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Die Blutung stoppen und wieder siegen

St. Louis konnte seit vier Spielen nicht gewinnen und muss im engen Kampf um die Playoffteilnahme wieder Erfolge einfahren.

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die St. Louis Blues starteten stark in die aktuelle Spielzeit. Bis Ende Oktober konnten die Blues zehn von 13 Spielen gewinnen und zwei Punkte einstreichen. Auch im weiteren Saisonverlauf spielten die Blue Notes stark auf und standen konstant auf einem Top-Drei-Platz ihrer Division. 

Die Qualifikation für die Stanley Cup-Playoffs schien eine reine Formsache. Nach nun vier erfolglosen Spielen, mit Niederlagen gegen die direkten Rivalen, die Nashville Predators und die Dallas Stars, findet sich das Team aus St. Louis nun auf Rang vier der divisionsinternen Tabelle wieder, wobei die Minnesota Wild mit zwei Spielen weniger lediglich einen Punkt Rückstand haben. Die zwei Wildcard-Plätze im Westen sind stark umkämpft und ein Playoff-Ticket ist für die Blues inzwischen nicht mehr selbstverständlich.

Mit den vier Niederlagen im Nacken steht für die Truppe aus St. Louis nun die Aufgabe an den Trend umzukehren und die derzeitige 'Blutung' zu stoppen. Goalie Cater Hutton analysierte nach der Partie gegen die San Jose Sharks: "Es ist frustrierend. Du willst Spiele gewinnen. Ich denke die Zeit für Charaktersiege ist vorbei. Wir müssen Eishockeybegegnungen gewinnen und wieder Punkte einfahren." 

Auch Huttons Trainer, Mike Yeo stellte fest: "Verzweiflung war es schon vor einiger Zeit, also ja, jetzt ist die Zeit in der der Stolz ins Spiel kommen muss. Wir müssen offensichtlich die Blutung stoppen. Wir müssen wieder Vertrauen in unser Spiel finden und das Gefühl haben, dass jeder der auf der Eisfläche auftaucht bereit ist alles zu geben. Wir können einfach nicht akzeptieren, dass gut spielen aber keine Punkte holen. Das ist nicht gut genug. Wir brauchen Punkte, wir brauchen Siege und wir brauchen das genau jetzt."

Die derzeit kriselnden Blues sind nicht das erste Team, dass in dieser Spielzeit den Turnaround schaffen muss. Viele andere Teams mussten schon blutende Wunden versorgen, einige mit deutlich mehr Erfolg als andere. 

Die Philadelphia Flyers verloren zwischen dem 4. November und dem 2. Dezember zehn Partien am Stück, eine weitaus größere Krise als die der Blues aktuell. Doch die Flyers befreiten sich aus der Situation, mit einem 5:2-Erfolg gegen die Calgary Flames starteten Sie eine 6-Spiele-Erfolgsserie. Die Erleichterung nach diese, Sieg war Flyers Stürmer Jakub Voracek anzumerken: "Es war eine lange Durststrecke. Es ist nur ein Spiel. Jetzt erwarten wir einen Sieg."

Die Montreal Canadiens stecken seit Saisonbeginn in einem Sumpf aus dem sie sich nicht befreien können. Acht Niederlagen in den ersten zehn Spielen waren zu viel für das frankokanadische Team, dass seitdem hinter den eigenen Erwartungen herläuft. Der Playoff-Zug ist abgefahren und jedes kurzzeitige Aufbäumen gegen die anhaltende Flaute war lediglich ein Strohfeuer. Auf jede Siegesserie folgte postwendenden eine Reihe von Misserfolgen. 

Den entgleisten Zug also wieder in Spur zu bringen scheint gar nicht so einfach. Und selbst wenn es gelingt, muss dies nicht von Dauer sein. Das zeigen aktuell die New York Rangers.

 

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Die Broadway Blue Shirts starteten schwach in die Saison. Wie auch die Canadiens verloren die Rangers acht der ersten zehn Partien. Erst der Erfolg gegen die Las Vegas Golden Knights am 31. Oktober schien den Knoten der Rangers zu lösen. Es folgte sechs Siege in Serie und eine starke Saisonphase des Teams aus Manhattan. Die Rangers schienen den Weg Richtung Top-drei der Atlantic Division erfolgreich zu gestalten, ehe ihnen erneut ein Spiel gegen die Golden Knights, am 7. Januar den Stecker zog. Seit der 1:2-Niederlage verloren die Rangers 13 von 18 Begegnungen und haben nun sechs Punkte Rückstand auf den letzten Wildcard-Spot im Osten.

Der letztjährige Stanley-Cup-Gewinner, die Pittsburgh Penguins, sahen zu Saisonbeginn nicht aus wie sie selbst. Deutliche Niederlagen gegen die Chicago Blackhawks (1:10, 5. Oktober) und die Tampa Bay Lightning (1:7, 21. Oktober) verunsicherten den amtierenden Champion aber nicht nachhaltig. Konstant verbesserten sich die Pens und stehen nun dort, wo sie erwartet wurden, auf sicherem Playoffkurs. 

Ebenso steht es um die Tampa Bay Lightning, die die in der Liga nur Las Vegas den Vortritt lassen müssen. Die herausragende Offensive der Liga schafft es immer wieder Anzeichen einer Krise durch einen Sieg wegzuwischen. Maximal drei Niederlagen in Folge mussten die 'Bolts' diese Saison verzeichnen, ehe die Trendwende geschafft wurde. Eine Eigenschaft, die ein Top-Team auszeichnet.

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