Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Edmonton Oilers und den Calgary Flames

Die Edmonton Oilers haben einen 4:0-Derbysieg im „Battle of Alberta“ gegen die Calgary Flames am Mittwochabend im Rogers Place gefeiert. Torwart Tristan Jarry feierte seinen 24. NHL-Shutout mit 24 Saves, doch ihm stahl Kapitän Connor McDavid die Show: Der Center verlängerte seine Assist-Serie zum Start der Saison auf 13 Spiele und schrieb damit NHL-Geschichte.

McDavids Assist-Serie für die Geschichtsbücher

Ja, McDavid steuerte tatsächlich in jedem seiner 13 Spiele in der Saison 2026/27 mindestens einen Assist bei. Er überholte damit Sebastian Aho (2018/19), Ken Linseman (1985/86) und Wayne Gretzky (1982/83), die jeweils in ihren zwölf ersten Saisonspielen Vorlagen beisteuern konnten und stellte damit einen neuen ligaweiten Rekord.

Der geschichtsträchtige Assist passierte bereits nach 7:46 Minuten, als McDavid am rechten Flügel angespielt wurde und mit gutem Auge den vor dem linken Pfosten postierten Mathieu Josoph fand. Es folgte ein sezierender Pass quer durch die Zone aufs Tape von Joseph und ein Tip-in zum 1:0 für die Oilers (8.). Nach dieser schönen wie historischen Vorlage verschwand McDavid kurz in einer Jubeltraube.

Im weiteren Spielverlauf sollten für die Nummer 97 noch ein weiterer Assist hinzu kommen. Somit macht McDavid sein 231. Multi-Assist-Spiel in der NHL perfekt, was ihn auf Rang 13 listet, nur noch eine Vorlage entfernt auf Joe Sakic (232) auf Platz zwölf. Sein 382. Multi-Punkte-Spiel ließ ihn mit Teemu Selanne und Brett Hull auf Rang 23 der ewigen Bestenliste gleichziehen.

Zum zweiten Mal in seiner Karriere lieferte McDavid außerdem einen Monat mit 25 Assists. Dieses Kunststück war ihm bereits im Februar 2024 gelungen. Mehrere Monate mit mindestens 25 Vorlagen gelangen in der NHL-Geschichte sonst nur Wayne Gretzky (14-mal) und Mario Lemieux (dreimal).

CGY@EDM: McDavid bedient Joseph und stellt damit einen neuen NHL-Rekord auf

Entlastung für die Superstars - Jarry mit Shutout

McDavid selbst sprach nach dem Spiel lieber über den Mannschaftserfolg als über seine Statistiken. „Wir wollten das Spiel gewinnen, das ist das Wichtigste“, betonte der aktuelle Top-Scorer in der NHL (13 Spiele, 8-28-36). „Unser Spiel war gut, wir haben viele Tore geschossen, hart verteidigt und einen Weg gefunden, zu gewinnen. Viele haben zu diesem Sieg beigetragen. Vielleicht sieht man es nicht auf dem Spielberichtsbogen, aber unsere Tiefe zahlt sich voll für uns aus: Sie gibt uns Energie, tötet Strafen, arbeitet sich voll rein und spielt hart. Mehr kannst du nicht erwarten.“

Im „Battle of Alberta“ dominierte Edmonton Statistiken wie Torschüsse (32:24), Checks (28:19), geblockte Schüsse (12:9), Powerplay (1/2), Penalty Killing (1/1) und natürlich Tore (4:0): Rückkehrer Mattias Ekholm (25.), Kasperi Kapanen (41., im Powerplay) und Alex Formenton (42.) lenkten das Derby schnell in geordnete Bahnen, sodass Trainer Mike Babcock seine Superstars ein wenig schonen konnte: McDavid (0-2-2, +1, drei Torschüsse, ein Check) kam auf 18:50 Minuten, Leon Draisaitl (0-0-0, zwei Torschüsse, 88,9 Prozent gewonnene Faceoffs) auf 19:06 Minuten Eiszeit.

McDavid und Draisaitl hatten die wenigste Eiszeit in der gesamten Saison. Das geht leichter, wenn du führst, als wenn du hinten liegst“, so Babcock. „Anstatt locker zu lassen, haben wir weiter gemacht und sie weiter gejagt.“

Dafür spricht ein Torschussverhältnis von 16:5 zu Gunsten der Oilers im Schlussdrittel. Somit geriet die Weiße Weste für Jarry kaum noch in Gefahr.

„Er hat großartig gespielt und insbesondere in den ersten Minuten richtig gute Paraden gezeigt“, lobte McDavid seinen Torwart.

CGY@EDM: Tristian Jarry zeigt einen 24-Save-Shutout im Battle of Alberta

Nach der Heimspielserie ist vor dem Roadtrip

Nach einer langen Heimspiel-Serie von sechs Partien (3-1-1) geht es für Pacific-Division-Spitzenreiter Edmonton (9-2-2) jetzt auf einen Drei-Spiele-Roadtrip in den Großraum New York mit Auswärtsauftritten bei den New York Islanders, New York Rangers und New Jersey Devils.

„Es war nicht immer schön, aber uns hat vieles an unserer Heim-Serie gefallen. Darauf können wir aufbauen“, zog McDavid ein Zwischenfazit. „Wir haben unseren Rhythmus gefunden. Back-to-Back-Spiele sind eine Herausforderung, aber es ist ein guter Zeitpunkt, um als Team zusammenzufinden. Ich weiß, das hört sich nach einem Klischee an, aber es geht für uns darum, sich jeden Tag zu verbessern. Es wird eine lange Saison mit Hochs und Tiefs geben. Wir werden versuchen, die Tiefen zu kurz wie möglich zu halten und die Hochs so lange es geht auszubauen.“

„Jetzt geht es in den Osten, wo wir gegen ein paar gute Teams spielen“, blickt Jarry voraus. „Dort müssen wir uns an unser Spiel halten.“

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