Semyon Varlamov FA capsule closeup

Am Samstag, 1. Juli, beginnt in der NHL die Free Agency und damit die heiße Wechselfrist. Alle vertragslosen Spieler können dann mit neuen Teams verhandeln und Verträge abschließen. NHL.com/de wirft einen Blick auf die besten Unrestricted Free Agents (UFA) auf den verschiedenen Positionen.

In dieser Ausgabe: Die Torhüter

Semyon Varlamov (New York Islanders)

Der 35-jährige Routinier war zuletzt bei den New York Islanders. In der Saison 2022/23 kam er 23-mal zum Einsatz, davon 22-mal von Beginn an. Er hatte einen Gegentorschnitt von 2,70 und eine Fangquote von 91,3 Prozent vorzuweisen. Varlamov wäre mit der Erfahrung aus 15 NHL-Saisons und 583 Einsätzen sowie fünf Playoff-Teilnahmen (60 Partien) eine gute Verstärkung für Teams, die auf der Suche nach einem mit allen Wassern gewaschenen Goalie und einer potentiellen Nummer 1 sind.

Adin Hill (Vegas Golden Knights)

Mit Hill kommt ein frischgebackener Stanley Cup Champion auf den Markt. Der 27-jährige Schlussmann trug entscheidend zum Titelgewinn der Vegas Golden Knights bei. Dabei war er nur als Nummer 3 in die Saison gestartet. In der zweiten Playoff-Runde sprang er für den verletzten Stammkeeper Laurent Brossoit ein und gab den Platz zwischen den Pfosten fortan nicht mehr her. In 16 Playoff-Spielen (14 Starts) hatte Hill einen Gegentorschnitt von 2,17 und eine Fangquote von 93,3 Prozent zu verzeichnen. Er könnte nun bei einem anderen Klub als Nummer-1-Goalie anheuern.

Adin Hill FA capsule

Thomas Greiss (St. Louis Blues)

Der inzwischen 37 Jahre alte Füssener ist in der NHL weit herumgekommen. In der abgelaufenen Saison fungierte er als Backup von Jordan Binnington bei den St. Louis Blues. Bei seinen 21 Auftritten wurde er häufiger als ihm lieb war von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Deshalb musste er im Schnitt 3,64 Gegentore hinnehmen und kam nur auf eine Fangquote von 89,6 Prozent. Einmal gelang es ihm, seinen Kasten sauber zu halten. Sollte Greiss in der Free Agency nicht bald einen neuen Arbeitgeber finden, ist es durchaus denkbar, dass er seine aktive Karriere nach 368 Spielen in der regulären Saison beendet.

Frederik Andersen (Carolina Hurricanes)

Mit einer Matchbilanz von 21-11-1 in 34 Spielen (33 Starts), einem Gegentorschnitt von 2,48 und einer Fangquote von 90,3 Prozent sowie einem Shutout hatte der 33-jährige Andersen in der zu Ende gegangenen Saison gute Werte zu verzeichnen. Sollte er sich nicht mit den Hurricanes auf einen Anschlussvertrag einigen, ist er für alle Teams interessant, die auf einen Goalie mit Playoff-Erfahrung setzten. Davon hat Andersen eine Menge. In der Postseason hütete er bei den Anaheim Ducks, den Toronto Maple Leafs und Carolina insgesamt 62-mal das Tor. In den Stanley Cup Playoffs 2023 sind für ihn neun Einsätze von Beginn an und fünf Siege registriert.

Frederik Andersen UFA action

Ilya Samsonov (Toronto Maple Leafs)

Nach seinem Wechsel von den Washington Capitals zu den Toronto Maple Leafs zur Saison 2022/23 avancierte Samsonov dort zur Nummer 1. Er absolvierte 42 Spiele (40 Stars) und brachte es auf eine Matchbilanz von 27-10-5, einen Gegentorschnitt von 2,33 sowie eine Fangquote von 91,9 Prozent. In den Playoffs trug der 26-Jährige mit starken Leistungen dazu bei, dass die Maple Leafs in der ersten Runde die Tampa Bay Lightning ausschalteten und damit erstmals seit 2004 wieder eine Postseason-Serie für sich entschieden.

Tristan Jarry (Pittsburgh Penguins)

Für Jarry war die abgelaufene Saison eine herbe Enttäuschung. Das hing weniger mit seinen persönlichen Darbietungen zusammen, sondern mit der Tatsache, dass die Playoffs ohne Beteiligung der Penguins über die Bühne gingen. An Jarry lag es allerdings nicht. Die Matchbilanz des 28 Jahre alten Goalies in 47 Spielen belief sich auf 24-13-7, der Gegentorschnitt auf 2,90 und die Fangquote auf 90,9. Zweimal feierte er einen Shutout.

Tristan Jarry FA capsule closeup

Joonas Korpisalo (Los Angeles Kings)

Nach seinem Transfer vor der NHL Trade Deadline von den Columbus Blue Jackets zu den Los Angeles Kings kam Korpisalo zu elf Spielen in der regulären Saison und zu sechs Einsätzen in den Playoffs bei den Kaliforniern. Das Aus in der Erstrunden-Serie gegen die Edmonton Oilers (2:4) konnte der 29-Jährige allerdings nicht verhindern. In den sechs Partien musste er 22-mal hinter sich greifen. In der Hauptrunde war es für ihn besser gelaufen. Ein Verbleib in Los Angeles ist genauso denkbar, wie ein der Wechsel zu einem Ligakonkurrenten.

Weitere UFA-Torhüter

Auf dem Spielermarkt tummelt sich eine Reihe weiterer Torleute, die ab 1. Juli keinerlei Einschränkungen bei der Teamsuche unterliegen. Dazu zählen Jonathan Quick, Laurent Brossoit (beide Golden Knights), Antti Raanta (Hurricanes), Martin Jones (Seattle Kraken), Jaroslav Halak (New York Rangers), Anton Khudobin (Chicago Blackhawks), Mike Smith (Edmonton Oilers) und James Reimer (San Jose Sharks).