EDM@WPG: McDavid verwertet Zuspiel von Draisaitl

Die Edmonton Oilers sind aktuell in der NHL nicht zu stoppen. Mit 4:2 setzten sich die Oilers beim Auswärtsspiel gegen die Winnipeg Jets, im Canada Life Centre, durch und feierten damit den fünften Sieg in Serie, seit Trainer Jay Woodcroft das Amt des Coaches von Dave Tippett übernommen hat.

Auffällig auch: In dieser Phase blüht Edmontons Kapitän Connor McDavid regelrecht auf. In Winnipeg gelangen ihm drei weitere Zähler. Unter dem neuen Trainer war es für ihn damit bereits das vierte Spiel mit mehr als einem Punkt. Seit Woodcroft das sagen hat, stehen für McDavid zehn Zähler zu Buche. Kein anderer Aktiver im Kader der Oilers bringt es in diesem Zeitraum auf mehr als fünf Punkte. Fasst man den Betrachtungsrahmen etwas weiter hat der Kapitän elf Punkte (drei Tore, acht Assists) in einer sechs Spiele andauernden Punkteserie erzielt.
McDavid durchbrach damit in Winnipeg als erster Spieler der NHL in dieser Spielzeit die 70-Punkte-Marke. Er steht aktuell bei 71 Zählern (26 Tore, 45 Assists). Nach dem Gewinn der Art Ross Trophy in den Jahren 2016/17 und 2020/21 schickt sich Edmontons Superstar an, diese Trophäe auch in diesem Jahr zu erringen.
Die teaminterne Konkurrenz in Person von Leon Draisaitl (69 Punkte), der gegen die Jets eine Torvorlage beisteuerte, gilt es dabei in Schach zu halten. Doch ist die Ausgangslage von McDavid herausragend. Draisaitl hat zum Vergleich vier Punkte (zwei Tore, zwei Assists) in einer drei Spiele andauernden Punkteserie unter dem neuen Trainer erzielt.
"Ich würde sagen, fünf Siege für die Edmonton Oilers", stellte Woodcroft nach dem Spielende den gemeinsamen Teamerfolg in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. "Was mir an dem Spiel heute Abend wirklich sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass Winnipeg in den letzten acht oder neun Minuten des Spiels noch einmal so richtig Schwung bekommen hat, aber unsere Mannschaft in dieser kritischen Phase nicht nachgelassen hat", freute sich Coach Woodcroft nach der Schlusssirene am Samstag.

EDM 4, WPG 2

Neben McDavid, dem ein Tor und zwei Torvorlagen gutgeschrieben wurden, wusste in erster Linie auch Torhüter Mikko Koskinen, der 22 Rettungstaten für die Oilers (28-18-3) ablieferte, zu überzeugen. "Mir gefällt wirklich, wie die Mannschaft aktuell spielt", meinte Koskinen nach der Begegnung. "Es gibt noch viel Raum für weitere Verbesserungen und wir versuchen, jeden Tag etwas besser zu werden. Das ist der Schlüssel, um am Ende des Jahres erfolgreich zu sein."
Und auch McDavid zeigte sich von der Teamleistung gegen die Jets angetan. "Ich denke, wir hatten heute Spieler auf dem Eis, die sich voll reingeworfen haben und es dem Gegner extrem schwer gemacht haben durchzukommen", gab der Center Lob an die gesamte Mannschaft weiter.
Zach Hyman brachte die Oilers nach 12:17 Minuten des ersten Drittels mit 1:0 in Führung, als er einen Schuss von Tyson Barrie im Powerplay abfälschte. Hyman hat damit in drei Spielen in Folge und in vier der letzten fünf Spiele getroffen. Kailer Yamamoto erzielte nach 7:46 Minuten des zweiten Drittels das 2:0, indem er einen Abpraller verwertete. McDavid erhöhte in der 31. Minute auf 3:0. Draisaitl leistete hierbei die Vorarbeit.
"McDavid hatte es heute Abend drauf, und er hat es an den meisten Abenden drauf", richte der Coach Edmontons hinterher dann doch auch ein Sonderlob an seinen Kapitän. "Aber am Ende war es ein enges Duell und einige der Spielzüge, die unsere Top-Spieler gemacht haben, waren der Unterschied in diesem Spiel."
Dass die Oilers nach der scheinbar komfortablen Drei-Tore-Führung noch einmal um die Früchte ihrer Arbeit zittern mussten, lag unter anderem an Adam Lowry der in der 51. Minute das 1:3 erzielte. Wenig später machte es Kyle Connor mit seinem 29. Saisontreffer noch einmal richtig spannend und stellte aus Sicht der Jets auf 2:3. Hierzu nutzte er eine Powerplaysituation (55.).
Es dauerte dann bis drei Sekunden vor Spielende, bevor Darnell Nurse in Unterzahl ins leere Tor der Hausherren traf und den Endstand herstellte (60.). "Alle waren ruhig", beschrieb Woodcroft die Schlussphase. "Wir haben auf der Bank die richtigen Worte gefunden, und wir haben einen Weg gefunden, mit zwei Punkten aus einem schwierigen Gebäude herauszukommen, was das Wichtigste ist."
Weiter geht es für die Oilers bereits am Sonntag (8 p.m. ET; NHL.tv; Mo. 2 Uhr MEZ), wenn McDavid, Draisaitl und ihre Mitstreiter, im Heimspiel gegen die Minnesota Wild versuchen werden ihre gute Form erneut unter Beweis zu stellen. "Es ist eine anstrengende Woche. Daran besteht kein Zweifel. Aber es gibt keine Ausrede für uns. Wir müssen einen Weg finden, das Ding durchzuziehen. Es ist keine leichte Aufgabe, wenn es jetzt für uns gegen Minnesota geht."