Dass er auch menschlich schon sehr reif und weit in seiner Entwicklung zu sein scheint, unterstreicht die Tatsache, dass der 17-Jährige in Angelholm nicht nur Eishockey spielt, sondern auch am regulären Schulbetrieb teilnimmt, sich dazu überraschend schnell und gut die schwedische Sprache angeeignet hat. Doch leicht fällt ihm das Alles nicht, wie er betont. "Es ist schwierig, weil wir normalerweise vormittags trainieren und ich deshalb den Unterricht verpassen muss, aber ich versuche einfach, wann immer ich Zeit habe, dorthin zu gehen und auch dort gute Arbeit zu leisten. Die Jungs im Team haben mir geholfen, ziemlich schnell Schwedisch zu lernen, indem sie außerhalb des Eises mit mir gesprochen und mir auf dem Eis Dinge gezeigt haben."
Die nahe Zukunft Kaspers liegt erst einmal in Kanada, wo Kasper in den kommenden Tagen mit der U20-Nationalmannschaft seines Heimatlandes für Aufsehen sorgen will, auch wenn es schwer werden dürfte, sich gegen die Favoriten zu behaupten. "Ich hoffe immer, dass wir besser abschneiden werden, und ich glaube, dass wir das auch können", sagte er gegenüber den Kollegen der IIHF. "Letztes Jahr war es schwierig für uns, weil einige Spieler vor dem Turnier krank wurden, aber ich denke, dass wir es dieses Jahr besser machen können und ich glaube, dass wir als Team dazu in der Lage sind."
Den Abstieg zu vermeiden wird die Herausforderung werden, denen sich die Österreicher in der Gruppe A mit Kanada, Finnland, der Tschechischen Republik und Deutschland stellen müssen. In der Rolle des Außenseiters scheint sich Kasper aber recht wohl zu fühlen, wie seine Aussagen vor dem Abflug nach Kanada vermuten ließen: "Es ist eigentlich egal, gegen wen wir spielen. Wir müssen einfach in jedem Spiel unser Bestes geben. Wir wissen, dass es sehr schwer sein wird, gegen diese Teams zu bestehen, aber wenn wir jedes Spiel hart arbeiten, wer weiß, was für uns möglich ist?"
Erst danach will Kasper seine Konzentration auf kommenden sportlichen Herausforderungen richten. Zunächst einmal gilt des für ihn dann die zweite Saisonhälfte in der SHL möglichst erfolgreich zu gestalten, bevor sich seine volle Aufmerksamkeit im Frühsommer 2022 in Richtung des NHL Drafts in Montreal richten wird. Und wer weiß, vielleicht sehen wir Kasper dann schon in Kürze regelmäßig auf der ganz großen Eishockeybühne, bei einem der 32 NHL-Klubs?