Der neue Weg der Blue Jackets führt über eine Mischung aus erfahrenen Veteranen und jungen hungrigen Spieler, die sich in der Liga beweisen müssen. Durch Alexandre Texier (19) und Emil Bemstrom (20) wird Columbus den Altersschnitt noch weiter nach unten drücken. Zach Werenski weiß um die neue Situation: "Wir haben ein sehr junges Team und ich glaube, dass wir einen großen Schritt vorwärts gemacht haben, was die Erfahrung und die Art zu spielen angeht."
Durch die vielen Gerüchte um Bobrovsky und Panarin während der vergangenen Saison kehrte bei Columbus nie wirklich Ruhe ein. Das vermeintliche Damoklesschwert schwebte immer über dem Franchise. Nun, da das Schwert mit den Abgängen der beiden Top-Stars gefallen ist, kann das Team der neuen Spielzeit von den Erkenntnissen aus der von Unsicherheit geprägten Zeit profitieren. General Manager Jarmo Kekalainen fasste es treffend zusammen: "Wenn du weniger Drama haben kannst, dann ist das gut, oder?"
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"Manchmal ist es gut für ein Team durch ein Stahlbad zu gehen, eine Art von Konflikt zu haben, das zu klären und dann noch geschlossener weiterzugehen," fuhr Kekalainen fort. Mit den Wechseln der Free-Agents zu anderen Teams sollten die Unstimmigkeiten geklärt sein. Für den verbleibenden Kern ist es nun die Aufgabe die Lücken als noch enger zusammenstehende Gruppe zu schließen. Auf den Feldspieler-Positionen sollte es Columbus gelingen, die Verluste zu kompensieren. Mit Gustav Nyquist kommt ein Flügelspieler, der in 500-NHL-Partien seine Klasse bewiesen hat. Am 1. Juli unterschrieb er einen Vierjahresvertrag. Besonders mit seiner Geschwindigkeit dürfte Nyquist den Blue Jackets helfen.
Auf der Torhüter-Position wiegt der Verlust schwerer. Die herausragenden Leistungen von Bobrovsky muss ein Torhüter kompensieren. Durch ein ausgeglicheneres Goalie-Gespann kann lediglich die Regenerationszeit erhöht werden. Die Hauptlast dürfte hierbei auf Joonas Korpisalo fallen. Mit erst 81 Starts liegt er trotzdem vor seinem Torwart-Kollegen Elvis Merzlikins, der noch nie zwischen NHL-Pfosten stand. Der Weg vom Nummer-Zwei-Goalie zu einem Starter ist lang, doch der, den fast alle Torhüter in der NHL gegangen sind. Korpisalo und Merzlikins haben beide das Potential Bobrovsky annähernd zu ersetzen, ob sie es abrufen können, ist aber nicht sicher.
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Nyquist war klar, dass besonders die Abgänge in der Off-Season thematisiert werden, doch der Angreifer will beweisen, dass es jetzt andere Akteure gibt, die einspringen. Er ist sich sicher, dass alle im Team hart arbeiten werden, um daran weiterzubauen, was in den vergangenen Jahren in Columbus entstanden ist. Auch Kekalainen ist sich sicher: "Ich glaube