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Die Abgänge der Free-Agent-Phase schaffen in Columbus den Platz, den Nachwuchsspieler benötigen, um sich in der NHL zu behaupten. Die Blue Jackets werden in der kommenden Saison jünger sein, als in der abgelaufenen und mit Alexandre Texier, Elvis Merzlikins,Emil Bemstrom und Vadislav Gavrikov stehen in allen Mannschaftsteilen Nachwuchsspieler in den Startlöchern.
Texier absolvierte am 5. April sein erstes NHL-Match und konnte direkt einen Treffer erzielen. Im letzten regulären Saisonmatch folgte ein weiterer Treffer. Insgesamt erarbeitete er sich schnell das Vertrauen des Trainers und lief auch in acht von zehn Playoff-Partien auf. Gegen Tampa Bay traf er in Spiel 4 doppelt. Offensiv dürfte Texier bereits jetzt neue Impulse setzen können, doch am Defensivverhalten gilt es noch zu arbeiten.
"Emil Bemstrom ist bereit für die Herausforderung. Er wird seine Chance bekommen und wir werden sehen, was er zu leisten im Stande ist," sagte Jarmo Kekalainen beim NHL Draft 2019. Bemstrom sorgte in der schwedischen ersten Liga für Aufsehen, indem er die 2018/19 die drittmeisten Tore eines Teenagers in der Geschichte erzielte (23). Er war bester Torschütze und Powerplay-Torschütze (10) der Liga. Mit Bemstrom und Texier sind die Blue Jackets mit starken offensiven Talenten besetzt.
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In der Defensive bekam Gavrikov in der zweiten Playoffrunde gegen die Boston Bruins bereits zwei Einsätze in der NHL. Nach sechs Spielzeiten in der russischen KHL, die er 2018/19 mit einer Plus-Minus-Bilanz von +48 anführte, wird die Spielzeit 2019/20 seine erste volle in der NHL werden. Gavrikov wir Columbus in der Defensive mehr Tiefe geben, von der auch Merzlikins im Tor profitieren wird.
Stärken
Die Blue Jackets können auf eine im Kern unveränderte Mannschaft aus der Saison 2018/19 zurückgreifen. Den Abgängen von Panarin, Bobrovsky, Duchene und Dzingel steht die Neuverpflichtung von Nyquist gegenüber. In der Defensive ändert sich im Vergleich zur Vorsaison fast nichts.
Immerhin war der Verteidigerverbund von Columbus in der vergangenen Saison mit nur 232 Gegentreffern der Elftbeste der Liga. Nur 232 Gegentore mussten die Blue Jackets hinnehmen. Ein großer Teil dieses Werts geht tatsächlich an die Defensive und nicht an Bobrovsky im Tor. Die Verteidiger ließen nur 29,5 Schüsse pro Match zu, der sechstbeste Wert der Liga. Auch in Unterzahl wussten die Blue Jackets mit 85 Prozent erfolgreich überstandenen Situationen (zweitbester Wert) zu überzeugen.