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Auswahl der Führungskräfte in Seattle muss sitzen

Die Klubleitung darf bei der Besetzung des Managerpostens und des Trainers keine Fehler machen

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Die Freude in Seattle ist groß. Die Stadt an der Westküste der USA wird ab der Saison 2021/22 die 32. Mannschaft der NHL beherbergen. Eines steht jetzt schon fest: Die Messlatte für das neue Team liegt hoch. Der Grund dafür sind die sensationellen Darbietungen der Vegas Golden Knights, die bei ihrer Ligapremiere im vergangenen Jahr ihre Gegner reihenweise aufmischten und bis in die Finalserie um den Stanley Cup vorstießen. Um annähernd in die Fußstapfen des Klubs aus Nevada treten zu können, müssen die Verantwortlichen des Neulings aus Seattle in den kommenden Monaten und Jahren harte Arbeit leisten.

Eine elementare Voraussetzung für erfolgreiche Auftritte ist bereits gegeben. Mit der KeyArena verfügt momentan das unter dem Namen NHL Seattle firmierende künftige Franchise über eine würdige Heimspielstätte. Die Halle besitzt eine Kapazität von 17.400 Zuschauern. Für den Spielbetrieb in der NHL wird sie für 700 Millionen Dollar renoviert. Wichtig ist, dass die Fans die Arena annehmen und sie in einen Hexenkessel verwandeln.

 

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Damit die Akteure beste Trainingsbedingungen vorfinden, greift die Eigentümergruppe um den Private-Equity-CEO David Bonderman und den Hollywood-Produzenten Jerry Bruckheimer ebenfalls tief in den Geldbeutel. In Northgate, einem Einkaufsviertel im Norden von Seattle, soll für rund 75 Millionen Dollar eine 16.700 Quadratmeter große Anlage mit drei Eisflächen entstehen.

Doch die Investitionen in die Infrastruktur sind nur ein erster Schritt, um ein konkurrenzfähiges Franchise an den Start zu bringen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt letzten Endes beim sportlichen Personal. Die geeigneten Spieler zu finden, ist wiederum die vordringliche Aufgabe des General Managers und des Trainers, die nach der Saison 2018/19 eingestellt werden sollen. Die Golden Knights bewiesen mit der Verpflichtung von George McPhee für den Managerposten und Gerard Gallant für die Trainerbank ein glückliches Händchen. Sie tüftelten beim Expansion Draft 2017 eine Belegschaft zusammen, die von Beginn an funktionierte und für Furore sorgte. Diesem Beispiel will man bei NHL Seattle folgen.

Für die Suche nach den beiden Führungskräften sind CEO Tod Leiweke und Senior Advisor Dave Tippett in Seattle zuständig. Spekulationen, wonach Tippett als früherer NHL-Spieler und -Trainer selbst Interesse an der Aufgabe des General Managers oder Coaches haben könnte, verwies dieser ins Reich der Fabel. Er strebt nach eigenen Worten einen Job in der Geschäftsführung an. Welche Kandidaten Tippett stattdessen ins Auge gefasst hat, wollte er nicht verraten. "Ich habe einige Namen auf meiner Liste stehen. Nur kann ich derzeit mit keinem dieser Leute sprechen, weil sie alle unter Vertrag stehen. Wir haben aber auch noch ein wenig Zeit. Tod und ich denken, dass es reicht, wenn der General Manager zwei Jahre vor dem Start bei uns anheuert. Das wäre dann im Sommer 2019", erläuterte Tippet.

Leiweke blickte derweil in die fernere Zukunft. "Eine Sache, die mir bereits jetzt feuchte Hände bereitet, ist die Zusammenstellung eines wettbewerbsfähigen Kaders. Damit wollen wir all jene belohnen, die uns durch den Kauf einer Dauerkarte ihr Vertrauen entgegenbringen. Wir werden alles dafür tun, die richtigen Spieler auszuwählen", sprach er den zentralen Faktor an, der über das Wohl oder Wehe von NHL Seattle entscheidet. Das neue Franchise darf sich wie die Golden Knights vor eineinhalb Jahren bei einem Expansion Draft aufrüsten. Er findet Mitte 2021 statt und folgt den gleichen Regeln wie die Ausgabe 2017.

 

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Um in Seattle die Eishockey-Euphorie weiter anzuheizen, wäre es zudem von Vorteil, die Fans bei einigen Prozessen einzubeziehen, wie etwa bei der Namensgebung, der Entwicklung des Logos oder der Auswahl der Vereinsfarben. Auf diese Weise fühlt sich die Kundschaft als wesentlicher Teil des Projekts. Erste Signale in diese Richtung seitens der Klubleitung hat es gegeben.

Darüber hinaus kündigte Leiweke an, dass die Übungseinheiten nicht hinter verschlossenen Türen abgehalten werden. Ihm ist wichtig, dass die Mannschaft öffentlich präsent ist und mit den Anhängern und der Stadt zu einer Einheit zusammenwächst. Wohin das führen kann, haben die Golden Knights in der abgelaufenen Saison bewiesen. In Seattle wollen sie diesem Vorbild nacheifern. Die Chancen, dass dies gelingt, stehen keineswegs schlecht.

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