DAL@VGK, Sp5: Gurianov schießt Stars ins Cup-Finale

Die Dallas Stars gewannen am Montag mit 3:2 nach Verlängerung Spiel 5 gegen die Vegas Golden Knights im Rogers Place in Edmonton das Western Conference Finale und stehen als erster Teilnehmer des Stanley Cup Finales fest. Sie ziehen erstmals seit 2000 in die entscheidende Serie ein.

Beide Teams starteten mit viel Tempo in die Partie und erspielten sich schnell ihre ersten Chancen. Das erste Tor ging dann aber auf das Konto der Golden Knights. In der neunten Spielminute kam Chandler Stephenson alleine auf Torwart Anton Khudobin zu und legte den Puck schön zwischen den Schonern des Russen hindurch über die Linie.
"Das ist ein unwirkliches Gefühl", zeigte sich Verteidiger John Klingberg nach dem Spiel begeistert. "Unsere ganze harte Arbeit hat uns hierher geführt, wir sind nur noch eine Serie vom Stanley Cup entfernt. Die ganze harte Arbeit, die ganzen Videostudien, jedes Training, unsere Entschlossenheit, mit der wir durch Höhen und Tiefen gespielt haben, das alles war es wert. Wir sind jetzt da, nur noch eine Serie vor uns und wir sind noch nicht am Ende, das ist ein gerade gutes Gefühl."
Das Spiel wurde zunehmend härter, was unter anderem an Ryan Reaves lag. Der Mann fürs Grobe bei den Golden Knights lieferte sein auffälligstes und bestes Spiel der Serie, die Stars ließen sich aber nichts gefallen und hielten dagegen, ohne dass es zu groben Fouls kam.
Im zweiten Drittel erspielten sich beide Teams weiterhin gute Chancen. Die Golden Knights hatten mehr Torschüsse, was auch daran lag, dass sich die Stars mit drei Strafen selbst das Leben schwer machten.

DAL@VGK, Sp5: Stephenson, Theodore beim Konter

Die Qualität der Chancen war jedoch bei den Stars höher. Sowohl Khudobin, als auch Robin Lehner bei den Golden Knights hielten ihren Kasten aber sauber, auch wenn Dallas mehrmals nah am Ausgleich war. Lehner lenkte etwa einen Schuss von Gurianov nur knapp an die Latte und Jamie Benn wurde bei einer guten Chance erst im letzten Moment von Reaves entscheidend gestört.
Die erste Reihe der Stars mit Benn, Tyler Seguin und Alexander Radulov war insgesamt besonders auffällig. Sie setzten sich in der Offensive immer wieder gut in Szene und halfen in der eigenen Abwehr mehrmals entscheidend aus.
Nach einem starken zweiten Drittel kam für die Stars im Schlussabschnitt dann schnell der Nackenschlag. Nur 15 Sekunden nach der Drittelpause baute Reilly Smith die Führung der Golden Knights bei einem Konter mit einem perfekt platzierten Handgelenkschuss aus.

DAL@VGK, Sp5: Kiviranta gleicht im Powerplay aus

"Wir hatten die Chance zu gewinnen", trauerte Stephenson der vergebenen Möglichkeit nach, den Vorsprung über die Zeit zu bringen.
In der 49. Minute ließ Kapitän Benn die Stars dann wieder hoffen. Esa Lindell brachte den Puck von hinter dem Tor der Golden Knights in das Gedränge vor den Torraum, Benn war als erster am freien Puck und traf mit einem Schuss aus der Drehung.
Weniger als vier Minuten vor Ende des Drittels legten die Stars den Ausgleich nach. Während Alex Tuch für Vegas wegen Beinstellens auf der Strafbank saß, feuerte John Klnigberg den Puck von der blauen Linie ab und Joel Kiviranta versenkte den Nachschuss. Kiviranta wurde bereits in Spiel 7 der vorherigen Runde gegen die Colorado Avalanche mit einem Hattrick zum Helden der Stars und erzwang mit seinem Tor die Verlängerung.

Stars erreichen mit 3:2-OT-Sieg das Cup-Finale

"Das war ein gutes Gefühl", so Kiviranta über seinen Treffer. "Es war spät im dritten Drittel und wir haben das Spiel ausgeglichen, das hat uns die Chance zum entscheidenden Tor gegeben. Das fühlt sich natürlich gut an."
Nach 3:36 in der Verlängerung beendeten die Stars die Serie durch ein weiteres Powerplaytor. Denis Gurianov wurde auf der rechten Seite von John Klingberg bedient und löste mit einem Direktschuss das Ticket für das Stanley Cup Finale.
"Dieses Gefühl kann man nicht beschreiben", schwärmte Trainer Rick Bowness nach dem Spiel. "Ich habe gestern mit unseren Spielern darüber gesprochen, dass man nur eine gewisse Anzahl an Chancen kriegt ins Finale zu kommen und dass man sie nutzen muss. Für mich als Trainer ist das einfach der gerechte Lohn für unsere Spieler. Sie haben die ganze Saison so hart gearbeitet, haben so einen Kampfgeist gezeigt, ich glaube wir haben jetzt zwölf Spiele gedreht, da freue ich mich einfach unglaublich für unsere Spieler, das Management, Tom (Gaglardi), den Eigentümer, und all die Fans in Dallas, die uns als Team unterstützen."
Der Gegner der Stars wird im Eastern Conference Finale zwischen den Tampa Bay Lightning und den New York Islanders ermittelt. Die Lightning führen in der Serie mit 3:1, Spiel 5 findet am Dienstag statt (8 p.m. ET, Mi. 2 Uhr MESZ; NHL.TV, Sport1+, DAZN).