Rangers

Bevor die Preseason 2023/24 am 24. September beginnt, wirft NHL.com/de einen tiefgehenden Blick auf jedes Team.  

Heute: New York Rangers 

Nachdem die New York Rangers in der Saison 2021/22 erst im Eastern Conference Finale an den Tampa Bay Lightning gescheitert waren, schien die Mannschaft in der vergangenen Spielzeit ein Kandidat für das Finale zu sein. Die reguläre Saison schloss sie mit einer Bilanz von 82-47-22 ab, sodass sie den 3. Platz in der Metropolitan Division belegte. In der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs folgte jedoch das unerwartet frühe Aus. Die Rangers unterlagen den New Jersey Devils knapp mit 3:4. 

Dies wurde innerhalb des Franchise als Misserfolg gewertet. Trainer Gerard Gallant musste nach Saisonende gehen und wurde durch Peter Laviolette ersetzt. Dieser ist nun bereits der dritte Übungsleiter beim Klub aus Manhattan seit 2018. Laviolette bringt viel Erfahrung mit. Er trainierte bereits fünf NHL-Teams, zuletzt die Washington Capitals.  

2006 gewann Laviolette mit den Carolina Hurricanes den Stanley Cup. Zudem erreichte er mit den Philadelphia Flyers 2010 und mit den Nashville Predators 2017 jeweils das Finale. Tatsache ist aber auch, dass Laviolette in der jüngeren Vergangenheit weniger Erfolg hatte. Zuletzt erreichte er 2018 mit einem seiner Teams die zweite Runde der Playoffs. In drei Spielzeiten mit den Capitals scheiterte er zweimal in der ersten Runde, ehe Washington vergangene Saison gar nicht erst die Playoffs erreichte. 

Für einen neuen Trainer wie Laviolette ist die Preseason besonders wichtig, um sein Spielsystem auf die Mannschaft zu übertragen. Die Rangers treffen in den Vorbereitungsspielen jeweils zweimal auf die Boston Bruins, die New York Islanders und die New Jersey Devils, ehe sie am 12. Oktober mit einem Auswärtsspiel bei den Buffalo Sabres in die Saison 2023/24 starten.  

Der Kern der Mannschaft hat sich gegenüber der Vorsaison nicht allzu sehr verändert. Zwar gibt es in Vladimir Tarasenko und Patrick Kane zwei sehr prominente Abgänge. Allerdings stießen beide in der vergangenen Saison erst als Last-Minute-Zugang kurz vor der NHL Trade Deadline zum Team. Torwart Jaroslav Halak hat New York ebenfalls verlassen, wird aber durch Jonathan Quick namhaft ersetzt. Als Nummer 1 dürfte ohnehin Igor Shesterkin als einer der besten Goalies der NHL gesetzt sein.  

Insgesamt verfügen die Rangers über einen individuell starken Kader. Offensivspieler wie Artemi Panarin und Mika Zibanejad oder Verteidiger wie Adam Fox gehören zum Besten, was die NHL zu bieten hat. 

Die Offseason wurde genutzt, um die Mannschaft individuell weiter zu verstärken. Erik Gustafsson, der in der vergangenen Saison für die Capitals und die Toronto Maple Leafs aktiv gewesen ist, dürfte ein Gewinn für die Defensive sein. Er könnte in der dritten Defensivpaarung zum Einsatz kommen. 

Der Angriff ist mit dem rechten Flügelstürmer Blake Wheeler verstärkt worden, der ein absoluter Routinier ist. Der 37-Jährige blickt auf 1118 NHL-Spiele zurück und verbuchte in dieser Zeit 312 Tore sowie 610 Assists. Die ebenfalls verpflichteten Nick Bonino und Tyler Pitlick sorgen für noch mehr Tiefe und Erfahrung in der Offensive.

Zibanejads Top-5-Tore der Saison 2022/23

Voraussichtliche Aufstellung

Chris Kreider – Mika Zibanejad – Kaapo Kakko

Artemi Panarin – Vincent Trocheck – Blake Wheeler

Alexis Lafrenière – Filip Chytil – Jimmy Vesey

Barclay Goodrow – Nick Bonino – Tyler Pitlick

Ryan Lindgren – Adam Fox

K'Andre Miller – Jacob Trouba

Erik Gustafsson – Braden Schneider

Igor Shesterkin

Jonathan Quick

Top Talent, auf das es zu achten gilt

Gabe Perreault (RW) – Perreault war der höchste Rangers-Pick beim diesjährigen NHL Draft und wurde an Position 23 ausgewählt. Er gilt als ein hochtalentierter Stürmer mit einem enormen Spielverständnis und individuellen Fähigkeiten, der allerdings noch an seiner Physis und seiner Geschwindigkeit arbeiten muss. Eishockey liegt ihm jedenfalls im Blut: Sein Vater Yanic Perreault absolvierte 859 NHL-Spiele, sein größerer Bruder Jacob Perreault bislang immerhin ein NHL-Spiel.

Die wichtigste Frage

Welchen Einfluss wird Trainer Laviolette auf die Mannschaft nehmen?

Die größte Veränderung befindet sich nicht im Kader, sondern hinter der Bande. Peter Laviolette soll aus einer eingespielten Mannschaft einen Anwärter auf den Stanley Cup machen. General Manager Chris Drury ist davon überzeugt, genau den richtigen Übungsleiter verpflichtet zu haben: „Wegen Peters umfangreicher Erfahrung als Cheftrainer in der National Hockey League sowie den Erfolgen, die seine Teams im Laufe seiner Karriere auf verschiedenen Ebenen erzielt haben, sind wir gespannt, was die Zukunft für unser Team mit ihm an der Spitze bereithält.“

Panarins Top-5-Tore der Saison 2022/23

Auch die Spieler sind zuversichtlich. „Nach allem, was ich gehört habe, ist er ein großartiger Trainer“, sagte Fox. Chris Kreider ergänzte: „Mein Eindruck ist, dass seine Mannschaften immer sehr schwer zu bespielen waren. Natürlich erinnern wir uns an das Team aus Washington, aber auch gegen seine damalige Mannschaft aus Nashville war es nie einfach.“  

Mika Zibanejad glaubt, dass der Annäherungsprozess zwischen Spieler und Mannschaft schnell vonstattengehen wird. „Natürlich wird unser Spiel eine etwas andere Struktur haben. Er hat seine Art und Weise, wie er die Mannschaften spielen lassen möchte. Ich bin mir sicher, dass er die meisten von uns kennt und weiß, wie wir unsere Stärken in seinem System nutzen können“, meinte er.

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