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Sabres treten Nachfolge der Golden Knights an

Buffalo legt zehn Siege in Folge hin und mausert sich zum Überraschungsteam der Saison

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Die Buffalo Sabres schicken sich an, die Nachfolge der Vegas Golden Knights anzutreten und zur Überraschungsmannschaft der Saison zu werden. Zwar ist es für allzu kühne Prognosen noch zu früh, doch die Zeichen verdichten sich, dass die Mannschaft im kommenden Frühjahr nach acht Jahren Abstinenz zumindest wieder in den Stanley Cup Playoffs mitmischt. Mit 36 Punkten aus 25 Spielen stehen die Sabres an der Tabellenspitze der NHL. Am Dienstag bezwangen sie im heimischen KeyBank Center die San Jose Sharks mit 3:2 n. V. und feierten den zehnten Sieg hintereinander. Damit stellten sie ihren Franchise-Rekord von 2006/07 ein.

 

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Die Auftritte der Sabres sind kein Vergleich zu den tristen Darbietungen der vergangenen Spielzeit, als sie mit 62 Punkten aus 82 Begegnungen nach der Hauptrunde auf dem letzten Platz in der Liga-Gesamtwertung landeten. Im Vorjahr hatten sie nach 25 Auftritten lediglich 16 Zähler auf ihrem Konto.

Ein weiterer Indikator für die Qualität, die in der Belegschaft steckt, ist die Nervenstärke, die sie besonders während ihrer imposanten Siegesserie an den Tag legte. Sechs von zehn Spielen gewannen die Sabres in der Verlängerung oder im Penaltyschießen. Ohne das geringste Zeichen von Unsicherheit machten sie sich in den Sonderschichten ans Werk und sicherten sich in Manier einer abgezockten Spitzenmannschaft den Zusatzpunkt.

Video: SJS@BUF: Skinner in OT, Sabres egalisieren Teamrekord

Den Sieg gegen San Jose stellte Jeff Skinner sicher. Nach 1:41 Minuten Overtime umspielte er den nach einem missglückten Abwehrversuch zu weit vor dem Tor stehenden Sharks-Schlussmann Martin Jones und setzte den Puck mit der Rückhand in die Maschen. Für den 26 Jahre alten Angreifer war es Saisontreffer Nummer 19 und das 18. Tor in den vergangenen 18 Partien. Zwei Spiele zuvor zeichnete Skinner bereits für das 3:2 n. V. gegen die Montreal Canadiens verantwortlich. Der im Sommer in einem Trade von den Carolina Hurricanes verpflichtete Angreifer hat sich längst bezahlt gemacht. Er ist die ideale Ergänzung in der Top-Reihe für den in der vorigen Runde häufig auf sich alleingestellten Jack Eichel.

Sabres-Trainer Phil Housley weiß, was er an Skinner hat. "Er besitzt die Gabe, stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein", lobt er seinen Schützling. "Außerdem sorgt er für viel Betrieb vor dem gegnerischen Tor, findet Lücken und stürzt sich auf die Abpraller. Hinzu kommt seine enorme Stärke im Abschluss."

 

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Skinner selbst übte sich dagegen nach seinem Einsatz gegen die Sharks in Bescheidenheit. "In jedem Match ist ein anderer von uns mit einem genialen Spielzug in einer wichtigen Phase in Erscheinung getreten. Es gibt allerdings Dinge in unserem Spiel, die wir verbessern müssen und wollen. Das ist notwendig, um in dieser Liga zu bestehen. Die Teams sind einfach zu gut, da darf man in seiner Leistung nicht nachlassen", sagte der Torjäger. Mit seinen 19 Treffern führt er die Torschützenliste der Sabres mit großem Abstand vor Jason Pominville (9) und Connor Sheary (6) an. In der Scorerwertung rangiert er mit 27 Punkten (19 Tore, 8 Assists) an zweiter Stelle hinter Kapitän Eichel, der 28 Zähler (5 Tore, 23 Vorlagen) vorzuweisen hat.

Video: SJS@BUF: Ristolainen durch die Beine zum Tor

Verteidiger Rasmus Ristolainen freut sich, dass die Mannschaft den Fans nach all den Jahren Magerkost endlich wieder Delikatessen serviert. "Seit ich hier bin, haben sie uns immer unterstützt. Es ist schön zu sehen, wie glücklich sie jetzt sind und wie sie die letzten paar Spiele die Halle gerockt haben", sagte er. Der Finne steht seit 2013/14 in Diensten der Sabres und würde liebend gerne erstmals in seiner Laufbahn die Playoffs erreichen.

Für Buffalo stehen in den nächsten Tagen drei Auswärtsspiele auf dem Spielplan. Gleich im ersten kommt es zum Spitzenduell in der Eastern Conference gegen die Tampa Bay Lightning, die in der Tabelle mit 35 Punkten nur einen Zähler hinter den Sabres auf Platz 2 liegen. Danach treffen die Sabres auf die Florida Panthers, bevor sie zum Abschluss ihrer Dienstreise bei den Nashville Predators eine weitere schwere Prüfung zu bestehen haben. In der momentanen Verfassung braucht ihnen jedoch vor großen Namen nicht bange sein. Erst recht nicht, wenn sie in Führung gehen. 12 von 14 Spielen entschieden die Sabres in dieser Saison für sich, nachdem sie das erste Tor geschossen hatten. Auch das ist ein Wert, wie ihn in der Regel nur Spitzenteams vorzuweisen haben.

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