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Arbeitende Stürmer und ein Vezina Trophy Gewinner

NHL.com/de 31 in 31: Die defensivstarken Stürmer Connolly, Acciari sowie Schlussmann Bobrovsky bringen den Panthers Stabilität

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Ab dem 1. August nimmt NHL.com/de mit seiner 31 in 31 Serie jedes Team genauer unter die Lupe. Von den wichtigsten Geschehnissen und Spielern bis hin zu Stärken und Schwächen, bieten wir eine umfassende Bestandsaufnahme der Klubs in der Liga.

In dieser Ausgabe geht es um die Florida Panthers.

Problem erkannt, Problem gelöst? Die Florida Panthers verpassten 2018/19 im dritten Jahr in Folge die Stanley Cup Playoffs, und das, obwohl sie im Endklassement der Eastern Conference über den fünftbesten Sturm (264 Tore), das zweitbeste Powerplay (26,8 Prozent) und das fünftbeste Penalty Killing (81,3 Prozent) verfügten. Bei 5-gegen-5 kassierten die Panthers ganz einfach zu viele Tore. 198 an der Zahl waren es bei nummerischem Gleichgewicht auf dem Eis, womit sie die drittschlechteste Verteidigung im Osten auswiesen.

Bilanz 2018/19: 36-32-14, 10. Platz in Eastern Conference
Playoffs 2019: Nicht qualifiziert
Trainer: Joel Quenneville, 1. Saison
Zugänge: Noel Acciari, Sergei Bobrovsky, Brett Connolly, Tommy Cross, Philippe Desrosiers, Ethan Prow, Kevin Roy, Anton Stralman
Abgänge: Troy Brouwer, Ludwig Bystrom, Jean-Sebastien Dea, Michael Downing, Henrik Haapala, Juho Lammikko, Roberto Luongo, Derek MacKenzie, Maxim Mamin, Jamie McGinn, Julian Melchiori, Vincent Praplan, Riley Sheahan

Nachdem Floridas Torwart-Institution Roberto Luongo am 26. Juni sein Karriereende bekanntgegeben hatte, gelang es ihnen, sich die Dienste von Unrestricted Free Agent Sergei Bobrovsky zu sichern.

Video: BOS@CBJ, Sp3: Bobrovsky zeigt großartigen Save

Nicht nur die Verpflichtung von Bobrovsky, sondern auch jene von Rechtsaußen Brett Connolly und Center Noel Acciari soll die Defensive weniger anfällig machen. Beide Stürmer arbeiten viel nach hinten mit. Der 27-jährige Connolly stellte 2018/19 bei den Washington Capitals nicht nur eine persönliche Bestmarke mit 46 Scorerpunkten (22 Tore, 24 Assists) auf, sondern wies mit +13 auch den zweitbesten +/-Wert unter den Stürmern der Capitals aus. Der gleichalte Acciari gehörte in den vergangenen zwei Spielzeiten zur Stammbelegschaft der Boston Bruins, wo er sich mit seinen harten Checks Respekt bei den Gegnern verschaffte.

Panthers General Manager Dale Tallon ist sich sicher, dass ihm drei Coups auf dem Spielermarkt gelungen sind, die auch der Abwehr zu mehr Stabilität verhelfen: "Brett ist ein Stanley Cup Champion [2018], der weiß, was es braucht, um in dieser Liga zu gewinnen. Er bringt eine Dimension von Größe und Können in unsere junge Stürmergruppe ein, und er wird uns in der Tiefe verstärken."

Es ist durchaus vorstellbar, dass Connolly auf den Flügel in der zweiten Sturmformation rückt, wo er Floridas erfolgreichstem Torschützen und besten Überzahlspieler Mike Hoffman (36 Tore, davon 17 im Powerplay) den Rücken freihalten soll.

Acciari ist eher ein Mann für die Mitte der vierten Angriffsreihe. "Noel ist ein hartgesottener, zuverlässiger 2-Wege-Stürmer, der mit viel Schneid spielt", urteilte Tallon. "Er verfügt über einen tollen Charakter, Playoff-Erfahrung und bringt in unsere Aufstellung eine konstante physische Präsenz. Wir wissen, dass er uns verstärkt und es den Gegnern schwerer macht, gegen uns zu bestehen."

Video: CBJ@BOS, Sp1: Acciaris Shorthander bei einem Konter

Der nur 1,78 Meter große Stürmer weiß seine 93 Kilogramm zu nutzen. Mit 221 Checks in 72 Spielen setzte er die zweitmeisten aller Spieler der Bruins und belegte ligaweit den 18. Platz. Dass er durchaus in der Lage ist, Akzente im Spiel nach vorne zu setzen, bewies Acciari auf dem Weg der Bruins in das Stanley Cup Finale als ihm zwei Tore und zwei Assists in 19 Playoff-Partien gelangen.

Den Königsdeal handelte Tallon jedoch mit Bobrovsky aus. Die Panthers lassen sich dessen Dienste in den kommenden sieben Jahren 70 Millionen US-Dollar kosten. Der 30-jährige Schlussmann ist damit der teuerste Spieler in ihrem Kader. In der Erstrundenserie zwischen den Columbus Blue Jackets und den Tampa Bay Lightning hat Bobrovsky gezeigt, dass er immer noch zu den besten seines Fachs gehört. Mit seiner Fangquote von 93,2 Prozent in den vier Auftritten gegen den Presidents' Trophy Gewinner, verhalf er seinen Blue Jackets zum Einzug in die zweite Runde.

"Wir hätten uns nicht so sehr eingesetzt, ihn zu bekommen, wenn wir nicht geglaubt hätten, dass er das noch draufhat", sagte General Manager Dale Tallon. "Wir fühlen uns sehr wohl in Bezug auf seine Personalie. Er hat eine unglaubliche Einstellung und seine Arbeitsmoral ist unübertroffen. Er wird gut zu uns passen und er wird Einfluss darauf haben, was unsere Jungs tun, was das Training auf dem Eis und das Engagement im Spiel betrifft."

 

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Nachdem der ungedraftete Bobrovsky im Anschluss der Saison 2011/12 von den Philadelphia Flyers im Tausch gegen drei Draft-Picks (2. und 4. Runde 2012, 4. Rd. 2013) an die Blue Jackets abgegeben wurde, legte er bei seinem neuen Arbeitgeber postwendend eine Gala-Saison hin (21-11-6; GAA 2,00; 93,2 Prozent) und wurde im Anschluss mit dem Gewinn seiner ersten von zwei Vezina Trophys ausgezeichnet.

Die Panthers hätten sicher nichts dagegen, wenn sich in diesem Fall Geschichte wiederholen würde. Problem gelöst!

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