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Columbus hofft auf die Siegermentalität

NHL.com/de 31 in 31: Nach schwerwiegenden Abgängen müssen die Blue Jackets als Mannschaft Lücken füllen

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Ab dem 1. August nimmt NHL.com/de mit seiner 31 in 31 Serie jedes Team genauer unter die Lupe. Von den wichtigsten Geschehnissen und Spielern bis hin zu Stärken und Schwächen, bieten wir eine umfassende Bestandsaufnahme der Klubs in der Liga.

In dieser Ausgabe geht es um die Columbus Blue Jackets.

Der Umbruch im Team der Columbus Blue Jackets ließ sich schon vor der Free-Agent-Phase erwarten. Mit Sergei Bobrovsky, Artemi Panarin, Matt Duchene und Ryan Dzingel verließen vier Top-Spieler die Blue Jackets als Unrestricted Free Agents. Columbus setzte in der vergangenen Saison viel auf eine Karte und muss es nun schaffen die Siegermentalität, die mit dem Erstrunden-Sweep gegen die Tampa Bay Lightning Einzug in Columbus gehalten hat, zu bewahren und davon zu zehren.

"Es ist Teil des Geschäfts", ist Cam Atkinsons Antwort auf die Geschehnisse um Bobrovsky, Panarin, Duchene und Dzingel. Der Kern des Teams bleibt zusammen und der Tausch einzelner Puzzlestücke ist nicht von Nachteil, wenn es nach Atkinson geht. Er selbst kann das beweisen, indem er seine Top-Saison (Karrierebestwert mit 41 Treffern) auch ohne Panarin bestätigt.

Bilanz 2018/19: 47-31-4, 8. Platz in Western Conference
Playoffs 2019: Aus in Runde 2 (2:4 gegen Boston Bruins)
Trainer: John Tortorella, 5. Saison
Zugänge: Gustav Nyquist, Marko Dano
Abgänge: J.F. Berube, Sergei Bobrovsky, Tommy Cross, Matt Duchene, Ryan Dzingel, Keith Kinkaid, Mark Letestu Artemi Panarin

"Wir wissen, was wir in der Kabine haben - Ein Siegerteam und eine Sieger-Kultur". Atkinson ist sich sicher, dass die Blue Jackets die schweren Verluste aus der Free Agent Phase auffangen können und sieht sein Team auch für die kommende Saison gerüstet. Seine Hoffnung zieht Atkinson aus den in der Anzahl nur geringen Wechseln bei den Blue Jackets. Die Mannschaft bleibt im Kern gleich und die vier Top-Spieler sollen hauptsächlich von innen heraus ersetzt werden. Hierbei wird Atkinson sicher eine tragende Rolle einnehmen, doch auch die anderen Columbus-Spieler können nach dem Sweep über Tampa Bay in der ersten Runde der Stanley-Cup-Playoffs 2019 von mehr Erfahrung profitieren.

Video: Top Fünf Spielzüge aus 2018/19: Cam Atkinson

Der neue Weg der Blue Jackets führt über eine Mischung aus erfahrenen Veteranen und jungen hungrigen Spieler, die sich in der Liga beweisen müssen. Durch Alexandre Texier (19) und Emil Bemstrom (20) wird Columbus den Altersschnitt noch weiter nach unten drücken. Zach Werenski weiß um die neue Situation: "Wir haben ein sehr junges Team und ich glaube, dass wir einen großen Schritt vorwärts gemacht haben, was die Erfahrung und die Art zu spielen angeht."

Durch die vielen Gerüchte um Bobrovsky und Panarin während der vergangenen Saison kehrte bei Columbus nie wirklich Ruhe ein. Das vermeintliche Damoklesschwert schwebte immer über dem Franchise. Nun, da das Schwert mit den Abgängen der beiden Top-Stars gefallen ist, kann das Team der neuen Spielzeit von den Erkenntnissen aus der von Unsicherheit geprägten Zeit profitieren. General Manager Jarmo Kekalainen fasste es treffend zusammen: "Wenn du weniger Drama haben kannst, dann ist das gut, oder?"

 

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"Manchmal ist es gut für ein Team durch ein Stahlbad zu gehen, eine Art von Konflikt zu haben, das zu klären und dann noch geschlossener weiterzugehen," fuhr Kekalainen fort. Mit den Wechseln der Free-Agents zu anderen Teams sollten die Unstimmigkeiten geklärt sein. Für den verbleibenden Kern ist es nun die Aufgabe die Lücken als noch enger zusammenstehende Gruppe zu schließen. Auf den Feldspieler-Positionen sollte es Columbus gelingen, die Verluste zu kompensieren. Mit Gustav Nyquist kommt ein Flügelspieler, der in 500-NHL-Partien seine Klasse bewiesen hat. Am 1. Juli unterschrieb er einen Vierjahresvertrag. Besonders mit seiner Geschwindigkeit dürfte Nyquist den Blue Jackets helfen.

Auf der Torhüter-Position wiegt der Verlust schwerer. Die herausragenden Leistungen von Bobrovsky muss ein Torhüter kompensieren. Durch ein ausgeglicheneres Goalie-Gespann kann lediglich die Regenerationszeit erhöht werden. Die Hauptlast dürfte hierbei auf Joonas Korpisalo fallen. Mit erst 81 Starts liegt er trotzdem vor seinem Torwart-Kollegen Elvis Merzlikins, der noch nie zwischen NHL-Pfosten stand. Der Weg vom Nummer-Zwei-Goalie zu einem Starter ist lang, doch der, den fast alle Torhüter in der NHL gegangen sind. Korpisalo und Merzlikins haben beide das Potential Bobrovsky annähernd zu ersetzen, ob sie es abrufen können, ist aber nicht sicher.

 

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Nyquist war klar, dass besonders die Abgänge in der Off-Season thematisiert werden, doch der Angreifer will beweisen, dass es jetzt andere Akteure gibt, die einspringen. Er ist sich sicher, dass alle im Team hart arbeiten werden, um daran weiterzubauen, was in den vergangenen Jahren in Columbus entstanden ist. Auch Kekalainen ist sich sicher: "Ich glaube 

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