Lehkonen, Avalanche bezwingen Blue Jackets 5:1

Nach einem dominanten 5:1-Sieg im zweiten Spiel der NHL Global Series 2022 Finnland in der Nokia Arena von Tampere gegen die Columbus Blue Jackets am Samstag sind die Colorado Avalanche wieder in der Spur und reisen mit vier wichtigen Punkten nach Nordamerika zurück. Nach einem mäßigen 4-4-1-Saisonstart und zwei Niederlagen in Folge vor der Abreise mussten die Avalanche liefern, um nicht vorerst im Mittelmaß der Tabelle festzuhängen.

"Ich hoffe es bringt uns weiter", betont Trainer Jared Bednar auf der Pressekonferenz. "Wie ich es sehe, sind wir eine andere Mannschaft. Wenn man die zweite Reihe ansieht, die wir in der letzten Saison hatten und jetzt wichtige Teile wie Val (Valeri Nichushkin) und (Gabriel) Landeskog vermissen, die in allen Bereichen defensives Spiel, Überzahl und Unterzahl ihren Beitrag leisten, dann läuft das mit anderen Jungs, die hereinkommen ganz anders. Klar, wollen wir und will ich genauso spielen, aber wir haben ein anderes Personal. Die neuen Spieler müssen erst lernen, was benötigt wird. Vielleicht sind wir hier und heute einen Schritt weitergekommen."
Insbesondere angetrieben von ihren besten Spielern Nathan MacKinnon, Mikko Rantanen und Cale Makar überzeugten die Avalanche über fast 60 Minuten, was ihnen am Freitag noch gefehlt hatte, als sie eine 3:0-Führung hergaben. Rantanen war dabei mit vier Punkten und einem Hattrick bei diesem 6:3-Erfolg der Sieggarant. MacKinnon bereitete in beiden Auftritten sieben der elf Treffer von Colorado vor. Verteidiger Makar konnte indes sein erstes Saisontor erzielen und vier weitere vorbereiten, drei davon am Samstag.
"Ich denke, es waren nicht nur wir drei", schränkt Makar ein. "Ich meine, dass es einige Jungs waren, die dazu beigetragen haben, besonders heute Abend. Viele unserer Gruppe haben heute einen Schritt nach vorne gemacht."

Makar Avs

Das sieht auch Bednar so. "Es war ein Erfolg des kompletten Teams und nicht nur einiger Spieler und ich finde, dass es unsere vielleicht beste Leistung in dieser Saison war."
In der Tat lieferten auch andere Spieler bei den elf Toren in den zwei Spielen ab. Stürmer Martin Kaut zum Beispiel konnte mit dem wichtigen 2:1 in der 22. Minute seinen ersten Saisontreffer erzielen, was auch Makar begeisterte. "Er hat sich heute wie ein NHL-Spieler präsentiert", lobt er. "Wir brauchen ihn, dass er jetzt sofort so spielt und das hat er heute wirklich gezeigt und es gut gemacht. Er hat alles richtig gemacht und viele gute Chancen erarbeitet. Mit dem Tor hat er sich belohnt."
"Unsere zweite Reihe heute: (Alex) Newhook, (Evan) Rodriguez und (Martin) Kaut hatten einen großartigen Abend", schwärmt Bednar. "Ich mochte vor allem Kauts Auftritt, aber alle drei hatten heute eine bessere Chemie. Darauf sollten wir in den nächsten Spielen aufbauen können, wenn es darum geht, regelmäßig Siege einzufahren."

GS 2022: Lehkonen trifft nach 33 Sekunden

Der Finne Artturi Lehkonen verbuchte am Samstag den ersten Treffer bereits nach 33 Sekunden und legte so den Grundstein. Es war das zweitschnellste NHL-Tor der Geschichte, das außerhalb von Nordamerika erzielt wurde. Tomas Holmström traf bei der NHL Premiere 2009 für die Detroit Red Wings gegen die St. Louis Blues (3:5) nach 31 Sekunden.
"Es war super von Nathan und Mikko vorbereitet und ich konnte den Puck alleine schön verwerten", schildert Lehkonen seinen Treffer. "Es war ein tolles Gefühl hier in Finnland ein Tor zu erzielen. Das macht mich sehr glücklich."
Eine gute Arbeit verrichtete auch Torhüter Alexandar Georgiev, den die Trainer in beiden Spielen einsetzten. Nach 36 Saves bei drei Gegentreffern am Freitag (92,3 Prozent), steigerte er sich auf 31 Saves mit einem Gegentor am Samstag (96,9 Prozent). Somit wurde er dem Vertrauen, das die Trainer in ihn setzten, vollauf gerecht. Der in Finnland bei TPS teilweise ausgebildete bulgarische Schlussmann, verbringt viele Sommer gerne in seiner zweiten Heimat Finnland.
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"Es war eine tolle Gelegenheit für ihn und wir haben ihnen einige Chancen gegeben, wo er sich auszeichnen konnte", sagt Rantanen über Georgiev. "Er hatte Schlüssel-Saves zur richtigen Zeit. Auch seine Statistiken beweisen, dass er einen großartigen Job gemacht hat. Das freut mich für ihn. Es ist nicht leicht für einen Torhüter zwei Mal in Folge an zwei Tagen zu spielen, aber er hat es gemeistert."
Die Avalanche kehren also mit einem guten Gefühl nach Hause und haben womöglich einen entscheidenden Schub für den weiteren Saisonverlauf bekommen. Das müssen sie allerdings ab dem kommenden Freitag, wenn sie die Nashville Predators zu Gast in der Ball Arena von Denver haben werden, und in den kommenden Wochen unter Beweis stellen, wie nachhaltig dieser Aufwärtstrend ist.