Im Angriff erlebte Center Matt Duchene eine Wiederauferstehung und legte sogar ein Karrierejahr aufs Eis: Der Mittelstürmer sammelte 86 Punkte, die Hälfte davon waren Tore (43-43-86). Duchene sollte damit der ultimative Go-to-Guy im Predators-Sturm sein, genauso wie Flügelspieler Filip Forsberg, mit dem sich Nashville auf einen neuen Achtjahresvertrag (Gesamtvolumen: 68 Millionen US-Dollar) einigen konnte. Forsberg performte ähnlich stark wie Duchene und kam in 78 Spielen auf 84 Punkte, auch bei ihm waren die Hälfte davon Treffer (42-42-84). Hinter diesem Duo, das über 40 Tore erzielte, klafft eine größere Torjäger-Lücke. Auf Platz drei folgt Ryan Johansen (26-37-63).
Auch Torwart Juuse Saros zählt zu den absoluten Führungsspielern beim Team aus Tennessee. Der 27-jährige Finne bestätigte, dass er ein würdiger Nachfolger für Pekka Rinne ist, überzeugte mit einem Gegentorschnitt von 2,64, einer Fangquote von 91,8 Prozent sowie vier Shutouts und ist die unumstrittene Nummer 1.
Stärken
Die Predators sind ein Team, das auf drei Säulen aufgebaut ist: Tempo, Laufstärke und Physis. Diese drei Elemente sollen auch 2022/23 wieder zum Erfolg führen. Trainer John Hynes bekam außerdem das über mehrere Jahre schwächelnde Powerplay in den Griff und formierte das fünfbeste Überzahl-Team der Liga (24,4 Prozent Erfolgsquote). Entsprechend soll das Überzahlspiel auch zur neuen Saison wieder ein wichtiger Faktor sein.
Verbesserungspotenziale
Nashville braucht mehr Scoring-Touch aus der Tiefe und muss sein Secondary Scoring steigern. Das gilt insbesondere bei gleicher Mannschaftsstärke auf dem Eis. Doch auch bei den Special Teams gibt es noch Arbeit: Das Penalty Killing (79,2 Prozent Erfolgsquote, Rang 18) ist noch ausbaufähig. Auch würde den Predators noch ein Top-6-Stürmer gut zu Gesicht stehen, der den Top-Performern Duchene und Forsberg die Scoring-Last ein wenig abnimmt.
Spieler aus DACH
Nashville ist traditionell ein guter Standort für Schweizer: Zwei-Wege-Verteidiger Roman Josi drückt seit Jahren als Kapitän und Top-Scorer seinen Stempel auf (siehe oben). Zur Saison 2022/23 hat Josi wieder einen Landsmann im Kader, denn die Predators verpflichteten den Schweizer Flügelstürmer Nino Niederreiter (siehe Extra-Story).