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Analyse: Der erste Tag der Free Agency Periode

Diese Teams waren besonders aktiv und dürften sich signifikant verstärkt haben

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Am Sonntag, den 1. Juli begann die Free Agency Periode der NHL, während der die 31 Teams die Möglichkeit haben vertragslose Spieler zu verpflichten. Den größten Fisch fingen die Toronto Maple Leafs mit der Verpflichtung von John Tavares, der einen 8-Jahres-Angebot der New York Islanders nicht angenommen hatte und als Unrestricted Free Agent zur Verfügung stand.

Von den Maple Leafs erhielt der 27-jährige aus Ontario stammende Center einen $77 Millionen schweren 7-Jahres-Kontrakt. Das ohnehin schon mit vielen talentierten jungen Stürmern bestückte kanadische Traditionsteam, dürfte mit dem Neuzugang zu einem Mitfavoriten für die kommende Spielzeit aufsteigen und auch den Weggang von James van Riemsdyk, ihrem erfolgreichsten Torschützen mit 36 Treffern in der Saison 2017/18 mehr als kompensiert haben. Der 29-jährige Linksaußen kehrt zu den Philadelphia Flyers, zu jenem Team, das ihn 2007 in der ersten Runde an Nummer 2 gedraftet hatte, zurück. Van Riemsdyk unterzeichnete einen 5-Jahres-Vertrag bei den Flyers, die sich durch dessen Verpflichtung noch mehr Durchschlagskraft in der Offensive versprechen.

Bereits am ersten Tag der Free Agency waren die Vegas Golden Knights sehr aktiv. Neben Verteidiger Nick Holden, 31, der zuletzt im Kader der Boston Bruins stand, und der Weiterverpflichtung von Rechtsaußen Ryan Reaves, einigten sie sich mit Paul Stastny. Der 32-Jährige zählt nach Tavares zum zweitbesten Center, der in diesem Jahr als Unrestricted Free Agent zur Verfügung stand. Zu welchen Konditionen Stastny nach Las Vegas gelotst wurde, wurde offiziell nicht bekanntgegeben. Man darf jedoch davon ausgehen, dass der erfahrene Stürmer nun die Gehaltsliste der im vergangenen Jahr neugegründeten Franchise anführt. Stastny erzielte 2017/18 16 Tore und 37 Assists für die St. Louis Blues und die Winnipeg Jets. Mit den Jets unterlag er im Western Conference Finale der Stanley Cup Playoffs seinem jetzigen Arbeitgeber in fünf Spielen.

 

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Auf jeder Spielerposition nach Verstärkung fündig, wurden die Detroit Red Wings. Sie einigten sich mit Verteidiger Mike Green, 32, auf eine Vertragsverlängerung von zwei Jahren, nahmen Schlussmann Jonathan Bernier, der eine überragende Saison 2017/18 mit den Colorado Avalanche absolvierte und sie überraschend zum Playoffeinzug verhalf, für zwei Jahre unter Vertrag und holten mit dem österreichischen Stürmer Thomas Vanek eine Offensivkraft zurück, dessen Torjägerqualitäten sie in den letzten 1 1/2 Jahren vermisst haben dürften, nachdem sie ihn am 1. März 2017 an die Florida Panthers abgegeben hatten. Der 34-Jährige hat in der vergangenen Saison bei den Vancouver Canucks und den Columbus Blue Jackets bewiesen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen zählt.

Apropos deutschsprachige Angreifer. Mit Michael Grabner fand ein weiterer österreichischer Sturm-Routinier bereits früh im Sommer ein neues Team. Die Arizona Coyotes schnappten sich den pfeilschnellen 30-jährigen Rechtsaußen, der in den vergangenen zwei Spielzeiten in 135 Spielen für die New York Rangers und in 19 Partien mit den New Jersey Devils seinen Torhunger 54 Mal stillen konnte. Die Coyotes erzielten 2017/18 die zweitwenigsten Tore (208) aller Teams.

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Für Tobias Rieder wird es ein Wiedersehen mit seinem Nationalmannschaftskollegen Leon Draisaitl bei den Edmonton Oilers geben. Der 25-Jährige wurde zur Trading Deadline von den Coyotes an die Los Angeles Kings abgegeben. In der Spielzeit 2017/18 gelangen ihm in 78 Spielen zwölf Tore und 13 Assists, womit er hinter den Werten aus den zwei Spielzeiten zuvor blieb. Es ist durchaus vorstellbar, dass der gebürtige Landshuter bei den Westkanadiern, mit denen er sich auf einen Einjahresvertrag geeinigt hat, wieder einen Leistungssprung nach vorne macht. Neben Rieder nahmen die Oilers auch noch Verteidiger Kevin Gravel von den Kings und Center Kyle Brodziak von den Blues unter Vertrag.

Wie Edmonton verpasste auch St. Louis die Stanley Cup Playoffs 2018 und sah Handlungsbedarf. Der 30-jährige Stürmer David Perron, mit 16 Toren und 50 Assists in 70 Spielen Vegas bester Vorlagengeber, unterschrieb einen 4-Jahres-Vertrag über $16 Millionen bei den Blues, für die er bereits in der Spielzeit 2016/17 auf Torjagd ging. Ihm zur Seite stehen wird Center Tyler Bozak, der sich für drei Jahre an St. Louis bindet. Der dritte im Bunde, der die Blues auf der Backup-Position im Tor verstärken soll, ist Torwart Chad Johnson. Auch wenn Johnson vermutlich keine tragende Rolle spielen wird, mit den Blues wird in der kommenden Saison wieder zu rechnen sein.

 

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