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Florida zeigt trotz knapper Niederlagen Potenzial

Die Panthers verloren alle ihre vier Spiele mit nur einem Tor Unterschied und zeigten gegen die Flyers Torgefahr

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Der Blick auf die Tabelle stimmt die Florida Panthers nach vier Spielen der Saison 2018/19 wohl nicht besonders glücklich. Noch kein Sieg, zwei Mal mussten die Panthers das Eis ohne Punkte verlassen, zwei Mal unterlagen sie im Penaltyschießen, wie bei der jüngsten Enttäuschung, einer 5:6-Niederlage im Wells Fargo Center bei den Philadelphia Flyers am Dienstag. Mit zwei gewonnenen Punkten stehen die Panthers auf dem vorletzten Platz der Atlantic Division und in der Eastern Conference.

Dabei gingen die Panthers in ihren ersten drei Begegnungen jeweils in Führung, ließen aber jedes Mal zu, dass ihre Gegner nicht nur ausglichen, sondern sogar das Spiel zu deren Gunsten drehten. In seinen ersten drei Saisonspielen erzielte Florida im letzten Drittel kein einziges Tor, kassierte aber deren vier.

"Jedes Mal wenn wir in Führung gehen, ist das ein Schlag, wenn der Gegner gleich wieder ausgleicht", gab Panthers Trainer Bob Boughner nach der 2:3-Niederlage gegen die Vancouver Canucks in Spiel drei zu. "Dieses Muster müssen wir durchbrechen. Wenn wir in Führung gehen, müssen wir lernen diese auch zu verteidigen. Wir müssen wieder zu den Tugenden zurückfinden, die wir uns in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison so hart erarbeitet haben."

Video: FLA@PHI: Barkov nutzt ALleingang zum zweiten Tor

Zwischen dem 1. Februar 2018 und dem Ende der vergangenen Saison im April holten die Panthers in 34 Spielen 50 Punkte (24-8-2) und lagen nach Punkten in diesem Zeitraum nur hinter den Nashville Predators (24-6-4, 52 Punkte), die das Schlussklassement anführten und als punktbestes Team der Liga mit dem Gewinn der Presidents' Trophy geehrt wurden.

Die Panthers müssen nun ihre alte Stärke wiederfinden, der Weg dorthin ist nicht so weit, wie die Tabellensituation vermuten lässt. Zwar warten die Panthers noch auf ihren ersten Sieg, doch sie verloren noch keine Partie mit mehr als einem Tor Unterschied.

 

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Mit ihren 14 Gegentreffern stehen die Panthers im oberen Drittel der Liga. Sie ließen 29 Schüsse pro Spiel auf das eigene Tor zu und sie schossen im Durchschnitt pro Spiel 34 Mal auf das gegnerische Tor. Mit beiden Werten stehen sie unter den besten zehn Teams der NHL.

Bei ihrem Auftritt in Philadelphia zeigten sie, dass sie aus ihren Torschüssen auch Kapital ziehen können und das nötige Potenzial in der Offensive haben, um Spiele zu gewinnen. Vier ihrer fünf Topscorer der vergangenen Saison, Aleksander Barkov (27 Tore, 51 Assists), Vincent Trocheck (31 Tore, 44 Assists), Evgenii Dadonov (28 Tore, 37 Assists) und Keith Yandle (acht Tore, 48 Assists) stehen nach wie vor in Diensten der Panthers. Lediglich Jonathan Marchessault wechselte zu den Vegas Golden Knights. Sie alle brachten es vergangene Saison auf über 50 Punkte,

Video: FLA@PHI: Simmonds macht bei zwei auf eins sein 2. Tor

Gegen die Flyers gelang es den Panthers erstmals, im Schlussabschnitt den Ausgleich zu erzielen. Nachdem sie fünf Gegentreffer im zweiten Drittel kassiert hatten, erzwangen sie durch ein Tor von Dadonov und zwei von Barkov die Verlängerung.

Das zeigt aber erneut ein großes Problem auf, das für die Tabellensituation der Panthers mitverantwortlich ist. Das Team schafft es nicht, über 60 Minuten eine konstante Leistung abzurufen. In einer elitären Liga wie der NHL ist das eine Einladung für die Konkurrenz. Es gibt keine leichten Gegner in dieser Liga, gibt man einem Team eine Chance in das Spiel zurückzukommen, wird es diese Gelegenheit auch nutzen.

 

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Es sind die Topscorer und Führungsspieler der Panthers gefragt. Drei Spieler teilen sich mit nur vier Zählern den ersten Platz in der teaminternen Scorerwertung: Barkov, Dadonov und Yandle. Barkov ist mit drei Treffern der beste Torschütze des Teams. Dadonov und Frank Vatrano sind ihre einzigen anderen Spieler, die mehrmals ein Tor erzielen konnten. Die Offensivabteilung von Florida hat vergangene Saison bewiesen, dass sie zu deutlich mehr in der Lage ist. Dieses Potenzial müssen sie nun ausschöpfen.

Wenn der Angriff der Panthers zeigt, was in diesem Kader steckt, und Trainer Boughner es schafft die Leistung der Mannschaft über die gesamte Spielzeit aufrecht zu erhalten, könnten die Panthers in der Tabelle schnell wieder nach oben klettern und sich als schwieriger Gegner für jedes Team der Liga erweisen.

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