Die einmal mehr sehr unbequem zu bespielenden Schützlinge von Bowness sicherten sich durch den dreizehnten Postseason-Treffer von Joe Pavelski (54.) zunächst einmal die Overtime. In den Minuten darauf warfen sie sich dann gekonnt und mit dem notwendigen Glück im Bunde in alle Torschüsse der stets torgefährlichen Lightning, um dann in der zweiten Verlängerung selber zuzuschlagen. Die Entscheidung in der Partie fiel durch das zweite Tor des Tages von Perry, der damit den zweiten Sieg seiner Farben im Finale sicherstellte.
Eine, in Anbetracht der Tatsache, dass Tampa Bay deutlich mehr Spielanteile hatte, glückliche Fügung, die diesmal auf Seiten des Klubs aus Dallas einen großen Schub von Glücksgefühlen auslöste und frische Energien und neue Zuversicht für die kommenden Tage zur Folge hatte.
Im Mediengespräch vom Sonntag klangen die Aussagen der Beteiligten dementsprechend nicht mehr so sehr nach Zweckoptimismus, wie es noch nach der unglücklichen Niederlage in Spiel 4 der Fall war.
"Wir haben die Jungs heute in Ruhe gelassen. Nach den beiden Spielen werden wir nicht groß etwas ändern. Es gibt ein paar Besprechungen, aber mehr auch nicht. Denn es gilt sich dann ja schon wieder auf die kommende Aufgabe vorzubereiten", erklärte Coach Bowness den Tagesablauf.
Auf die Stimmung in der 'Blase' in Edmonton angesprochen ergänzte der Trainer: "Die Kameradschaft im Team ist toll, darüber wurde ja schon gesprochen. Aber auch im Trainerteam verstehen wir uns alle toll. Wir halten zusammen und stehen uns menschlich nahe. Jeder hat eine Meinung, aber am Ende ziehen wir alle an einem Strang. Es ist eine Gruppe, mit der man gerne zusammen ist, auch wenn wir jetzt schon etliche Wochen jeden Tag miteinander verbringen."
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"Die Stimmung in der Umkleide war nach dem Sieg natürlich toll. Wir sind aber auch schon die gesamte Saison über aus komplizierten Situationen immer wieder erfolgreich zurückgekommen. Das wirft uns daher alles nicht um. Es geht für uns nicht darum nicht zu verlieren, es geht darum ein Spiel zu gewinnen. Diese Einstellung gibt uns die beste Chance auf einen Sieg. Wir denken an unsere Chancen, nicht die Risiken", sagte Bowness.
Der Trainer ergänzte im Hinblick auf das nächste Duell vielsagend: "Unser Kader ist insgesamt sehr ausgeglichen. Nur so kommst du überhaupt in ein Stanley Cup Finale. Wenn der eine unserer Spieler einmal nicht trifft, dann macht eben ein anderer ein Tor. Ich mache mir da grundsätzlich keine Sorgen. Wer weiß schon, wer Morgen für uns trifft…"
Diese Stars glauben also an sich und werden alles in die Waagschale werfen, um die von einigen Fans und Journalisten womöglich schon verlorengeglaubte Serie komplett zu drehen um am Ende, nach einem angestrebten Spiel 7 am Mittwoch, mit dem riesigen, silbernen Pokal auf ein paar Ehrenrunden im Rogers Place gehen zu können. Der große Traum der Stars, er lebt!