Ob es sich während so einem Lauf besser spielt, wurde der Mittelstürmer nach dem Morning Skate am Montag gefragt. „Natürlich fühle ich mich gerade besser. Aber ich werde dafür bezahlt, um Tore zu schießen“, antwortete Draisaitl. „Wenn ich nicht treffe, dann bringt mich das aus der Fassung. Das frustriert mich natürlich. Also fühlt sich gerade alles ein bisschen leichter und lockerer an. Ich weiß, wie es in dieser Liga läuft. Ich bin lange genug dabei und kenne beide Seiten. Wenn es läuft und die Pucks reingehen, dann nehme ich das gerne mit und arbeite umso härter, wenn es nicht passiert.“
Draisaitl ist auch ein Kernstück des brandgefährlichen Powerplay der Oilers. In der gesamten Saison kommt Edmonton hier auf eine Erfolgsquote von 35,1 Prozent (2.). Draisaitl selbst trug sechs Powerplay-Tore bei.
Seit dem 22. Oktober ist das Überzahlspiel noch griffiger als ohnehin schon. In diesen letzten zwei Spielen nämlich hatten die Oilers eine Erfolgsquote von 50 Prozent (4/8). Der Grund: Mit Zach Hyman und jüngst auch wieder Ryan Nugent-Hopkins kehrten zwei gefragte Powerplayer nach Verletzungen zurück und komplettierten mit Draisaitl, Connor McDavid und Evan Bouchard eine der gefürchtetsten Überzahl-Reihen der Welt.
„Erstens sind alle richtig gute Hockey-Spieler. Zweitens ist unsere Formation einzigartig, weil wir schon so lange zusammenspielen“, zählt Draisaitl die Vorzüge auf. „Wenn du nur einen herausnimmst, würden die anderen irgendwo jemanden vermissen. Wir sind zusammen so gut aufeinander eingespielt und handeln so instinktiv. Es ist schön, dass sie wieder zurück sind. Unsere Trainer schauen sich Videos über jeden Gegner an und sezieren alles. Manchmal sehen wir Spieler auf dem Eis auch etwas. Wir haben fünf Jungs, die vielleicht nicht unterschiedlich eingestellt sind, aber gewisse Dinge anders sehen. So wollen wir den Gegner auseinanderpflücken. Das hat sich für uns ausgezahlt. So wollen wir weitermachen.“