Sein Teamkollege Zajac sieht es genauso. "Man verliert eine Serie nicht in Spiel 1. Beim nächsten Auftritt gilt es eine passende Antwort zu geben", hob er hervor.
Als Blaupause für ein erfolgreicheres Abschneiden in Spiel 2 dient Devils-Coach John Hynes zufolge die Darbietung seiner Schützlinge im mittleren und letzten Abschnitt. "Am Anfang waren wir unsicher und nervös. Im zweiten Drittel haben wir mehr und mehr unseren Rhythmus gefunden. In den letzten 30 Minuten sind wir so aufgetreten, wie mir das vorschwebt", analysierte der Trainer.
Angreifer Hall mahnte an, den Slot besser zu verteidigen. "Wir müssen diesen Bereich in den kommenden Spielen unbedingt sauber halten und nicht wieder so viele Chancen zulassen", betonte er.
Wenn die Devils das zweite Aufeinandertreffen für sich entscheiden wollen, müssen sie zudem gleich von Beginn an mutig auftreten. In der Hauptrunde war das der Schlüssel zum Erfolg gegen die Lightning. Bei ihren drei Siegen gingen die Devils jeweils mit 1:0 in Führung. Das ihnen diesmal am Anfang ein wenig das Selbstvertrauen fehlte, dürfte den besonderen Umständen geschuldet gewesen sein. Elf Devils-Spieler schnupperten am Donnerstag erstmals Playoff-Luft. Und die ist nun einmal wesentlich rauer als in der regulären Saison.
Das bekam auch Nico Hischier zu spüren. Der Nummer-1-Draftpick von 2017 gehörte ebenso zu den Playoff-Debütanten wie Hall, Torhüter Keith Kinkaid, Will Butcher, Blake Coleman, Stefan Noesen, Mirco Mueller, Pavel Zacha, Brian Gibbons, John Moore und Miles Wood.
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Hischier, der die Hauptrunde mit 52 Punkten als zweitbester Scorer seines Teams abschloss, hatte während der 60 Minuten lediglich eine gute Torchance. Die vereitelte Tampas Schlussmann Andrei Vasilevskiy mit einer Glanzparade. Ohne Zähler blieben zudem Hischiers Schweizer Landsmann Müller und der Österreicher Michael Grabner. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Hischier wertvolle Erfahrungen in den 60 Minuten gesammelt hat und sich im weiteren Verlauf der Playoffs steigert.
Eitel Sonnenschein herrscht derweil im Lager der Lightning. Hauptgrund für die allgemeine Zufriedenheit: Die Tiefe des Kaders erwies sich zum Playoff-Start als verlässliche Größe. Denn gegen die Devils war es gerade nicht die Paradereihe mit Steven Stamkos, Nikita Kucherov und J.T. Miller, die der Offensive ihren Stempel aufdrückte, sondern die Angreifer der zweiten und dritten Formation. Dass in entscheidenden Momenten jederzeit andere Spieler für die Stars in die Bresche springen, zeichnet Spitzenmannschaften und potenzielle Titelkandidaten wie die Lightning aus.