffentlich wird es auch ausverkauft, wenn wir bei ihnen im Madison Square Garden spielen. Wir haben uns im letzten Jahr als hart-arbeitende Mannschaft etabliert. Kein Team braucht glauben, dass es leichte Spiele gegen uns werden. Wir glauben, dass wir jede Mannschaft schlagen können.“

Pierre Engvall

Auch die Pittsburgh Penguins hegen gleich mehrere Rivalitäten, etwa zu den Philadelphia Flyers, Columbus Blue Jackets und Washington Capitals. Beim Duell Penguins gegen Capitals kommt es zum ewig andauernden Vergleich der beiden Superstars Sidney Crosby und Alex Ovechkin. 

„Das ist das Salz in der Suppe“, freut sich Capitals-Verteidiger Rasmus Sandin auf viele Partien mit Superstar-Power. „Es wird toll sein, gegen so viele gute Spieler anzutreten.“

Ein neuer Superstar: Karlsson erregt Aufmerksamkeit

Die Penguins sorgten über den Sommer für großes Aufsehen. Immerhin gelang es Pittsburgh, den dreimaligen Norris-Trophy-Gewinner (bester Verteidiger der Saison) Erik Karlsson von den San Jose Sharks loszueisen. Die Stahlstädter, die in der Vorsaison die Playoffs erstmals seit 17 Jahren (zuletzt 2005/06) wieder verpasst hatten, verfügen damit über neue Strahlkraft und mehr Feuerkraft von der blauen Linie.

Karlssons Top-5-Tore von 2022/23

„Ja, das könnte schwer werden“, ahnt Necas. „Die Penguins sind sehr erfahren und haben jetzt einen 100-Punkte-Spieler dazubekommen. Du weißt nie, wie sich das auswirken wird, aber er ist auf jeden Fall ein besonderer Spieler. Es wird schwer sein, gegen sie zu spielen.“

„Er kann Spiele im Alleingang und aus der Tiefe heraus entscheiden“, weiß Blue-Jackets-Abwehrmann Adam Boqvist. „Mit Crosby, Malkin, Rickard Rakell und allen diesen Jungs wird es schwer sein, gegen Pittsburgh zu spielen. Seitdem ich ein Kind bin, ist er mein Vorbild und ich glaube, es wird schwer werden, gegen ihn anzutreten.“ 

„Er ist ohne Frage unglaublich und hat ein starkes Jahr gespielt“, stimmt Sandin mit ein. „Es ist immer etwas Besonderes, gegen Spieler zu spielen, zu denen du als Kind aufgeschaut hast, und Erik gehört definitiv dazu. Jetzt öfters gegen ihn zu spielen, wird toll sein. Es ist immer schön, gegen die Helden aus deiner Kindheit zu spielen.“

„Er ist natürlich ein fantastischer Spieler, der die Norris Trophy gewonnen hat. Das muss man auch als Spieler einer anderen Mannschaft neidlos anerkennen“, lacht Trouba. „Er ist eine weitere Waffe, auf die wir aufpassen müssen. Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und uns darauf einstellen, nun häufiger auf ihn zu treffen.“

„Er ist einer dieser Spieler, vor dem du großen Respekt hast. Ihn jetzt viel näher und in unserer Division zu haben, ist spannend“, findet Washingtons Power Forward Tom Wilson. „Es macht unsere Duelle noch besser, denn nachdem alle Augen auf Sid und Ovi waren, ist es immer cool, noch mehr Talente in diesem Derby zu haben. Auf diese Duelle freuen wir uns jetzt schon.“

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